Durchsuche: Pubertät

Wer noch kleine Kinder hat der weiss: Es gibt Dinge, die man (meist ganz unüberlegt, oder auch mit besten Absichten) tut, welche die Welt der Kinderlein in nullkommanix zum Einsturz bringen kann. Gerade noch fröhlich, süss, lächelnd, fröhlich, hilfsbereit und ruhig und von einer Sekunde auf die nächste: Monstermässig laut brüllend, rot im Gesicht, Kopf auf dem Boden, Faust in der Luft. Im ersten Moment guckt man sich verwundert um, denkt an versteckte Kamera, an eine Alien-Invasion: «Hilfe, wer hat mein Kind ausgetauscht?», reibt sich die Augen und kann gar nicht glauben, was man hier sieht. «Das kann doch nie…

Als Eltern tappt man immer wieder in Situationen, in denen man ungläubig da steht und denkt: «Höööh! WAS genau ist denn jetzt hier passiert?» Gerade eben ging noch die Sonne auf, das Kindlein war strahlend fröhlich, liebevoll und lustig und jetzt? Ein kleines (oder auch grosses) Monster mit scharfen Reisszähnen, lauter Stimme, rotem Kopf und unglaublicher Ausdauer. Woher kommt das und könnte das bitte ganz schnell wieder weg gehen? Je nach dem wo man sich grad befindet ist es ja manchmal auch sehr unangenehm oder gar peinlich. Beim Besuch bei der Freundin, beim Kinderarzt, im Supermarkt vor der Kasse, beim…

Manchmal steht man so da, vor seinem lauten, schreienden, tobenden Kind und denkt: «Oh mein Gott. Was mach ich hier eigentlich?» «Was tut mein Kind da? Womit hab ich das verdient?» «Leute, hört bitte auf so mitleidig zu gucken!» «Das nächste Mal geh ich wieder ohne Kind.» «Hilfe!» Und dann geht man zu seinem Kind hin, packt es am Arm und zischt ihm ziemlich unfreundlich ein paar saftige Drohungen ins Öhrchen: «Jetzt hörst du sofort auf sonst, ist Mami ganz böse, darfst du heute Abend nicht TV gucken, gibt es kein Zvieri, kannst du daheim grad ins Bett!» Oder man…

Vielleicht kennt ihr das auch. Gerade eben hat man im schlauen Erziehungsratgeber gelesen, wie entspannt man mit herausforderndem Verhalten umgehen soll. Von «Ich-Botschaften», positiver Bestärkung, irgend etwas von «ruhig und gelassen bleiben» und dass man das Gebrüll und die bösen Widerworte nicht allzu persönlich nehmen soll. Voller Enthusiasmus erinnert man sich an die Seite 62 im Erziehungsbuch, atmet einmal tief durch und denkt sich: «So, heute pack ich das. Ich weeeerde gaaaaanz ruuuuhig antworten, mich nicht provozieren lassen und die Situation wird nicht eskaaaalieeeeren. Oooohhhhmmm…» Doch dann macht das Kind überhaupt keine Anstalten, sich irgendwie an die Anweisungen zu halten.…

Es gibt Tage an denen könnte man locker mit den wunderbaren Familien-Werbespots mithalten: Man sitzt gemütlich mit einer Tasse Detox Tee und einem biologischen Apfel im Garten, die Sonne scheint, überall hat’s tolle Blumen, man sieht ein paar Schmetterlinge, die Kinder spielen fröhlich im Sandkasten, teilen ihr Spielzeug und fragen ganz lieb und anständig, ob sie vielleicht etwas Süsses bekommen. Während dem man ihnen den leckeren Schoko-Riegel überreicht, bedanken sie sich artig und gehen Hand in Hand wieder zu ihrem Spiel zurück. Ein bisschen später kommt dann auch noch der gut gelaunte Mann nach Hause. Mit einem grossen Blumenstrauss. Okaaay,…

Hey ihr da draussen mit kleinen Kinderlein! Ist es euch auch schon passiert, dass ihr zufälligerweise eine Mutter oder einen Vater getroffen habt, der oder die einen Teenager dabei hatte? Vielleicht sogar einen richtigen Teenager? Einen, der etwas mürrisch drein blickt, nur kurz lächelt, wenn er für seine Snapchat Freunde ein Selfie macht und der unmissverständlich zu verstehen gibt, dass er sich jetzt wirklich etwas viel Tolleres vorstellen könnte, als hier seine Zeit zu verbringen. Habt ihr euch dabei auch kurz ertappt wie ihr auf eure kleinen Knirpse geschaut und überlegt habt: „Hilfe! Wie wird das denn sein, wenn meine so…

Manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln: Da hat man gearbeitet, die Wohnung einigermassen in Schuss gehalten, zum 30. Mal das Wohnzimmer aufgeräumt, Kleider sortiert, die Wäsche aufgehängt, die Kinder getröstet, Bücher erzählt, Frisuren geflochten, Brötchen geschmiert, beim Versteckspiel geholfen (obwohl man es hasst hinter Vorhänge und und Sofas zu kriechen…). Man war mit den Kindern im Schlepptau einkaufen, hat mit viel Verständnis die 3 Trotzphasen am Vormittag überstanden, hat die Kinder abgelenkt, mit ihnen gebastelt, sie in all ihren Belangen ernst genommen. Und unsere Kids? Die räumen dafür brav ihr Zimmerchen auf, spielen 2 Stunden ohne Streit mit der jüngeren…

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