Was wir von unseren Kindern in dieser Krise lernen können

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Wer Kinder hat der weiss:
Sie sind toll.
Ihr Verhalten aber manchmal: Sehr, sehr nervig.

Dinge die uns selbstverständlich erscheinen, müssen wir unverhältnismässig oft wiederholen.
Klappen tun sie dann trotzdem nur selten. *ihrwisstwasichmeine

Corona Krise Kinder
Wenn wir Dinge verlangen, gibt’s meistens Geschrei, „Theatralisches-sich-auf-den-Boden-werfen“, rollende Augen, lautes Murren oder ein:
«Vergiss es, Alter, mach ich nicht!» (Letzteres, vor allem bei Teenies)

Erziehungsarbeit ist BEZIEHUNGS-Arbeit:
Zuhören, erklären, nachfragen, gemeinsam nach Lösungen suchen, Kompromisse eingehen, Regeln aufstellen, Kontrolle, erneute Diskussionen.
Anstrengend aber wichtig.

Doch manchmal gibt es Situationen, in denen wir nicht viel Zeit für Diskussionen haben. Nämlich dann, wenn unmittelbare Gefahr droht. Dann muss für einmal eine klare Ansage reichen.
In den meisten Fällen, die ich erlebt habe, klappte das erstaunlich gut. Weil es eben sonst bei uns im Erziehungsalltag viele Freiheiten gab: Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren, sich für einen anderen Weg zu entscheiden und weil die Kids auch Fehler machen durften, immer noch dürfen und auch sollen.

Kinder merken, wenn es ernst ist

Wenn wir sie mit Namen ansprechen zum Beispiel. Unsere Hand auf ihre Schulter legen, langsamer vielleicht sogar etwas leiser und eindringlicher sprechen und ihnen dann klipp und klar, ohne Umschweife sagen, was wir von ihnen erwarten und warum.

Gerade in diesen Krisenzeiten, legen die meisten Kinder eine unglaubliche Toleranz an den Tag.
«Maske? Ist zwar Scheisse, aber Bro: Corona. Zieh ich sie halt an!»
Da gibt’s keine Demos vor den Schulhäusern, keine Beschimpfungen auf Social Media. Kids starten keine Petitionen gegen diese Massnahmen und sie posten auch keine Fotos, wie sie sich extra die Hand geben oder die Maske unter dem Kinn tragen.
Die Kinder haben gecheckt:
Achtung, ein Virus ist im Umlauf. Es braucht jetzt keine unnötigen Diskussionen, sondern für eine gewisse Zeit das Befolgen der sehr einfachen Grundregeln:
Maske auf, Abstand halten, Kontakte minimieren, Hygieneregeln beachten.

Klar, auch Kinder und ganz besonders Jugendliche hadern mit diesen Auflagen, finden sie Scheisse und würden gerne wieder in den früheren „Unbesorgt-Modus“ switchen.
Trotzdem: Sie machen viel weniger Lärm um dieses Thema, als wir Erwachsenen.
Auf den ersten Blick mag es vielleicht erstaunlich erscheinen, denn ganz oft machen sie wegen viel kleineren Ansagen ein riesen Geschrei oder verweigern die Kooperation.
Wenn wir ihnen zum Beispiel ungefragt das Brötchen auseinanderbrechen, kein Barbieschloss kaufen wollen. Wenn sie noch 7 Schritte bis zur Haustüre gehen müssen, sie nicht 14 Freunde zum Übernachten einladen dürfen oder wir ihnen nicht jeden Tag ihr Lieblingsessen kochen wollen.
Dann nämlich heulen sie, wälzen sich am Boden, kündigen uns ihre Freundschaft, wollen ausziehen oder nie, nie mehr mit uns sprechen.

Und nun ist da dieses Virus.
Ok, sagen wir wie es ist: Das Scheiss-Virus.
Und wir müssen Massnahmen ergreifen, es einzudämmen.
Während viele Erwachsene Panik schieben, sich unanständig laut aufregen, sich gegenseitig beschimpfen, sich online mit YouTube Links zutexten, bleiben unsere Kids erstaunlich ruhig.

Und ich glaube, genau von dieser Ruhe könnten wir alle im Moment sehr profitieren.

Krise Corona Baum Kinder

Unsere Kinder machen es vor:
Weniger ist mehr.
Genau das braucht es jetzt.
Damit wir zusammen als Gesellschaft diese anstrengende Zeit einigermassen gut überstehen.

 

Passt alle auf euch auf und bleibt gesund!

♥ Danke fürs Teilen ♥

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