Autor Kathrin Buholzer

Stellt euch vor, wir können wieder: Unsere Eltern in die Arme schliessen. Ohne Abstand, am Ufer eines Sees chillen. Im Lieblingscafé sitzen. Blumen einkaufen. Mit den Lieblingsfreundinnen ein Glas Wein trinken. Eis essen. Am morgen die Kinder in die Schule schicken. *Hallelujah! Stundenlang durch den Zoo spazieren. Grillparties organisieren. Geburtstage und Schulfeste feiern. Ausflüge machen. An Open Airs gehen. Unbeschwert sein. Uns wieder über alltägliche Dinge ärgern. Die Kinder mit ihren Freunden auf den Spielplatz schicken. Zelten gehen. Hände schütteln. Begrüssungsküsschen geben. Am Morgen die Bürokolleginnen und Kollegen begrüssen. Unsere Kids an ihren Sportveranstaltungen anfeuern. Abschlussfeste feiern. Mit Lieblingsmenschen auf…

Sind wir mal ehrlich. Es ist Scheisse. Dieses Virus. Diese Situation. Dieses Jahr 2020. Manchmal sitzt man da und denkt: «Hääähh! DAS kann doch einfach alles gar nicht wahr sein! Das ist doch eher der Stoff für einen Katastrophenfilm und nicht für meine Realität. Ich will das nicht. Ich will Frühling und spazieren gehen, Konzerte besuchen, meine Eltern und Freunde treffen, lachen Spass haben. Ich will mir nicht Gedanken machen, ob ich übernächste Woche noch einen Platz in einem Spitalbett bekomme.» «Hallo Normalität, wo bist du?» Statt Frühlingsgefühle, Picknick im Park, Ferien im Wohnmobil gibt’s einen Lockdown, Quarantäneregelungen und Infos…

Die Kids für mehrere Wochen plötzlich zu Hause – Diese Tatsache treibt vielen Eltern die Schweissperlen auf die Stirn. Was um Himmelswillen soll man in der nächsten Zeit bloss mit den Kinderlein anstellen? Wer allerdings diese Frage in einer der zahlreichen Mamagruppen stellt, der bekommt nicht selten gehässige Antworten: „Hä! Und du hast Kinder? Und weisst nicht, was du mit ihnen anstellen sollst?“ „Typisch. Mutter sein und dann nicht wissen, wie man die Kinder beschäftigen soll.“ „Da fragt man sich, warum einige überhaupt Kinder haben…“ Nun. Auch wer kochhen kann, der schaut ab und zu in ein Kochbuch, durchstöbert Blogs…

Es sind turbulente Zeiten und fast jede Stunde treffen neue Meldungen, neue Verordnungen ein. Was heute gilt, wird morgen vielleicht schon wieder über den Haufen geworfen. Die Corona Ticker der Online Zeitungen überfluten uns mit Informationen, noch selten haben wir so zeitnah gewusst, wann und wo jemand hustet und wieviele Menschen krank sind. Begriffe wie „Desinfektionsmittelknappheit“, „Hygieneschutzmassnahmen“, oder „Social Distance“ haben sich ganz plötzlich in unserem Wortschatz etabliert. Diese Flut an Informationen ist schwer einzuordnen. Viele sind genervt, überfordert und genau das ist der Nährboden für Verschwörungstherorien. Kaum eine Facebookgruppe in der nicht irgendwelche haarsträubenden Geschichten erzählt oder Tipps weitergegeben…

Nein, wir werden jetzt nicht alle gleich sterben. Wir müssen uns jetzt auch nicht gleich alle in Luftschutzbunker einschliessen oder uns in Schutzanzüge mit Glashauben stürzen. Wir müssen auch nicht alle Supermärkte leer kaufen, als gäbe es kein morgen mehr (ok, vielleicht ein paar hundert Tafeln Schokolade, kann nicht schaden…) Wenn wirklich etwas hilft, in diesen turbulenten Zeiten dann ist es: Ruhe bewahren, keinen Quatsch weiter erzählen und richtig die Hände waschen Im Minutentakt werden uns im Moment via Social Media alle Hustenanfälle auf dem gesamten Planeten gemeldet. Kein Medienunternehmen welches nicht einen eigenen Live Ticker hat und uns mit…

Alle Jahre wieder, ihr kennt das: Weniger Süsses mampfen Mehr Sport treiben Weniger Schuhe und Handtaschen kaufen Besser Ordnung halten Keine Zettel mehr verlieren Die Buchhaltung pünktlich abgeben Weniger aufs iPhone glotzen In der IKEA nicht immer so viel Geld ausgeben Sich mehr Zeit nehmen Besser zuhören Nicht so viel schimpfen Früher ins Bett gehen *ihrkenntdas Die ewigen Neujahrsvorsätze, die man ja dann eh nur 1,5 Tage einhalten kann, wenn überhaupt. Aber wir wären ja keine seriöse Elternseite, wenn wir euch nicht trotzdem am Ende des Jahres ein paar gute Vorsätze um die Ohren hauen würden. hihi Fein säuberlich, mit…

Vor ein paar Monaten. Es ist 09.30. In der Marketing Agentur «Hölle der guten Ideen» sitzen die Marketing-Verantwortlichen alle an einem Tisch und brüten mal wieder ein paar teuflische Weihnachts-Ideen aus. «Es muss was Kuschliges sein» «Mit grossen Kulleraugen» «Am Besten auch noch noch flauschig» «Und wir machen gleich mehrere davon!» «Super Plan. Dann muss man länger sammeln.» «Hmmm, wir machen… Wir machen: EIN PLÜSCHTIER!» Die versammelte Abteilung klatscht Beifall, stampft mit den Füssen, jemand tanzt auf dem Tisch, der Marketing-Chef holt eine Flasche Champagner. Ladies and Gentlemen, das ist sie: Die Idee des Jahrhunderts Plüschtiere zum Sammeln. In der…

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