«Rennt um euer Leben, die Monsterkälte kommt!…»

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Wie ihr ja sicherlich wisst, sind wir hier immer sehr um euer Wohl besorgt. Wir servieren euch regelmässig hilfreiche, nervenschonende Erziehungstipps, verraten euch Tipps und Tricks für den Alltag mit kleinen, mittleren und grossen Kindern. Wir helfen euch beim Umgang mit der tödlichen Männergrippe, mit der Sonnenfinsternis, zeigen euch schöne Wellnesshotels, Feriendestinationen, tolle Glätteisen, Rezepttipps und versuchen, euch ab und zu zum Schmunzeln zu bringen.
Jetzt aber steigen wir ein, in eine neue Dimension:

Wir retten euch das Leben!

Falls ihr es noch nicht mitgekriegt habt, noch keine Pushmeldung bekommen, keinen Liveticker gesehen, keine Schlagzeile gelesen habt:

ES WIRD KALT, SEEEEEHR KALT – DIE MONSTERKÄLTE KOMMT

Und weil das ja im Februar extrem selten und äusserst aussergewöhnlich ist, möchten wir euch hier und jetzt auch nochmals eindringlich vor diesem unglaublichen Wetterphänomen warnen.
Nicht dass ihr plötzlich, Stein und Bein gefroren, in eurem Garten steht, euch wundert warum euch das Elternplanetchen nichts davon gesagt und euch keine schlauen Tipps gegeben hat.

Also wenn ihr diese Jahrtausendkälte überleben wollt, solltet ihr unbedingt diese wichtigen Tipps lesen, beherzigen, ausdrucken, teilen, liken und auswendig lernen.

1. Bleibt im Haus

Verbarrikadiert euch, schliesst Fenster und Türen, steckt eure Kinderlein in diese lustigen Zewi-Decken, damit sie nicht plötzlich nach draussen abhauen, denn dort herrscht: LEBENSGEFAHR!
Verstopft Ritzen und Türspalten, zeigt den Kindern wie sie ihre Knete in Schlüssellöcher, in alle Zwischenräume und unten an die Haustüre drücken können, damit ihr nicht plötzlich noch im Schlaf erfriert.
Lasst den Kühlschrank immer geschlossen! Man weiss nie, ob sich diese tödliche Kälte nicht plötzlich ganz fies dort drin versteckt hat…

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2. Informiert euch über die Todesgefahr

Abonniert alle Wetterchannels, aktiviert sämlichte Pushmeldungen von allen Wetterapps und Gratiszeitungen. Sehr, sehr wichtig! Dort werdet ihr nämlich minütlich über die Todeskälte informiert. Ruhig, sachlich und kompetent.

«Bei Heinz K. ist der Briefkasten zugefroren!»
«Auch das Pony von Jolanda Z. hat’s erwischt. Die tödliche Kälte friert ihm die Mähne ein.»
«So eine Schweinerei. Das Bier von Patrick B. aus K. ist eingefroren. Und wer zahlt den Schaden?»
«Wie man bei der Todeskälte trotzdem sein Smartphone bedienen kann.»

«So schlimm war’s noch nie! Die Teenies müssen ihre Hosenbeine ganz nach unten krempeln, sonst drohen Erfrierungen. Die Kältepeitsche hat ihre Waden erfasst.»

Falls ihr ganz todesmutig seid, könnt ihr kurz eure Fensterläden oder Rollläden öffnen und ein Foto von einem der Monster-Eiszapfen machen, der bei euch im Garten steht oder am Dach hängt.
Aber Achtung! Nur durch die Scheibe und haltet ein bisschen Abstand. Nicht dass einer der Riesen-Zapfen plötzlich abbricht, durchs Fensterglas schmettert und euch während dem Knipsen erdolcht.
Schickt das Bild danach so schnell wie möglich an alle Gratiszeitungen eures Vertrauens und freut euch über die wunderbare Ehre und Auszeichung als LESERREPORTER.

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3. Bringt euch in Sicherheit

Falls ihr jetzt gerade trotzdem draussen sein sollet, diese überlebenswichtigen Tipps erst jetzt lest und gar nicht gemerkt habt, dass Väterchen Frost euch mit seinen tödlichen Krallen schon umklammert hat:
Lauft um euer Leben!
(Falls ihr noch könnt und eure Beine nicht schon mit Frostbeulen übersät sind).
Am besten hüpft ihr auf einem Bein, tragt links einen Maxi-Cosi mit einem sehr schweren Baby, tragt dazu einen 4-Jährigen im Arm, stopft die Plüschtiere der Kinder (oder die Migros-Jöööö-Häschen) vorne in den Ausschnitt und balanciert je auf einem Zeigefinger noch eine sehr grosse Einkaufstüte.
Das kann euch vielleicht etwas aufwärmen und eure Nachbarn, die sich bereits im Haus in Sicherheit gebracht haben, werden sich über diesen tollen Anblick sicherlich wahnsinnig freuen.

4. Schaltet euren Verstand und euer Hirn aus und seid ein bisschen kreativ

Hängt weisse Tücher ans Fenster und fleht den Kältegott an, euch am Leben zu lassen. Postet Bilder von Thermometern die deutliche Minustemperaturen anzeigen. (Um die Dramatik noch ein bisschen zu erhöhen könnt ihr sie vorher auch noch ein paar Stunden in das Tiefkühlfach legen. Das merkt kein Schwein…)
Stellt nervige und laute Spielsachen vor die Türe, sie werden in der Sibirischen Kälte bestimmt zu Grunde gehen. Fragt hundert Mal in allen Facebookgruppen, WAS ihr euren Kindern, Hunden, Männern denn jetzt bitte schön anziehen sollt.
Sagt euren Kinderlein laut und drohend, dass die Todeskälte sie holen wird, wenn sie:

a.) nicht brav sind
b.) die Hausaufgaben nicht machen
c.) nicht ihre Zimmer aufräumen
e.) ständig streiten

Ich wünsche euch jetzt:
TOI, TOI, TOI.
Gutes Durchhalten, viel Glück und seid tapfer.

Und falls ihr alle, wider Erwarten, diese Monsterkälte überleben solltet, könnt ihr euch ja dann schon mal die Hitzetipps durchlesen.

Damit ihr dann für die nächste grosse Wetterkatastrophe ebenfalls bestens vorbereitet seid…

1 Kommentar

  1. Mona Rei am

    Herrlich! Danke für die aufschlussreichen Tipps! So werden wir die Monsterkälte hoffentlich überstehen! (Und etwas wichtiges habt ihr ganz vergessen, die Kinder in Kiga und Schule abmelden, denn nach draussen gehen ist ja so gerfährlich!)

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