„Liebe Zahnfee…“

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Irgend einmal ist es bei jedem Kind so weit.
Der Zahn, an dem dem man sooo lange herum gedrückt, gezogen, gebogen, gemurkst hat, fällt raus.
„Endlich!“
denkt man sich als Eltern, denn das Gejammer um den Wackelzahn war fast nicht mehr auszuhalten.
„Endlich!“
denkt sich auch das Kind, denn essen mit einem wackeligen Zahn ist nämlich ganz und gar unpraktisch und jetzt, wo der Zahn draussen ist, kommt nämlich endlich auch:

Die Zahnfee

Dieser Brauch hat, ähnlich wie die Nuggi-/Schnullerfee, in vielen Familien Einzug gehalten.

Die Zahnfee ist ein Fabelwesen, welches ursprünglich aus Grossbritannien und Amerika kommt. Erzählt hat man den Kindern schon damals, dass die Fee im Austausch gegen den ausgefallenen Zahn ein Goldstück unters Kopfkissen legt. Vermutlich liegen die Ursprünge dieses Brauches in einem magischen Ritual, welches das Übergehen vom Kind zum Jugendlichen begleiten sollte.

Früher, als man allgemein noch an Hexen glaubte, war man überzeugt, dass die Hexen Macht über eine Person erlangen konnten, wenn sie von dieser Haare, Zähne oder Fingernägel besassen.
Deshalb gab es in verschiedenen Kulturen allerlei Bräuche, einen ausgefallenen Zahn zu verbrennen und zu vergraben, damit er eben nicht plötzlich einer Hexe in die Hände fiel…
(Diese Geschichte hat sich aber nicht durchgesetzt und ich würde sie jetzt auch nicht grad unbedingt den Kinderlein weiter erzählen. Es sei denn, ihr möchtet jeden Abend eine Hexe unter dem Bett suchen gehen…)

Feenfiguren gab es ebenfalls schon lange, man weiss allerdings nicht genau, wann sich diese beiden Mythen miteinander zur Zahnfee verwandelten.

Ein bisschen Magie fürs Kinderzimmer?

Immer wieder gibt es auch kritische Stimmen und Eltern die solche Fantasiewesen oder Geschichten darüber, strikt ablehnen.
„Ich will meinem Kind doch keine Märchen- und Lügengeschichten erzählen. Und was soll ich denn sagen, wenn es fragt, ob es die Zahnfee, die Wichtel, den Osterhasen oder den Nikolaus tatsächlich gibt?“
Vielleicht am besten einfach, dass noch nie jemand eines dieser Wesen wirklich gesehen hat, dass man sich diese Geschichten aber schon seit ewiger Zeit weiter erzählt und dass man zu den Feen und Fabelwesen Sorge tragen muss, denn sonst sind sie plötzlich einfach verschwunden.
Und ein bisschen Magie und Zauberei, gehört für mich zum „Kind sein“ dazu. Es ist ganz einfach wunderbar, die glänzenden Kinderaugen zu beobachten, wenn man im Wald ein Zwergenhaus baut, in der Adventszeit eine Wichteltüre einweiht oder zusammen das Osternestchen sucht.

Wie kommt die Zahnfee denn jetzt aber zu uns nach Hause?

1. Nicht zu früh davon erzählen

So lange noch wirklich, wirklich kein einziger Zahn wackelt würde ich mit den Erzählungen noch etwas zurückhaltend sein.
Wenn ihr nämlich zu früh damit anfangt, dann können es die Kinder fast nicht erwarten, bis sich der erste Zahn endlich verabschiedet und sie werden euch mit „Wie und wann“-Fragen löchern.

2. Keine Angst machen und nicht drohen

„Ui, das sieht dann der Nikolaus!“
„Das hat der Osterhase aber gar nicht gern.“
„Die Zahnfee hat aber nicht Freude, wenn du den Apfel nicht isst“

„Wenn ihr weiter so streitet, dann kommt aber der Wichtel heute Nacht nicht!“
„Die Zahnfee wird böse, wenn du die Zähne nicht richtig putzt.“

Immer mal wieder werden Fabelwesen, der Osterhase, der Nikolaus oder eben auch die Zahnfee als Angstmacher und als Drohung benutzt.
Versucht das zu vermeiden und sie nicht als „Erziehungshelfer“ einzusetzen.

3. Einen guten Platz für den ausgefallenen Zahn finden

Die meisten legen ihn einfach unters Kopfkissen. Da muss man aber einfach aufpassen, dass er nicht irgendwo runterfällt und ihn die Zahnfee in der Nacht überhaupt findet…
Ausserdem besteht auch das Risiko, dass das Kind in der Nacht plötzlich aufwacht, wenn ihr, also ehhhm die Zahnfee, den Zahn unter dem Kissen suchen muss.
Damit die Zahnfee den Zahn auch wirklich findet und dabei keinen Lärm machen muss, könnt ihr euch gemeinsam ein paar gute Möglichkeiten überlegen, wo ihr ihn denn deponieren wollt.
Ihr könnt ihn z.B:
In ein kleines Tuch einwickeln und auf die Fensterbank legen.
In eine kleine Box/Schachtel stecken.
Den Zahn auf ein Foto des Kindes legen.
Oder, ihr bastelt eine andere, kleine Aufbewahrungsmöglichkeit.

Falls ihr selber jetzt nicht grad unbedingt soooo kreativ seid, hab ich euch hier eine tollen, einfache und sehr süssen Vorschlag.

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Ihr sucht euch zusammen mit euren Kids auf der CREATIVE PARK Seite eure Lieblingsvorlage aus und druckt die dann aus.

Es gibt viele verschiedene Figuren und Sujets, ich hab mich jetzt mal für eine von diesen entschieden.
Weitere Vorlagen findet ihr in der Suche unter „Puppe mit Nachricht“.

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Wenn ihr einen Canon PIXMA Drucker zu Hause habt, dann könnt ihr die Vorlagen direkt über den Display auswählen und ausdrucken.

Dann nehmt ihr eine Schere und schneidet die Figur sorgfältig aus.

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Das geht ganz fix und man hat das wirklich recht schnell erledigt. Wenn die Kinder schon einigermassen geschickt mit der Schere umgehen können, dann können sie beim Ausschneiden natürlich auch mithelfen.

Danach klebt ihr die Figur, gemäss den Anweisungen zusammen.

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Klebt die Füsse zuerst nur an einer Seite mit Leim fest.
Legt dann den kleinen Zahn unten in die Figur rein und erst dann befestigt ihr die andere Seite mit einem Klebestreifen am gelben, runden Boden.
So bleibt der ausgefallene Zahn schön geschützt und die Zahnfee kann dann einfach nur das Klebeband ein bisschen lösen und den Zahn mitnehmen.
Die Kinder können der Zahnfee natürlich auch noch einen kleinen Brief schreiben oder eine Zeichnung machen.

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Die Figur mit dem Zahn deponiert ihr dann irgendwo bei euch zu Hause:

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Oder ihr stellt sie auf die Fensterbank (Je nach Wetter, drinnen oder draussen…)

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Die Zahnfee kommt dann irgendwann mal in der Nacht, schnappt sich den kleinen Zahn und lässt ein kleines Geschenk (manchmal ebenfalls eine kleine Notiz, ein kleines Briefchen) da.
Ganz oft ist das eine kleine Münze/Geld, das muss aber nicht zwingend sein. Es könnte auch ein Glücksbringer-Stein, ein Gutschein für einen Kinobesuch, ein kleines Spielzeug… usw. sein.

Die Frage, ob die Kinder bei jedem ausgefallenen Zahn ein Geschenklein bekommen sollen muss jeder für sich selber beantworten. Bei uns gab’s nur beim ersten Zahn eine kleine Überraschung.
Ich persönlich fand es immer etwas merkwürdig, wenn die Zähne plötzlich zu einer Art „Geldeinnahme-Quelle“ werden.
Aber das macht jede Familie so, wie sie es für richtig hält.

Viel Spass beim Aussuchen, Ausdrucken, Ausschneiden und zusammen kleben.

Ach ja.
Und sagt der Zahnfee: Falls sie nicht durchs Zimmer fliegen sollte und sich auf leisen Sohlen anschleichen will, sie solle im Dunkeln immer ein bisschen auf den Fussboden schauen. Dort liegen nämlich manchmal ganz viele, echt fiese und harte Legosteine herum.

 

Dieser Artikel ist eine bezahlte Zusammenarbeit mit Canon Schweiz.
Die redaktionelle Verantwortung liegt voll und ganz bei elternplanet.ch

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