„Was soll ich bloss dem Kindlein schenken?“

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Wer auf Elternseiten und in Mama-Gruppen unterwegs ist und wer sich viel mit anderen Eltern austauscht, der begegnet auch immer wieder den ewig gleichen Fragen:

1. Schläft es schon durch?
2. Ist es schon trocken?
3. Wie steht ihr zum Thema Impfen?
4. Wann kann/soll ich meinem Kind ein Ohrlöcher stechen?
5. Welche Salbe hilft bei wundem Po?
6. Räumen eure Kids auch nie das Zimmer auf?
7. Sind eure auch so schwierig im Moment?
8. Habt ihr Ideen für Jungen/Mädchennamen?

Und der Klassiker:

„Was um Himmelswillen schenkt ihr euren Kindern zu Weihnachten und zum Geburtstag?“

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Hmm.
Eine wirklich ganz schwierige Frage.

Wenn sie schon ein paar Jährchen älter, oder gar die 2. Geborenen sind zerbricht man sich schon Monate vorher den Kopf darüber.
Denn meistens haben sie dann alles schon:
Das Zimmer voll gestopft mit Spielsachen und allem möglichen und unmöglichen Zeugs.
Schliesslich bringen Oma und Opa, Mami und Papi, Freunde und Verwandte ständig irgend welche Spielsachen von ihren Reisen, Ausflügen oder Einkäufen mit.

Was also kauf ich dem Kind? Und was sag ich Gotte und Götti, den Grosseltern wenn sie fragen:
“Was wünscht es sich denn zu Weihnachten?”
“Ehm, keine Ahnung, es kann ja noch nicht sprechen…”
„Ehm, ich weiss nicht, es hat schon alles.“

Vielleicht ein paar praktischen Geschenke oder einfach Sachen, die das Kindlein eh brauchen würde?
So wie das früher jeweils war.
Ein Paar Wanderschuhe, eine Winterjacke, einen Bürostuhl, ein Badetuch, ein Paar Finken, einen Rucksack.
Macht man den Kids einen dieser tollen Vorschläge, dann verdrehen sie meist die Augen und sagen dann: „Mama, ein paar Finken?
Zum Geebuuurtstag?
Ehm. Also nein.
Dann doch lieber eine Schachtel LEGO.“

Einen Gutschein? Von iTunes, für den Zoo, von der MIGROS oder für den Aquapark?
Für grössere Kids sicher eine gute Möglichkeit, für kleinere immer ein bisschen doof, weil das halt keine Geschenke sind, die man so richtig toll auspacken kann und sie dann zuerst noch eingelöst werden müssen.

Noch schwieriger wird es, wenn die Kids wirklich noch ganz klein, also im Baby- und Kleinkind Alter sind.
Was schenkt man einem so kleinen Knirps, der noch nicht mal selber das Geschenkpapier aufreissen kann?

Ein Bilderbuch, welches man noch 3 Jahre im Schrank verstecken muss, weil das Kind noch zu klein dafür ist?

Ein haariges Spielpony?

Ein Buch aus Plastik, zum drauf herum beissen?
Auch nicht gerade der Brüller.

Lärmende, blinkende Autos, die erst Ruhe geben, wenn die Batterie leer ist?

Tiere die laut Musik machen und auch erst Ruhe geben, wenn die Batterie leer ist?

Elektrische Xylophons?

Kleine Plastik-Bohrmaschinen mit echten Bohrgeräuschen, damit man auch garantiert Krach mit den Eltern bekommt?

Silberbesteck oder Zinnbecher?
Wer braucht heute noch Silberbesteck oder Zinnbecher?

Kleider?
(davon hat das arme Kind meistens eh schon viel zu viel)

Plüschtiere?
(von denen auch)

Pädagogische Holzspielzeuge?

Eisenbahnen, Feuerwehrautos?

Oder einfach nur eine Karton-Schachtel mit Geschenkpapier einpacken?
(Weil kleine Kinder an der Verpackung manchmal ja fast am meisten Freude haben).

Vielleicht könnte man den Spiess ja einfach mal umdrehen und nicht dem Baby oder dem ganz kleinen Menschen etwas schenken, sondern der Mama:

Einen Kosmetik- oder Friseurgutschein zum Beispiel.
Eine Massage, ein Duftöl, einen halben Tag Hütedienst (oder einen ganzen), einen Restaurantgutschein, eine ruhige Nacht in einer Berghütte oder einen Gutschein fürs Kuchen backen oder einen fürs Organisieren des Kindergeburtstags.

Wenn die Kinder grösser sind, wünschen sie sich oft Geld

Das ist einerseits sehr praktisch, denn damit ist man fein raus und die Kids können sich ihre Wünsche dann selber erfüllen, wann, wie und wo sie wollen.
Andererseits empfinden das viele auch als etwas unpersönlich. Man möchte nicht einfach nur Geld geben und der „Zauber des Schenkens“ geht etwas verloren und es gibt dann halt für die Kids auch nichts so „richtiges“ zum Auspacken.
Deshalb finde ich es wichtig, dass man Geldgeschenke vorher zusammen bespricht. Es gibt nämlich durchaus verschiedene Alternativen:

Zum Beispiel einen Geldbetrag an ein grösseres Geschenk geben.

Das Geld schenken, aber dann zusammen mit dem Kind auf Shoppingtour gehen.

Dem Kind ein Sparschweinchen schenken und es dann jedes Jahr zu Weihnachten oder zum Geburtstag wieder neu mit Geld füttern.

Nach der Geburt ein Sparkonto eröffnen und wer mag, der kann/darf jedes Jahr einen Batzen auf das Konto einzahlen. Das Kind darf dann ab dem 18. Altersjahr selber über dieses „gesammelte“ Geld verfügen.

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Dieser Post ist eine bezahlte Zusammenarbeit mit MoneyFit von PostFinance und ist ein Teil der Serie „Umgang mit Geld.“

Die weiteren Beiträge aus dieser Serie sind:

„Waas? Ich muss euch etwas von meinem Lehrlingslohn abgeben?“

Ein Ferienjob muss her!

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 „Was kostet eigentlich?..“ – Mit Kindern über Geld reden

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