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Bloggen ist cool. Und trendy. Mittlerweile gibt es kaum einen Promi, der nicht einen Lifestyle-, Beauty-, Fashion-, Sport-, Reise- oder Foodblog besitzt. Und kaum ist das erste Baby auf der Welt gibt’s etwas weniger Style, dafür mehr über Babybrei, schlaflose Nächte und Kinderpartys. Aber nicht nur in der Promi-Welt ist bloggen über Schwangerschaft, Babys, Kleinkinder und Erziehung hoch im Kurs. Ganz allgemein hat man so ein bisschen das Gefühl, dass Mama- und Family Blogs wie Pilze aus dem virtuellen Boden spriessen. Frauen erzählen in den kleinsten Details über ihre Schwangerschaftsgebrechen, posten ihre Bäuche, erläutern ihre Geburtsschmerzen, zeigen Bilder aus dem…

Wer in ein Restaurant geht, im Zug sitzt, zu Besuch geht, mit anderen Worten: Wer sich im Real Life bewegt, der weiss, an welche Regeln er sich halten soll: Dass man den nassen Hund nicht auf den Sitz legt, nicht an die Scheiben spuckt, dass man die Gastgeber grüsst, nicht Anderen ins Wort fällt, keine Beleidigungen und Schimpfwörter sagt, die dreckigen Stiefel draussen lässt, nicht mit dem Wein gurgelt, solche Sachen halt. Man weiss das, weil es immer schon so war, weil man es schon von klein auf gelernt hat, weil es sich so gehört, weil wir ja alle anständig…

Hmm. Wenn man bloggt, so wie ich, dann denkt man manchmal so: „Soll ich das jetzt so schreiben oder kommt das vielleicht arrogant rüber, eingebildet, total daneben. Klingt das aufgesetzt, vielleicht doch zu zynisch, ist das lustig, interessant, können sich die Leute damit identifizieren? Sollen sie das überhaupt?“ Mögt ihr das, was ich da schreibe überhaupt oder möchtet ihr lieber Testergebnisse zu pädagogisch wertvollem Spielzeug bekommen? Soll ich euch meine Waschküche zeigen? Wollt ihr meine biologischen Waschnüsse sehen (*ichhabgarkeine), wollt ihr aufwändige Rezepte lesen oder soll ich euch doch lieber die neue Sicherheitskampagne des Bundesamtes für Verkehr vorstellen? Wie pädagogisch…

Wer Sachen ins Internet schreibt, so wie ich, der steht immer wieder vor der Frage: Mögen das die Leute? Treff ich mit dem Artikel den Nerv meiner Leserinnen und Leser? Regt es zum Nachdenken an, finden sie es lustig, erkennen sie sich in meiner Geschichte wieder? Oder ist es zu banal, zu langweilig, zu pädagogisch, zu besserwisserisch oder ganz einfach zu fad? Ich würde lügen, wenn ich mir das nicht auch ab und zu überlegen würde, denn wer bloggt, also Sachen in sein „Internet-Tagebuch“, sprich Blog, schreibt, der ist auch ein bisschen, wie sag ich dem? Selbstverliebt, Aufmerksamkeitsgeil? Ich…

Eltern und Familien: Eine tolle Zielgruppe. Die geben oft viel Kohle aus für sich, ihr Wohlbefinden und ihre Sprösslinge und sind deshalb für viele Grosskonzerne ein gefundenes Fressen. Doch wie um Himmelswillen bindet man diese Eltern und Familien an die eigene Marke ans eigene Unternehmen? Nichts leichter als das: Man gründet einen Club, eine Gruppe, eine Page, eine „Was-auch-immer-aber-diese-Eltern-sollen-verdammt-nochmal-beitreten“ Community. Und damit die das tun, braucht es einen Lockvogel, irgend etwas, das Eltern unbedingt haben wollen, brauchen und ganz verrückt danach sind. Schlaue Marketingmenschen kommen dann auf tolle Ideen wie: „Gefällt mir klicken und ein Jahr lang, gratis Windeln erhalten.“…