10 Tipps um Kinderzeichnungen aufzubewahren

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Immer am letzten Tag vor den Sommerferien, ist es wieder so weit:
Tausende von Schulkindern schleppen in ihren Rucksäcken, Schultornistern und Plastiktaschen das Schulmaterial des ganzen Schuljahres nach Hause. Den meisten Eltern wird jetzt schon wieder Angst und Bange:
Da werden wieder zehn Klarsichtmäppli mit Notizen, halbfertigen Zeichnungen, Prüfungsblätter, halb ausgemalte Ritterburgen, Mandalas, Schulreise-Zettel, Velo-Verkehrssicherheits-Broschüren, Faltblätter vom Besuch der Kläranlage, Singhefte und Selbstbeurteilungsbogen zum Vorschein kommen.
Dazu drei Mappen voller Zeichnungen im XXL-Format, A3 oder noch grösser.
Genau die Dinger, die man unmöglich irgendwo aufhängen kann, weil man gar nicht so viele Wände hat.

Ausserdem ganz viele Bilder mit Wasserfarbtupfer einmal in grün, einmal in blau, einmal in rot.
Blätter mit Neocolor Sternen, Elefanten und Zebras, Selbstportraits (bei denen man dann immer irgendwie versucht, total in Verzückung zu geraten, obwohl es auch gut das Nachbarsmädchen sein könnte…)
Dazu kommen unzählige Bilder mit Mustern, also mit Kreisen und Dreiecken und mit Blumen.
Üüüüberall sind Blumen…


Klar sie sind ja schon schön und herzig, aber wenn sie dann alle so auf dem Wohnzimmerboden liegen denkt man sich:

«Wo um Himmels willen soll ich mit den vielen Kinderzeichnungen bloss hin?»

Und da sind dann auch noch die vielen Bastelarbeiten.

  • Sieben Segelflieger aus Recyclingpapier
  • Gehäkelte Untersätzchen, Hasen und Schlangen
  • Bretter mit Nägeln («Da bin ich noch nicht ganz fertig, das muss ich dann noch fertig machen.»)
  • Eulen aus Tannenzapfen
  • Vogelhäuschen
  • Experimentierkästen
  • Korkzapfen-Tiere
  • Marienkäfer aus Steinen
  • Gestrickte Fliegenpilze
  • Schweinchen aus Joghurtbechern

Und nachdem auch diese wunderbaren Schätze von den Kindern, zwecks Vorführung, auf dem Wohnzimmerboden ausgeleert wurden, kommt noch die Krönung:

Die Bastelresten

Urgs.
«Wir durften das noch mit nach Hause nehmen. Die Lehrerin brauchte es nicht mehr.»

Sehr clever von der Lehrerin, wirklich.
Denn was die Kids nach Hause schleppen und den Eltern auf den Wohnzimmerteppich leeren, müssen sie selber nicht entsorgen…
Das sind dann die total zerknüllten, verknoteten Wollknäuel, 1 Zentimeter grosse Filzresten, schräg abgesägte Holzbretter, Styroporkugeln, Verpackungsmaterial, Holzspäne («Die lagen einfach so am Boden rum, die durften wir mitnehmen»), farbige Perlen, leere Schachteln.
Sprich:
Einfach genau die Dinge, von denen wir schon drei Bastelkisten voll haben.

Und dann sitzt Mutti wieder leicht mürrisch, vor den riesigen Haufen Schulzeugs, denkt sich wie jedes Jahr: «Könnten die nicht vorher schon in der Schule etwas ausmisten?», sortiert dann mit Fingerspitzengefühl und versucht drei Haufen zu bilden:

Haufen 1

Weg, aber subito!

Haufen 2

Im Keller aufbewahren
(Schmeissen wir später weg, wenn die Kids vergessen haben, dass es das noch gibt…)

Haufen 3

Behalten und überlegen, wie und wo man die Sachen aufstellen oder aufbewahren kann.

Aufbewahrungs-Tipps für Gebasteltes

  • Ein Regal leer räumen und einige Sachen dort aufstellen. Ist das Regal voll, oder kommt ein neues Lieblingsstück dazu, muss ein altes weichen.
  • Mehrere Bastelarbeiten an einen Zweig hängen und mit farbigen Bändern verzieren.
  • Eine Bastel-Aufbewahrungskiste machen. Die schönsten Sachen dort versorgen und jedes Jahr, wenn neue Dinge dazu kommen, alte ausmisten und wegwerfen. So bleibt es bei einer Kiste und einigermassen übersichtlich.

Achtung! Man muss als Eltern jeweils gut argumentieren, sonst wird das nämlich nix mit nur EINEM Regal und mit nur EINER Kiste.
Die Kinder sind nämlich recht erfinderisch und haben immer sehr tolle Ideen, warum man ALLE diese Kunstwerke tatsächlich im Haus braucht.
«DAS könnten wir doch im Badezimmer aufhängen und DAS auf dem Sideboard so ein bisschen lustig hinlegen.»
«Mama, DAS könntest du doch neben dein Bett legen und DAS aufs Fensterbrett. Wir haben ja ganz viele Fensterbretter, auf die man etwas drauf stellen kann….»

Und aufpassen muss man natürlich dann auch ein bisschen, damit man die Meisterwerke und die Kinder nicht beleidigt.
«Das Schweinchen, doch doch ist ganz lustig geworden. Wirklich toll. Es kann halt nicht so gut stehen und das Ohr ist abgefallen. Wir legen es am besten Mal in diese Schachtel und bringen es mal ein bisschen in den Keller und stellen es dann auf, wenn es wieder ganz ist…»

Aufbewahrungs-Tipps für Kinderzeichnungen

1. Kinderzeichnungen zu Büchern binden

Schöne Kinderzeichnungen lassen sich prima zu schönen Büchern binden. Entweder man macht das selber oder man lässt es z.B in einem Copyshop machen.

2. Kinderzeichnungen in Klarsichtmäppchen legen und aufhängen

Mit einem Locher, Löcher ins Klarsichtmäppchen machen (oder gleich solche mit Löchern kaufen).
Danach mit Büroklammern, immer ein Klarsichtmäppchen mit dem nächsten verbinden.
Voilà.
Die Kinderzeichnungen können so ganz easy und schnell ausgetauscht werden.

3. Grosse, bunte Holzklammern aufhängen

Die Zeichnungen dann direkt in die Klammer stecken.

 

4. Grusskarten erstellen

Zeichnungen auseinander schneiden, einzelne Teile auf kleine Karten kleben und mit Stickern oder Washi-Tape verzieren.

5. Kinderzeichungen an «Wäscheleinen» aufhängen

6. Kinderzeichnungen als Geschenkpapier benutzen

Ihr könnt die ganze Zeichnung nehmen, oder einen Teil davon ausschneiden und z.B auf Packpapier kleben und die Geschenke damit einpacken.

7. Zeichnungen laminieren und als Tischset benutzen

Auch ideal als kleines Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk für Grosseltern oder Patentanten.

8. Kinderzeichnungen an Kleiderbügel klemmen

Am besten nehmt ihr dazu diese Holzkleiderbügel, die eigentlich dafür gemacht sind, Jupes oder Hosen aufzhängen. Ganz günstige gibt’s z.B bei unserem Lieblingsschweden. ;-)

8. Kinderzeichnungen digitalisieren

Einfach einscannen oder ein Foto machen und in einem Fotoordner speichern.
Wer Zeit und Lust hat, kann aus den vielen, unterschiedlichen Zeichnungen ein Fotobuch erstellen und es den Kindern dann zum Beispiel zum 16. Geburtstag schenken.
Es gibt auch tolle Apps, die einem die Ordnung ins Foto und Bilderchaos bringen.

Mit der keepy kann man die Bilder via App, abfotografieren, beschriften und direkt in der App verwalten.
Gibt’s auch für Android

10. Die ganze Verwandtschaft einladen :-)

Nur für den Fall, dass euch das alles viiiiel zu anstrengend ist und ihr ganz schnell, ganz viele Zeichnungen los werden möchtet.
Denkt daran, den Kindern vorher gut einzuschärfen, dass sie JEDEM Gast MINDESTENS 4 Zeichnungen schenken, dabei ganz grosse Kulleraugen machen und laut sagen sollen:
«Die habe ich EXTRA für dich gemacht. Die musst du alle mit nach Hause nehmen.»

 

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