Ständig, immer, dauernd

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ständigimmer_300x200„Stääändig streiten die Zwei zusammen.“
„Iiiimmer lässt er seine Sachen liegen.“
„Den gaaanzen Tag motzt er nur rum.“
„Von mooorgens bis abends, ein Gebrüll.“
„Nooonstop haut er den kleinen Bruder.“
„Daaaauernd muss ich schauen, dass er keinen Mist macht.“

 

 

 
So ist das oft in unserem Kopf drin, wenn wir am Abend den Tag Revue passieren lassen. Oder wenn wir uns mit Freundinnen unterhalten oder unsere Kindererziehungsalltagssorgen auf Facebook posten.
Wirklich. Es ist ja auch oft mega anstrengend. Eine Endlosschlaufe. Man hat schnell man das Gefühl, dass man IMMER und STÄNDIG das Gleiche tut und sagt. Manchmal guckt man auch etwas neidisch und niedergeschlagen in den Erziehungs-Garten der Nachbarin oder der Freundin und denkt: „Mann, warum ist es bloss nur mit meinen Kindern so dermassen anstrengend? Was um Himmelswillen mach ich denn falsch?“
Und dem Nachbars-Mami und der Freundin geht’s genau gleich. Weil sie auch das Gefühl hat, dass sie IMMER und STÄNDIG die gleichen Dinge sagen muss und dass das nur bei ihren Kindern so ist.

Aber wisst ihr was? Es passiert meistens gar nicht so oft, wie wir das Gefühl haben. Herausfinden kann man das nur, wenn man diese „ständig“ und „immer“ Situationen einmal zählt. Ja so richtig: 1,2,3, mässig zählen und aufschreiben oder einfach einen Strich auf ein Blatt machen. Dann könnt ihr nämlich am Abend einmal überprüfen, ob das „ständig“ und „immer“ wirklich den Namen auch verdient hat. Es ist sehr gut möglich, dass ihr dann tatsächlich viel weniger Situationen gezählt habt, als ihr das Gefühl hattet. Und das relativiert dann ganz vieles wieder. Man merkt dann schnell: „Moment, das ist jetzt am heutigen Tag, also in den 10 Stunden, 5 Mal passiert. Liegt eigentlich für einen 4-Jährigen durchaus drin. Und dann könnt ihr euch zurücklehnen und denken: Hey, war doch eigentlich ein ganz guter Tag!