Durchsuche: Jugendliche

Ein T-Shirt mit einem sehr, sehr hässlichen Totenkopf drauf. Ein doofes Einhorn Magazin, das fast 7 Stutz kostet. Ein Glitzerpony mit blauem Schweif. Ein schrottiges Feuerwehrauto, welches gaaaanz laut „Tatüüütataaaa“ macht. Schwarzer Nagellack. Eine Flasche Eistee, die etwa 12 Würfelzucker drin hat. Wenn die Kinderlein diese, oder vergleichbar ähnliche Dinge, bei euch in den Einkaufswagen legen ist der Zoff vorprogrammiert, Das Elternherz schreit: „Neeein! Um Himmelswillen! Nicht schon wieder so einen Blödsinn? Geldverschwendung! Totaaal ungesund! Kinderverblödung! So etwas kaufe ich nicht!“ Und während dem wir den Kopf schütteln, tieeeef Luft holen und zur Predigt „Warum-wir-solche-Sachen-doof-finden-und-sicherlich-nicht-bezahlen-werden“ ansetzen, sagen die Kinder nur:…

Geld haben, sich etwas leisten können, sich vielleicht auch mal etwas „Unvernünftiges“ kaufen, ohne dass die Eltern ständig die Augen verdrehen oder einen nervigen Spruch hervorkramen – das wär’s! Und genau das wünschen sich viele Kinder und Jugendliche. Also gibt es nur eins: Ein Ferienjob muss her! Wenn die Kids mit dieser Idee zu einem kommen, sind wir Eltern meistens Feuer und Flamme und zeigen das zum Beispiel mit diesen lustigen Sätzen: „Ein bisschen Arbeit hat noch nie jemandem geschadet“ „Dann lernst du schon ein bisschen den Ernst des Lebens kennen.“ „Super, dann liegst du nicht die ganzen Ferien faul…

Bloggen ist cool. Und trendy. Mittlerweile gibt es kaum einen Promi, der nicht einen Lifestyle-, Beauty-, Fashion-, Sport-, Reise- oder Foodblog besitzt. Und kaum ist das erste Baby auf der Welt gibt’s etwas weniger Style, dafür mehr über Babybrei, schlaflose Nächte und Kinderpartys. Aber nicht nur in der Promi-Welt ist bloggen über Schwangerschaft, Babys, Kleinkinder und Erziehung hoch im Kurs. Ganz allgemein hat man so ein bisschen das Gefühl, dass Mama- und Family Blogs wie Pilze aus dem virtuellen Boden spriessen. Frauen erzählen in den kleinsten Details über ihre Schwangerschaftsgebrechen, posten ihre Bäuche, erläutern ihre Geburtsschmerzen, zeigen Bilder aus dem…

Kaum jemand kann sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn man als Eltern die Diagnose bekommt: „Ihr Kind hat Krebs“. Von einer Sekunde auf die nächste, wird das ganze Leben auf den Kopf gestellt, ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die Diagnose und die Behandlung einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter sind eine belastende Erfahrung für alle Betroffenen. Monatelang bewegen sich die betroffenen Kinder und Jugendlichen zwischen ihrem Zuhause und dem Spital. Für die Eltern sind die Belastungen nicht nur psychisch eine grosse Herausforderung, sondern oft auch finanziell.  Elternorganisationen und Stiftungen setzen sich deshalb für die Unterstützung von Familien ein,…

Neulich irgendwo an einem Küchentisch: „Mein Kollege hat grad seine Lehre angefangen und der verdient im Fall mehr als 700 Stutz im Monat. Sein eigenes Geld. Der kann jetzt machen was er will. Oh ich freu mich sooo, wenn ich dann in zwei Jahren auch endlich so viel Kohle bekomme. Dann kann ich mir alles kaufen was ich will.“ Euphorisch wedelt der Teenager mit seinen Händen, ist ganz aus dem Häuschen und die Äuglein strahlen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Mutti das Wort übernimmt und zu einer kleinen Predigt ansetzt: „Du also, so läuft dann das nicht. Du kannst…

Manchmal wärs schon toll, wenn man so ein kleines „Tarn-Mäntelchen“ hätte. So ein kleines, schwarzes, unscheinbares. Das könnte man dann einfach über alles drüber werfen, was grad nervt: Über motzende, laute, ausfallende, augenrollende Teenies. Über besserwissende Supermuttis auf dem Spielplatz oder im Babyschwimmen. Über Wäscheberge, die seit Tagen rumliegen und man schon längst bügeln sollte. Über unaufgeräumte Kellerregale. Über den amerikanischen Präsidenten. Über den unausgeräumten Geschirrspüler. Über die grauen Haare auf dem Kopf. Und vor allem über: Unaufgeräumte, sehr chaotische Kinder- und Teeniezimmer. Ich glaube so ein Mantel, der ein ganzes Kinderzimmer Chaos im Schwuppdiwupp-Modus in eine aufgeräumte Bude verwandeln…

Es fäng in dem Moment an, in dem unsere Kinder geboren werden: Das Loslassen Jeden Tag entdecken sie Welt ein Stückchen mehr, Lernen Neues, Wachsen und entwickeln sie sich weiter. Am Anfang sind diese Schritte noch klein, es geht langsam voran und wir sind oft ganz ungeduldig. Es kann uns manchmal nicht genug schnell gehen. Wir möchten doch auch, dass unser Kindlein genau die Dinge schon kann, die man täglich von anderen in den Facebook-Mama-Gruppen liest oder von Müttern auf dem Spielplatz hört. Wann endlich können sie den Kopf heben, sich drehen, das erste Wort brabbeln, sitzen, sich fortbewegen, durchschlafen?…

Wenn man schon ein paar Jahre Kinder hat, dann ist man der festen Überzeugung: „Mich kann nix mehr erschüttern, ich bin mit allen Wassern gewaschen und mich kann nichts mehr aus der Bahn werfen.“ So vieles hat man erlebt und durchgemacht. Den Fliegergriff kann man heute noch auswendig, den Sekundenschlaf, in den man während dem Bilderbuch erzählen manchmal gefallen ist, vergisst man nie. Man hat Tee gekocht, Kinder gepflegt, hat sich an mitleidige Blicke von fremden Leuten gewöhnt, weil sich das Kindlein mal wieder irgendwo die Seele aus dem Leib gebrüllt hat. Man hat hundert Mal die gleichen Sachen erklärt,…