Mit diesen Plänen wird das Leben als Eltern ganz wunderbar einfach

0

Hach ja.
Das Leben mit Kinder, ist ein lustiges Leben.
Und sehr planbar.
Doch, doch.
Man kann super Pläne machen, sich vorstellen, wie es denn sein wird und dann:

Dann wird alles ganz, ganz anders

Ok. Das haben glaub noch nicht ganz alle gecheckt.
Wahrscheinlich die, die keine Kinder haben. Diejenigen, die schon erwachsene Kinder haben und sich einfach nicht mehr erinnern oder diejenigen, die einfach ein bisschen einen an der Waffel haben. Excusé pour l’éxpression. ein bisschen durcheinander sind.
Der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, hat nämlich DIESE lustige Empfehlung in die Welt gesetzt:
„Die Arbeitgeber empfehlen, dass die Eltern potenziell auftretende Betreuungsfälle wie ein krankes Kind im Voraus planen und generell organisieren.“

Hoppla.
Das heisst:
Alle Eltern sollen die Hustenanfälle, „Schnuddernasen“, Magen-Darm-Experimente, die Windpocken, Hand-Fuss-und-sowieso-Krankheiten ihres Nachwuches, fein säuberlich planen.
Am besten grad fürs ganze Jahr.
Das würde dann etwa so aussehen:

Am 12. Februar: Max, Scharlach
Am 21. März: Sophie, Grippe mit Schnupfen und bösem Erkältungshusten
Am 3.   Mai: Finn, Durchfall
Am 1. Juli:  Sophie, Windpocken
Ach nee. Geht ja nicht. Dann beginnen ja die Sommerferien. Dann verschieben wir das auf den 13. August.

Und wenn wir dann schon beim Planen sind, könnten wir dann auch noch gleich ein paar andere Sachen in unseren „So-wird-das-Leben-als-Eltern-ganz-ganz-einfach“ Plan mit aufnehmen.

Das Kindlein soll schlafen, einfach nur schlafen – tiiiief und fest und lange
Und zwar vom 12. Lebenstag, bis zu seinem Eintritt in die Pubertät. Es soll brav in seinem Bettchen bleiben und mindestens 8 Stunden ohne Unterbruch schlafen.
(In der Pubertät klappt das dann eh von selber…)
Und bitte: Nur dann schlafen, wenn es grad günstig ist. Einschlafen im Auto, nach 16 Uhr gehört nicht zum Plan.

Das Kindlein soll deinen aufwändig produzierten und mit viel Liebe gebackenen Geburtstagkuchen lieben und ehren
Nicht einfach nur am Kuchen schnuppern, die Nase rümpfen und sagen: „Hab ich nicht gern“ und stattdessen die Smarties vom Tisch mampfen.

Das Kindlein soll das aufwändig und mit viel Liebe eingepackte Geschenk von Oma und Opa lieben und ehren
Nicht einfach das Papier aufreissen, das Geschenk 1 Sekunde anschauen und sich dann viel mehr über das Einpackpapier freuen, als über das Geschenk.

Das Kindlein soll immer nur dann Hunger haben, wenn Essenszeit ist
Nicht immer dann, wenn man grad auf die Autobahn gefahren, in den Supermarkt rein geht, der Schwimmunterricht gerade angefangen hat.

Das Kindlein soll immer nur im Wald, wenn niemand (oder nur ein Waldkauz) zuschaut, einen Trotzanfall haben
Nicht im Supermarkt, beim Schwimmbadkiosk, vor dem Weihnachtsbaum und der versammelten Verwandtschaft, nicht im Muki-Turnen, am Fasnachtsumzug, nicht an der Kindergartenvorführung und auch nicht im Wartezimmer des Kinderarztes.

Das Kindlein soll gutgelaunt immer alles Essen probieren. Vor allem wenn man zu Besuch ist.
Kein: „Wääähh. Das sieht aus wie Schnodder. Das ess ich nicht. Ich will lieber Apfelkuchen. Ich habe keinen Hunger.

Das Kindlein soll, wenn es zum Teenie wird, immer fröhliche aufgestellte Antworten geben
Sogar wenn man nervige Fragen stellt wie:
„Hast du dein Zimmer aufgeräumt?“
„Mit dieser Hose willst du doch nicht in die Schule?“
„Hast du keine Hausaufgaben?“
„Wie war’s in der Schule?“

„Kannst du nicht mal normal antworten?“
„Musst du immer ins Handy glotzen?“

Und wenn das mit dem Plan doch nichts wird, dann ehm… esst ihr halt ein bisschen Schoggi.