Durchsuche: sauber

«Ein Luftreiniger? Wozu ist der denn gut? Bei mir im Haus ist es doch schön sauber und wenn es mal stinkt, dann mach ich einfach ein bisschen die Fenster auf.» Das hab ich mir auch gedacht, als ich vor ein paar Wochen eine nette Anfrage bekam, ob ich nicht mal gerne den Roger zu mir nach Hause holen möchte. Nicht den Federer, natürlich. Obwohl, den hätte ich natürlich auch genommen und ihn mal so ein bisschen ausgefragt. Wie lange er am Sonntag schlafen kann, worüber seine Kinderlein am Meisten streiten, ob sein Wohnzimmer auch manchmal so aussieht: Also wie gesagt.…

Manchmal wärs schon toll, wenn man so ein kleines „Tarn-Mäntelchen“ hätte. So ein kleines, schwarzes, unscheinbares. Das könnte man dann einfach über alles drüber werfen, was grad nervt: Über motzende, laute, ausfallende, augenrollende Teenies. Über besserwissende Supermuttis auf dem Spielplatz oder im Babyschwimmen. Über Wäscheberge, die seit Tagen rumliegen und man schon längst bügeln sollte. Über unaufgeräumte Kellerregale. Über den amerikanischen Präsidenten. Über den unausgeräumten Geschirrspüler. Über die grauen Haare auf dem Kopf. Und vor allem über: Unaufgeräumte, sehr chaotische Kinder- und Teeniezimmer. Ich glaube so ein Mantel, der ein ganzes Kinderzimmer Chaos im Schwuppdiwupp-Modus in eine aufgeräumte Bude verwandeln…

In der Welt der Familienwerbung geht es zuweilen wirklich äusserst authentisch zu und her. Ihr kennt sie, diese Werbungen. Die so nerven.
Da ist zum Beispiel die Frau im Business-Kostüm und dem Smartphone am Ohr, die ein Kind auf dem Arm trägt und dazu eine Einkaufstüte gekonnt an zwei Fingern balanciert. Dazu die Frisur wie aus „Die Märchenhochzeit“, sexy High Heels, hübsches Make Up.