Schrecklich schöne Jugend-Erinnerungen…

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Ach ja.
Früher konnte man im Zug noch Leute kennen lernen, musste unterwegs immer mal wieder jemandem den Weg erklären und wurde so, in lustige Gespräche verwickelt. Man war gezwungen klare Termine abzumachen und pünktlich zu erscheinen.
Da war noch nix mit:

«Ehm, schauen wir mal, wir können ja noch schreiben. Ich weiss noch nicht genau, vielleicht. Ich meld’ mich dann noch bei dir, wir können ja spontan entscheiden.»

Immer wieder schwärme ich ja meinen Teenies vor, wie toll früher doch alles war. Singe Madonna und Nena Songs und zeige ihnen meine alten Lieblingsfilme, wie Dirty Dancing oder Bodyguard.
Letzthin habe ich ihnen, mutig wie ich bin, sogar ein Foto von mir in meinem neongelben Ski-Overall mit schwarzen Sternen gezeigt…
Ja, ja – früher. Da hingen wir noch nicht ständig an irgendwelchen Smartphones und posteten unwichtige Dinge auf Facebook, Snapchat oder WhatsApp.
Wir konnten unsere Stars nicht auf Twitter stalken, sondern mussten noch per Brief nach Autogrammkarten anfragen.

Statt Instagram gab’s Poster

Erinnert ihr euch noch?
An diese grossen Dinger aus Papier?
Die wir dann in den 80er und 90er Jahren in unseren Teenie Zimmer aufgehängt haben und auf die wir ganz fürchterlich stolz waren?
Praktisch jeder hatte so ein Kunstwerk zu Hause, die Meisten sogar mehrere.

Doch irgendwann wurden wir älter und so verschwanden auch die Poster. Der Hype war irgendwann mal vorbei.
Doch das Internet vergisst ja bekanntlich nichts.
Auch nicht unsere Jugendsünden.
Alle schrecklichen Frisuren- und Kleider-Apokalypsen aus den 80-er und 90-er Jahren sind irgendwo im Netz abrufbar. Alle Modeausrutscher und alle Gadgets, auf die wir als Teenies so stolz waren, findet man irgendwo in der grossen weiten Online Welt wieder.
Und so bin ich vor einiger Zeit auch über eben diese (schrecklich) schönen Poster gestolpert.

Über die pastellfarbenen Einhörner, die kitschigen Sonnenuntergänge, die neonfarbigen Surfbretter, die Sportwagen, die sich küssenden Traumpaare vor Wasserfällen und die Pferde in allen Variationen.
Und alle Bilder sind natürlich im total trendigen Paintbrush-Style gehalten.
Damals DER Hit schlechthin.
Heute unvorstellbar, einfach schrecklich, Geschmacksverirrung par excellence.

JA, ich gestehe. Meine Postervergangenheit, die war ziemlich sonderbar. Deshalb hab ich sie wohl auch verdrängt, bis ich eben vor einiger Zeit über meine Lieblingsposter von damals gestolpert bin.

Der fast nackte Mann mit dem Baby

Hand aufs Herz?
Welches Teenie Girl hat nicht von einem solchen Kerl geträumt?
Ein Muskelprotz mit süssem Baby auf dem Arm. Ein starker Mann mit einer weichen Seite, der sich rührend um seinen Nachwuchs kümmert.

Hach, wie schöööön! Jöööööööhhhh.

Der Typ hing jahrelang in meinem Mädchenzimmer. Und als Postkarte hatte ich ihn auch noch. Und die hab ich mir dann auch noch auf ein T-Shirt drucken lassen…
(Und nein, meinen Teenie-Girls hab ich das noch nicht erzählt…)

Die verrückte Erdbeere in Pink

Quelle: vorgestern.com

Wer so wie ich das Glück hatte, seine Jugend in den lustigen 80-er/90-er Jahren zu verbringen, der weiss:
Es ging nichts über NEON.

Neon war unsere Droge

Von den Stulpen, über die Schuhbändel, bis hin zum Ski-Overall oder den Pulswärmern und eben auch den Postern:
Die Farben mussten knallen.
Und so fand diese bunte Erdbeere den Weg an meine Zimmerwand.

Der Wahnsinns-Hamburger

Dieses Bild hab ich auch sehr verdrängt…

Damals war Fast-Food irgendwie noch cool, auch auf Postern. Und deshalb hing der Monster-Burger direkt neben meiner überdimensionalen Stereoanlage mit Plattenspieler.

Warum?
Ich habe keeeeine Ahnung….

Vage erinnere ich mich auch daran, dass ich auch mit diesem Jahrhundertwerk geliebäugelt habe:

Mann in hässlicher Jeansjacke, schmiegt sich an halbnackte Frau mit Wuschelfrisur

Ich glaube der strenge Blick meiner Mom und die ewigen Diskussionen wegen dem «True Blue» Madonna Poster («Das sieht ja furchtbar aus, zu sexy, und dann dieser merkwürdige Hals und warum trägt sie die Jacke so komisch?»), haben mich dann vom Kauf dieser Romantik-Bombe abgehalten…

Und wenn man dann irgend einmal bei seinem Schulschatz zu Hause im Zimmer gelandet ist, dann sah man bestimmt eines dieser Kunstwerke an der Wand hängen:

Heulender Wolf, der einen anderen Wolf (?) anheult


Das kann nur ein romantischer Typ sein, hat man sich damals jeweils gedacht.
Und weil neben dem heulenden Wolf, direkt auch noch ein Bon Jovi oder, ein Whitesnake und ein Def Leppard Poster hingen, war die Welt sowieso in Ordnung.

Einsamer Marlboro-Man mit Pferd

Was um Himmelswillen macht der Typ da? 
Warum kniet er da so unbequem?
Warum sieht man beim Pferd nur 3 Beine?

Fragen über Fragen…
Aber genau so ein Bild, hing bei Schulschatz Nummer 4 hinter dem Schreibtisch an der Wand…

Und die ganz harten Typen, die wussten ganz genau welche Register sie ziehen mussten. Es konnte nur etwas geben.
Haltet euch fest:

Der sehr hässliche Adler

Da musste man beim Küssen einfach die Augen schliessen…

Ihr habt noch nicht genug, wollt noch mehr in Erinnerungen schwelgen?

Voilà, klickt euch einfach hier mal durch die beiden Galerien von vorgestern.com

Galerie 1

Galerie 2

Ein Poster-Highlight jagt nämlich das nächste.
Ihr werdet bestimmt eure Favoriten von damals ebenfalls entdecken.
Und was ich ebenfalls sehr empfehlen kann:

Zeigt sie dann mal euren Kindern!… ;-)

 

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