Durchsuche: Tisch

Wenn man Eltern fragt, worüber sie sich am Meisten den Kopf zerbrechen, dann gibt es immer wieder die gleichen Antworten: Wann schläft mein Kindlein endlich durch? Warum muss ich immer wieder die gleiche, laaaangweilie Geschichte erzählen? Warum wird mein Baby immer genau dann wach, wenn ich vor meinem Teller sitze und essen will? Warum merkt mein Kind eigentlich immer, wenn ich heimlich Schokolade genascht habe? Warum haben wir damals nicht gleich zwei gleiche Plüschtiere gekauft? Warum kann ich eigentlich niemals alleine aufs Klo? UND: WAS UM HIMMELSWILLEN KOCHE ICH HEUTE? Gerade die letzte Frage, treibt die meisten Eltern an den…

Den Apfel nur ohne Schale, den Hot-Dog ohne Würstchen nur mit Ketchup, Gemüse sowieso keins oder wenn, dann nur Gurken, aber ohne Schale. Salat schon gar nicht, Teigwaren nur mit Maggi, Apfelmus nur aus der Dose, Tee würden sie schon nehmen, aber nur mit Zucker, bei Mango wird die Nase gerümpft, Brot ohne Rand und nur mit Nutella, Kartoffeln nur zermatscht und nur mit Mayo. Hallelujah! Es gibt Kinder, die würden an der Weltmeisterschaft im „heikel und schnädderfrässig sein“ regelmässig die Goldmedaille gewinnen. Nur warum ist das so? Gar nicht, zu wenig lange oder ZU lange gestillt, ist der Mond…

Also. Meine Kids mögen Reis irgendwie nicht so. (Milchreis einmal ausgenommen, aber das ist ja nicht so richtig Reis).
Ich kann den genau auf den Punkt kochen, *passiertseltenofthocketeran, mit Bouillonwürfel verfeinern, mein gutes Karma in ihn rein fliessen lassen. Egal wie ich’s anstelle: die mögen ihn einfach nicht wirklich.

Kinder haben nicht immer gleich viel Appetit und auch nicht immer nach demselben Nahrungsmittel Lust. Sie merken oft, ob sie jetzt mehr Gemüse, Fleisch oder Kohlenhydrate benötigen. Versucht einfach ihnen immer wieder etwas anzubieten. Kinder müssen Lebensmittel mindestens zehn bis fünfzehn Mal probieren, bis sie etwas Neues akzeptieren. Ihr könnt mit eurem Kind auch ein paar Abmachungen treffen. Zum Beispiel, dass es von allem ein kleines Stück probieren muss und dass es von den Teigwaren erst wieder etwas nachgeschöpft bekommt, wenn es das kleine Stück probiert hat. Beim Essen hilft es oft auch spielerisch damit umzugehen. Gemüse könnt ihr so…

„Wähh! Bähh! Gruusig!“ Da habt ihr euch extra auf dem Bio-Märit den frischesten Lauch, die besten Tomaten, die schönsten Zucchetti geholt, sie mit Liebe zubereitet um euren Kindern wieder Mal eine tolle Portion Vitamine zu verabreichen und nun das: Sarah zelebriert ganz laut und unmissverständlich, was sie von den Vitaminbomben hält: Nämlich gar nix. Anna machts etwas dezenter und lässt sie zufällig auf den Boden fallen: „Oh, die kann man nicht mehr essen…“Wenn ihr das Gemüse der Kinder nicht regelmässig selber essen wollt, dann versucht doch einmal aus einer Zucchetti, einer Tomate und einem Lauch einen Clownkopf auf den Teller…