Durchsuche: Kommunikation

Sie sind wie ein hartnäckiges, grausliges Geschwür. Sie fressen sich durch die Online Magazine und Zeitungen, durch die Facebook Gruppen und Blogs: DIE KOMMENTARE Nicht die reflektierten, sachlichen, respektvollen, manchmal auch kritischen Kommentare. Nicht die, die zum nachdenken, nachfragen, diskutieren anregen. Sondern die BÖSARTIGEN. Kommentare die verletzen, andere Menschen verhöhnen, anklagen, bedrohen, beschimpfen, die Lügen verbreiten, sich über Schicksale lustig machen, anderen den Tod oder eine Vergewaltigung wünschen. Diese Kommentare, die unsere ganze Online-Welt vergiften und dafür sorgen, dass man jeden Tag das Gefühl hat, ein Teil der Menschheit hätte komplett den Verstand verloren. Wo man sich fragt: „Wo genau leben diese Menschen? Woher…

Da ärgert man sich jeden Tag über herumliegende Socken, Sporttaschen, Jacken, Turnschuhe, Haarspangen, Schulbücher, Glacépapierchen, Schwimmsachen. Man ärgert sich, weil man es schon hundert Mal gepredigt hat und es dann doch nicht klappt und dann irgendwann fängt man damit an: Man räumt den Krempel halt selber weg. Weil man keinen Krach will, weils schneller geht, weil man doch nur ein bisschen Ordnung haben möchte. Und die Kinderlein denken sich: „Ach, praktisch. Ich lass mein Zeugs herum liegen, Mutti räumt ja dann alles weg. Ganz prima ist das.“ Und man ärgert sich dann noch mehr, über die Selbstverständlichkeit, die Faulheit und die…

„Blöde Kuh“ – „Hau ab, Dummkopf“ „Und verschwinde DU aus meinem Zimmer“ – „Deine Frisur sieht doof aus.“ „Und du hast wieder mal meine Haarbürste genommen.“ – „Stimmt ja überhaupt nicht, du findest sie einfach nicht, weil du so ein Chaos hast im Zimmer.“ „Dafür liegen bei dir noch dreckige Socken herum.“ – „Maamaaaa. Sie sagt, ich sei dreckig!“ „Maamaaaa. Stimmt ja gar nicht, ich habe gesagt die Socken seien dreckig, nicht sie.“ – „Du bist voll fies.“ „Und du bist dumm.“ – „Dumm sagt man nicht, sagt Mama. Man sagt: Das Verhalten ist dumm, nicht das Kind. Maaamaaa, sie…

„Ja tutu. Willst du ein Mämmäm. Oder ein butschibutschi? Komm wir holen den Tättää und dann gehen wir Nunu machen. Vorher bekommst du aber noch ein Jammijammi. Und dann fahren wir mit dem Brummbrumm zur Oma und schauen dort das Mimmi und vielleicht sehen wir ja auch noch den WauWau. Und zu Hause schauen wir dann noch das Buch mit der Muh und dem Grunzgrunz und am Abend machen wir noch Planschiplanschi und danach machst du Schnarchischnarchi.“ Wir kennen das alle. Kaum taucht ein kleines Kind im Blickfeld von Erwachsenen auf, hört man fast nur noch die: „Ätschibätschi-Lulibuli-Düdürüü und JaButzibutzi-Sprache“…

Was ist denn Ironie im Erziehungsalltag überhaupt? Nach dem zwölften Ermahnen doch bitte vorwärts zu machen, sagen: „Na du. Hast aber heute auch wieder einen Schnellzug gefressen, oder?“ Kurz bevor sich die zwei Kleinen im Kinderzimmer die Köpfe einschlagen, sagen: „Die Engel im Himmel sind nicht so friedlich wie ihr.“ Nach der x-ten Aufforderung die Hände zu waschen, sagen: „Dich könnte man zur Misswahl für „Die saubersten Hände dieses Planeten“ anmelden.“ Nach dem man versucht hat die Kinderzimmertüre aufzustossen, sagen: „Hoppla, dein Zimmer könnte man auch in der Zeitschrift „Schöner Wohnen“ abbilden.“ Die schnell hingeklatschte Überschrift im Geografie-Heft anschauen und…