Monatsarchive: September, 2017

Draussen wird es grau, nässer und kälter, die Motivation nach draussen zu gehen sinkt. Aber drinnen sind irgendwie auch alle Spiele schon gespielt, alle Burgen gebaut, die Kinder sind quengelig und gelangweilt. Am Liebsten würde man es ich ja an solchen Tagen gerne mit einer Decke, einem schönen Buch und einem heissen Kakao auf dem Sofa gemütlich machen und ein bisschen in der warmen Stube die Ruhe geniessen. Doch wer Kinder hat der weiss: Decke, gemütlich, lesen, Ruhe = Wunschdenken. Klappt nicht. Nö. Entweder gibt es Rambazamba im Kinderzimmer, mit Streit und Geschrei oder man hört mehrmals am Nachmittag: „Mamaaa,…

„Ich habe einfach keine Kleider!“ Der Teenie steht in seinem Zimmer, fuchtelt wild mit den Händen, die Stimme ist laut. Mutti steht kopfschüttelnd daneben und zeigt mit dem Finger auf die Kleiderhaufen, die wie grosse Maulwurfshügel, kreuz und quer im Zimmer liegen und zieht fragend die Augenbrauen nach oben. „Keeeine Kleider? Jetzt bist du aber ein bisschen übergeschnappt? Dein Zimmer besteht ja fast nur noch aus Kleidern! Und überhaupt könntest du auch wieder mal aufräumen und die dreckigen Sachen in den Wäschekorb legen. Und die Aufgaben? Hast du die Aufgaben gemacht? Und was macht dieser leere Joghurtbecher hier auf dem…

In jeder Familie gibt es so einige Mysterien: Der offene WC Deckel Die verschwundenen Ladekabel Das letzte Papierchen an der Klo-Rolle Das verschwundene Handtuch aus der Dusche Die verwurstelte und völlig zerdrückte Tube Mayonnaise im Kühlschrank Die ewig leere Powerbank, die man in irgend einem Rucksack findet. Das letzte Mini-Schlückchen Milch im Tetrapack. Und immer wieder stellt sich die Frage: „Wer was das?“ Als Antwort gibt’s höchstens ein Schulterzucken oder ein Fingerzeig auf die Schwester. „Es nervt! Immer ist irgendetwas leer, verschwunden, nicht an seinem Platz oder verloren!“, brüllt meistens der Erwachsene durchs Wohnzimmer. Helfen tut das natürlich genau nix…

Ja, hier auf dem Elternplanetchen geht es um Erziehungs-Tipps. Wie man den Alltag mit den lieben Kleinen und Grossen einigermassen ruhig gestalten kann. Wie man Trotzphasen übersteht, wie man es schafft, sich nicht ständig von motzenden und „mit den Augen rollenden“ Teenies provozieren zu lassen, wie man gelassen bleibt und den Humor nicht verliert. Wir alle geben unser Bestes, nehmen jeden Tag einen neuen Anlauf und in den meisten Fällen gelingt das auch ganz gut. Doch wer selber Kinder hat der weiss: Oft dreht man sich im Kreis und manchmal auch fast durch Da gibt es nur eins: Ein bisschen…

Ein T-Shirt mit einem sehr, sehr hässlichen Totenkopf drauf. Ein doofes Einhorn Magazin, das fast 7 Stutz kostet. Ein Glitzerpony mit blauem Schweif. Ein schrottiges Feuerwehrauto, welches gaaaanz laut „Tatüüütataaaa“ macht. Schwarzer Nagellack. Eine Flasche Eistee, die etwa 12 Würfelzucker drin hat. Wenn die Kinderlein diese, oder vergleichbar ähnliche Dinge, bei euch in den Einkaufswagen legen ist der Zoff vorprogrammiert, Das Elternherz schreit: „Neeein! Um Himmelswillen! Nicht schon wieder so einen Blödsinn? Geldverschwendung! Totaaal ungesund! Kinderverblödung! So etwas kaufe ich nicht!“ Und während dem wir den Kopf schütteln, tieeeef Luft holen und zur Predigt „Warum-wir-solche-Sachen-doof-finden-und-sicherlich-nicht-bezahlen-werden“ ansetzen, sagen die Kinder nur:…

Schlimmes hat sich in letzter Zeit im Land der Einhörner ereignet. So schlimm, dass ich hier meine Stimme erheben und euch darüber berichten muss. Lange Zeit lebten die wunderbaren Fabelwesen ganz ruhig und in Frieden in ihren Einhornwäldern, sammelten Glitzerstaub, pflegten ihre Mähnen und polierten ihre Zähne. Wenn man Glück hatte, dann sah man ganz selten eines dieser schönen Geschöpfe, in einem Traum, manchmal als Held auf einem Buchumschlag oder als Bild auf einer Tasse. Die Einhörner machten sich rar, denn sie wussten aus den Psychologie-Ratgebern: „Willst du gelten, mach dich selten“ Diesem Motto blieben sie treu, nichts und niemand…

„Oh, ein Zahn!“ Wenn man das erste Mal ein kleines weisses Etwas im Mund des Babys entdeckt, schlagen die Elternherzchen sofort höher. Weil: a.) Dieser Durchbruch meistens schwer und hart umkämpft, mit viel Schmerzen, Schreien und wenig Schlaf verbunden war. „Endlich, denkt man sich da!“, allerdings ohne wirklich zu wissen, dass es mit dem Geschrei noch lange nicht vorbei ist.. b.) Der Säugling einem plötzlich grad viel grösser erscheint und älter erscheint und man sich schon fast vorstellen kann, wie er schon bald bei einem am Tisch sitzt und Teigwaren mampft. Der erste Zahn ist wahrlich eine grosse Freude und…

Zugegeben – Ich gehöre eher zur Einkaufskategorie „Frau Sorglos“ und „Macht sich selten eine Einkaufsliste“ und „Streunt durch den Laden und kauft ohne grosses Konzept ein“. Vielleicht ist gerade das der Grund, warum ich soooo nicht gerne einkaufe, es so sehr hasse und immer versuche, mich vor dieser Aufgabe zu drücken… Aber ich bin einfach kein Planer, kann mir nicht am Montag schon überlegen, was ich denn am Donnerstag kochen will. Deshalb passiert es mir oft, dass Dinge im Einkaufswagen landen, die ich eigentlich gar nicht kaufen wollte oder die ich zu Hause schon längst doppelt und dreifach habe. Ihr seht:…