New York, New York

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Es gibt Städte, in die verliebt man sich einfach in Nullkommanix.
Einmal angekommen und schon spürt man dieses Kribbeln im Bauch. Man mag die Menschen, die Cafés, die Einkaufstrassen, die Bäume, die Parks, die Gerüche, der Lifestyle.
Muss man wieder weg, wird das Herz schwer und kaum ist man zu Hause angekommen hat man schon wieder Fernweh und denkt: Ich muss wieder dort hin.
Unbedingt.
Die erste Stadt in die ich mich so richtig verliebt habe war Sydney.
Die zweite war

NEW YORK.

Die Stadt die niemals schläft, so lebendig ist und unglaublich viele Facetten hat. Egal durch welchen Stadtteil ich schlendere: Ich fühl mich einfach wohl. Fast so ein bisschen wie zu Hause.
Und deshalb zieht es mich auch immer mal wieder dort hin.
Fleissige Elternplanet Leserinnen und Leser wissen, dass die Frau Elternplanet immer mal wieder ein bisschen auf Reisen ist.
Im April zum Beispiel jeweils in den USA.
Auch dieses Jahr waren wir wieder in Amerika unterwegs. Gestartet haben wir unseren USA Trip in? Na?
Genau, in:
NEW YORK.

Die Einreise

Ja, die fand ich bis jetzt immer grauenhaft. Total übermüdet (leider kann man auch im Jahr 2016 in der Economy Klasse immer noch nicht schlafen), in der Schlange stehen und warten, bis man in die Kamera glotzen und seine Fingerabdrücke abgeben darf.
Und wer auch schon in New York eingereist ist der weiss: Die Schlange kann lang sein.
Sehr, sehr lang.
Am Tollsten ist es jeweils, wenn man zwei Kinder dabei hat. Am besten noch Kleine, die das Warten noch öder finden als man selber…
Man steht dann da und wartet, leicht grummelig, weil wieder mal nur 3 von 28 Schaltern offen sind.
Sich aufregen bringt nix. Es geht nicht schneller.
Manchmal hilft es, wenn man seine kleinen Kinder ein bisschen nach vorne schiebt und dem Homeland-Securitiy Mann gaaaanz traurig in die Äuglein guckt. Hat er einen guten Tag, dann schleust er einem vielleicht ein bisschen an der riesigen Schlange vorbei.
Aber eben.
Darauf kann man sich nicht verlassen…
Aber aufgepasst meine Lieben!
New York hat aufgerüstet. In der Eingangshalle stehen jetzt also tatsächlich ganz viele, herzige Einreise-Eincheck-Computer herum. Man muss einfach nur noch seinen Pass einscannen, die Fingerlein aufs Glas drücken, einmal freundlich in die Kamera gucken, das war’s.
Danach beantwortet man dem Sheriff am Counter noch kurz die paar wichtigsten Fragen: Wie, wo, was, warum man in den USA ist und stellt sich dann in die Schlange um seinen Pass nochmals zu zeigen. Und ja, die Schlange war dann doch recht lang.
Ok. Ein bisschen anstehen ist ja nicht sooo schlimm.
New York muss man sich halt dann doch etwas verdienen.

Die Hotels

Sind sauteuer. Wirklich.
Da heisst’s: Augen zu und durch.
Für unsere diesjährige USA Reise haben wir ein Hotel am Times Square gebucht. Im Zentrum, weil wir halt nicht so viel Zeit hatten und die Distanzen einfach doch riesig sind.
Achtung beim Einchecken im Hotel als Familie:
Registriert an der Reception immer BEIDE Elternteile mit Namen und Ausweis. Es kann nämlich sein, dass ihr auf dem Weg zum Frühstück mal eben euren Zimmerschlüssel im Zimmer einschliesst und dann merkt, dass ihr weder Portemonnaie noch Ausweis, noch sonst irgend etwas dabei habt. Ihr fragt dann die Putzfrau, ob sie euch die Tür öffnen kann, damit ihr den Room-Key holen könnt, was diese aber nicht darf. Ihr ruft dann in der Lobby an und fordert jemanden vom Security Team an, der euch die Türe öffnet, da ihr aber nicht mit eurem Namen registriert seid, geht das nicht. Ihr müsst dann eurem Mann anrufen, der sich dummerweise an einer Messe befindet, der muss dann eine Kopie eures Passes an die Lobby faxen und erst dann, darf euch jemand öffnen. Vielleicht habt ihr dummerweise auch noch zwei kleine Kinder dabei, die sehr hungrig sind und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie fantastisch es ist, mit zwei hungrigen Kids vom eigenen Hotelzimmer zu hocken…

Broadway Shows

Sind ebenfalls sauteuer. Aber atemberaubend.
Ein Erlebnis, dass man so schnell nicht vergisst. Schaut euch unbedingt vorher ein paar YouTube Trailer an, damit ihr entscheiden könnt, ob das Musical auch wirklich euren Erwartungen entspricht und ob es auch wirklich „kindertauglich“ ist.
Für kleine Kinder sind Broadway Shows nicht unbedingt empfehlenswert. Sie dauern meistens recht lange (2,5 Stunden inkl. Pause sind keine Seltenheit) und die Musik und Darstellung wirkt doch oft sehr bedrohlich. Schade, wenn man dann die teure Vorstellung frühzeitig verlassen muss.
Kinder und Erwachsene zahlen übrigens alle gleich viel. Unsere Kids waren glaub ich mit 6 Jahren das erste Mal in einem Musical.
Vergünstigte Tickets findet man beim Ticketschalter, direkt beim Times Square (unter der Treppe) oder online, zum Beispiel unter tdf.org
Tickets für Shows die nicht vergünstigt angeboten werden, könnt ihr euch mit der Ticketmaster App kaufen und direkt aufs Handy runterladen. Dann müsst ihr die Tickets nicht selber ausdrucken.

Wir haben uns dieses Jahr Aladdin angeschaut.
Absolut fantastisch und wunderbar. Tolle Bühnenbilder, noch tollere Kleider, mitreissend und wirklich sehr zu empfehlen.

Sehenswürdigkeiten

Die Liste ist lang und wenn man nicht so viel Zeit hat, muss man sich auf ein paar wenige beschränken.
Ein Besuch in der Central Station lohnt sich auf jeden Fall. Selten hat man so eine so sauberen, spezielle Bahnhofshalle gesehen, die schon unzähligen Filmen als Kulisse gedient haben.

Browadway/Times Square

Viel muss man dazu nicht sagen:
Hier spielt die Musik. Ausserdem findet man in den Theatergassen viele tolle Frühstücks- und Essenslokale.


Ja, es ist hektisch und laut. Und bei rot über die Strasse zu gehen kann lebensgefährlich sein.
Gefährlich kann’s auch werden, wenn man einfach so, einen Elmo oder einen Mickey Mouse fotografiert. Die Typen, in den zum Teil sehr schrecklich billigen Kostümen, werden schnell sauer und aggressiv, wenn man sie fotografiert und ihnen keine Kohle dafür gibt.

High Line

Das ist eine fast 2,5 km lange Güterzugstrasse im Westen von Manhattan. Das stillgelegte Hochbautrasse wurde zu einer Parkanlage, dem High Line Park umgebaut und im Jahr 2014 fertig gestellt. Die Schienen sind fast überall geblieben, aber dazwischen grünt und blüht es. Der alten Strecke entlang führt ein Weg, den man prima auch mit Kinderwagen zurücklegen kann. Überall hat es Sitzbänke und man kann auch immer mal wieder einen Blick in die Wohnungen, die am Weg liegen erhaschen.

Ausserdem hat man tolle Aussicht auf das Empire State Building, die Freiheitsstatue und den Hudson River.
Alle Infos dazu findet ihr hier.

9/11 Memorial am Ground Zero

Die Bilder des Terroranschlages auf das World Trade Center haben sich in unseren Köpfen gebrannt.
Fassungslos steht man dann am „Ort des Grauens“, blickt auf die zwei grossen Aussparungen, dort wo einst die Türme standen:

Das Mahnmal für die Toten mit zwei gigantischen Wasserbecken.

Auf den Tafeln, die um das Becken herum sind, stehen fast 3000 Namen.
Namen der Menschen, die am 11. September 2011 ihr Leben verloren haben.

Das Museum befindet sich in sieben unterirdischen Stockwerken, also quasi im ehemaligen World Trade Center drin. Hier werden die Hintergründe der Anschläge erklärt, ihre Nachwirkungen und die Geschichten einzelner Betroffener erzählt.

Mit sehr viel Feingefühl und Symbolik haben die Museumsmacher es geschafft, dieses schreckliche Ereignis aufzuarbeiten und in einer sehr eindrücklichen Art und Weise darzustellen.
Mich hat selten ein Museum so berührt.

Die Tickets fürs Museum unbedingt vorher online buchen und die gewünschte Eintrittszeit eingeben.

Dieses Mal war unsere Zeit in New York leider etwas kurz.
Aber wir kommen wieder.
Ganz bestimmt.