Durchsuche: Kathrin Buholzer

Ein Gespräch zwischen zwei Frauen. Neulich. Irgendwo. „Hey, lang nicht mehr gesehen. Wie geht’s dir so? Und den Kindern?“ „Eigentlich gut. Die Kinder sind laut wie immer. Und dir?“ „Super kann mich nicht beklagen. Immer sehr streng im Büro. Und du? Arbeitest du eigentlich noch was?“ „Arbeiten? Eeehmmm….“ Also ich: Mache Frühstück Wecke die Kinder Helfe beim Anziehen Suche die Socken Wechsle Windeln Suche die Schnuller Lass mich an Stühle fesseln Lese Bücher und Geschichten vor Putze die Wohnung Schlichte Streit Gehe mit zwei Trotzkindern einkaufen Schleppe Einkaufstüten nach Hause Bastle lustige Schneemänner Putze wieder die Wohnung Schlichte wieder Streit…

Über die Vorbildfunktion von uns Eltern hab ich ja schon einige Male geschrieben. Und das ist ja wahrlich kein leichtes Unterfangen: Wasser predigen und Wein trinken. So ist das nämlich ganz oft bei uns Mamas und Papas. „He da! Nicht fluchen!“ Und dann selber dem Mann im schwarzen Golf „Arschloch“ hinterher rufen. „Jetzt leg beim Essen mal einfach das Handy weg. Es nervt!“ Und selber bei jedem „PiepPiep“ aufs iPhönchen glotzen, weil man denkt es könnte ja was Wichtiges sein… „Du weisst schon, dass wir jetzt dann grad essen? Jetzt gibt es nichts mehr vorher.“ Und selber noch schnell einen kleinen…

Ist euch vielleicht grad ein bisschen langweilig? Sind eure Kinderlein schon im Bett, eventuell sogar friedlich am Schlafen? Oder sind sie in der Schule, bei der Oma und ihr habt alles im Haushalt erledigt, die Geschenke für den nächsten Geburtstag, für Ostern und Weihnachten schon gebastelt und ihr fragt euch: „Hach. Eigentlich ist mir ziemlich langweilig, wie bring ich ein bisschen Leben in die Bude?“ Vielleicht seid ihr auch ein bisschen einsam und hättet gerne etwas Aufmerksamkeit und ein paar tolle neue Freundinnen, vielleicht aus einer Mama-Community? Falls ihr noch nie das Vergnügen hattet, auf einer Elternseite oder in einer Mama-Gruppe gelandet…

Ihr kennt das sicherlich alle: Draussen fallen die Flöcklein oder der Regen prasselt an die Scheibe, es ist kalt und matschig draussen und die Kinderlein drinnen werden schon langsam quengelig. Höchste Zeit Schere, Leim und Farben hervorzuholen und ein bisschen zu basteln. Doch manchmal scheitert das Vorhaben bereits am Anfang: Man hat einfach keine Idee, was man denn kreieren könnte. Nicht zu kompliziert sollte es sein, denn schliesslich sollen ja die Kinder auch etwas vom Bastel-Spass haben. Und dann sollte es auch etwas sein, dass man nicht schon letztes und vorletztes Jahr gebastelt hat und den Kindern nicht nur ein müdes…

Im Land der Eltern gibt es nichts, was es nicht gibt: Wir haben voll schwenkbare Luxusbabywagen, automatische Milchmaschinen fürs Baby-Fläschchen, kleine Dampfkocher, Windeleimer mit Pfirsichduft, beheizbare Wickeltische, Kinder-Äpfel (so ganz kleine, teure) Töpfchen die während dem Pipimachen lustige Musik abspielen. Es gibt Zauberkissen, für jedes Problemchen ein Massageöl, (Hunde)leinen für wilde Kinder, Plüschbären die Gebärmuttergeräusche nachahmen. Der Markt ist riesig und für jedes noch so kleine Problemchen unseres Nachwuches gibt es irgend ein tolles Produkt. Nur etwas gibt es nicht: Die „So-schläft-mein-Kind-fröhlich-schnell-und-ohne-Geschrei-ein-und-durch-und-bleibt-dann-auch-noch-gleich-die-ganze-Nacht-in-seinem-Bett“ Maschine. Einmal das Kindlein dort reinstecken, am morgen wieder raus nehmen und das Ein- und Durchschlafen ist auf immer und…

„Man soll nicht mit Lebensmitteln spielen!“ …aber manchmal muss man auch eine kleine Ausnahme machen… :-) Vor allem wenn es sich bei den Lebensmitteln „nur“ um Schlagsahne handelt und das Spiel unglaublich witzig ist. Pie Face heisst der Klassiker aus dem Jahre 1960, aus dem Hause HASBRO. So eine Art „russisches Roulette“ für Kinder. Einfach ohne Russe dafür mit Sahne und anstelle von Roulette mit einer kleinen Plastikhand. Hier der Werbespot von damals: Der kleine Schwamm wird nass gemacht und als besonderen Spass gibt man ein bisschen Schlagsahne oben drauf. Jeder Spieler dreht abwechselnd an dem kleinen Rad und je…

Jedes Jahr der gleiche Stress: Ein Adventskalender sollte her.
Doch wie immer hat man keinen Plan und überhaupt keine Idee, wie man den gestalten und noch weniger, was man denn in die 24 Päckchen einpacken soll. Famigros hat 24 kleine Geschenklein zum online bestellen gefunden und verrät euch Basteltipps für zwei ganz besondere Adventskalender.

Da will man rasch ein bisschen durchs Facebook-Land surfen, Klatsch und Tratsch lesen, sich durch lustige Fotos von Freunden klicken und dann bleibt man unweigerlich auch in einem Mami-Grüpplein hängen. Hier ein Schwangerschaftstest, da ein nackter Babybauch mit roten Flecken, ein Verkaufsangebot für ein fleckiges Sofa, darunter der  Zusammenschiss eines Admins „Hier wird nix verkauft. Lies mal die Regeln durch!“ Dann wieder die Frage wer die besten Nuggiketten herstellt, wer noch Aldi, Lidl, Coop oder Migros Kleber sucht, ob man schwanger sein könnte, wenn man 2 Tage überfällig ist, welche Geschenke man 2-Jährigen zu Weihnacht schenken soll, welches die schönsten Mädchennamen…

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