Durchsuche: weinen

Als Eltern versucht man tagtäglich sein Bestes zu geben. Man ist Tröster, Zuhörer, Erklärbär, Streitschlichter, Geschichten-Erzähler: Eine wandelnde Wundertüte sozusagen. Für fast jede erdenkliche Situation können Eltern irgend etwas mehr oder weniger pädagogisch Wertvolles aus ihren Hüten zaubern. Mit ein bisschen Übung ist man mit der Zeit sogar recht gut darin. Und ganz oft bleibt man dabei auch ziemlich besonnen, ruhig und entspannt. Manchmal ist der Erziehungsalltag aber auch wie eine sehr kalte Dusche. Man fühlt sich einfach unwohl, überfordert, traurig. Man versucht dann so schnell wie möglich, die „Temperatur“ wieder auf „lauwarm bis warm“ zu stellen und wenn einem das nicht gelingt, so…

Es war einmal ein lustiges Mädchen, das etwas unvorsichtig die Treppe im Haus hinunter ging. Es stürzte dabei so schwer und unglücklich, dass es sich 4 Mittelfussknochen brach. Es musste deshalb zum Zauberer im weissen Kittel und dort erst mal 2,5 Stunden warten. Es bekam dann einen grossen, dicken Gipsverband und musste nun vier Wochen mit diesem Ungetüm durch die Welt humpeln. Die Mama das lustigen Mädchens musste genau so lang, das Krücken-Girl in die Schule fahren und wieder abholen. Das war mit Verlaub, ziemlich anstrengend. Der Zauberer im weissen Kittel hatte laut und deutlich gesagt, dass der Gipsverband…

Ein besonderes Highlight am morgen ist neben ein paar anderen nervigen Gepflogenheiten von Kindern auch die zerzauste Haarpracht. Keine Ahnung wie Kinder es schaffen, in den paar Stunden in denen sie schlafen, ihre Haare dermassen zu zerfilzen. Wenn Klein-Rastaboy oder Girl dann nach dem Frühstück, meist nach mehrmaligem Auffordern, mehr minütigem Suchen (weil alle Bürsten, echt jeden Morgen verschwunden sind) endlich die Bürste in die Hand nimmt, geht dann auch gleich das Geschrei und Gefluche los. „Die Scheisshaare, die kann man nicht kämmen, ich muss jetzt los, hab keine Zeit mehr, das dauert wieder ewig“, dazu einmal die Bürste kurz…

Mit Gefühlen umzugehen ist gar nicht so leicht. Sogar wir Erwachsenen, kommunizieren unsere Enttäuschung oder unseren Ärger oft unnötig laut und theatralisch. Ganz ehrlich: Bleibt ihr jedesmal ruhig und gelassen, wenn euer Kind beim Essen das Sirüpli ausleert? Gefühle muss man ernst nehmen, keine Frage. Das heisst: zuhören, nachfragen, abschwächen und nicht immer gleich predigen, moralisieren, Lösungen vorgeben, Vorwürfe machen. Ich habe für bestimmte Situationen kleine Plastikdosen (es gehen auch Bonbonschachteln, Holzkistchen, Dosen) genommen und diese mit unterschiedlichen Süssigkeiten gefüllt Die Gute-Laune-Würmli (saure Gummiwürmer oder Gummibärchen) Die Trost-Tabletti (Smarties, Toffife… Die Wunder-Kugeln (farbige, runde Kaugummis) Die Beruhigungs-Medizin …

Das Kindergartentäschli ist gepackt, das Znüni ist drin. Der Leuchtgurt umgehängt und los gehts an der Hand von Mama oder Papa Richtung Kindergarten. Auf dem Weg noch alles ruhig, es wird geplaudert und diskutiert. Erst bei der Türe geht es los: Ein riesiges Gebrüll, ein ohrenbetäubendes Gekreische. Es wird geklammert, an Mamas Bein, am Türrahmen – die Schuhe auszuziehen erweist sich als ein unmögliches Unterfangen. Langsam wirds peinlich. Die anderen Kinder sitzen schon alle im Kreis. Die Kindergärtnerin wartet bereits mit der Gitarre auf dem Schoss. Die Mama schwitzt, wird immer lauter. „Jetzt reicht’s aber mit diesem Affentheater. Wenn du…

Vielleicht habt ihr auch ein Schrei- und Kreischmönsterchen zu Hause. Oft ganz unerwartet und manchmal für uns Eltern auch ohne Grund kreischen die Kleinen drauf los. „Psst“ und Fenster schliessen helfen da nur bedingt. Was tun? Schalldichte Fenster und Türen einbauen lassen? In ein Haus, ganz abgelegen aufs Land ziehen? Den Nachbarn Ohropax schenken? Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht so aussieht, hat das Kreischen oft einen bestimmten Grund. Achtet einmal genau, wann und in welchen Situationen euer Kind das macht. Ist es ihm langweilig, sucht es Aufmerksamkeit, möchte es, dass ihr euch mit ihm beschäftigt, möchte…

Als erstes ist es wichtig den Tagesablauf mal zu durchleuchten. Wenn das Kind am Mittag noch einen Mittagsschlaf macht, dann sollte man darauf achten, dass dieser nicht zu lange dauert und es danach eine Wachphase von mindestens fünf bis sechs Stunden hat, sonst ist es einfach zu wenig müde. Achtet auch darauf, dass ihr den Abend immer etwa gleich strukturiert, Zeiten einhaltet und besprecht das mit euren Kindern. Ihr könnt das „Abendritual“ dann auch auf ein Blatt Papier aufschreiben und mit Zeichnungen und Bilder ergänzen, so dass es das KInd auch versteht. Formuliert positiv. Also „im Bett“ bleiben anstatt „nicht…