Durchsuche: Streit

Manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln: Da hat man gearbeitet, die Wohnung einigermassen in Schuss gehalten, zum 30. Mal das Wohnzimmer aufgeräumt, Kleider sortiert, die Wäsche aufgehängt, die Kinder getröstet, Bücher erzählt, Frisuren geflochten, Brötchen geschmiert, beim Versteckspiel geholfen (obwohl man es hasst hinter Vorhänge und und Sofas zu kriechen…). Man war mit den Kindern im Schlepptau einkaufen, hat mit viel Verständnis die 3 Trotzphasen am Vormittag überstanden, hat die Kinder abgelenkt, mit ihnen gebastelt, sie in all ihren Belangen ernst genommen. Und unsere Kids? Die räumen dafür brav ihr Zimmerchen auf, spielen 2 Stunden ohne Streit mit der jüngeren…

In jeder Familie gibt es so einige Mysterien: Der offene WC Deckel Die verschwundenen Ladekabel Das letzte Papierchen an der Klo-Rolle Das verschwundene Handtuch aus der Dusche Die verwurstelte und völlig zerdrückte Tube Mayonnaise im Kühlschrank Die ewig leere Powerbank, die man in irgend einem Rucksack findet. Das letzte Mini-Schlückchen Milch im Tetrapack. Und immer wieder stellt sich die Frage: „Wer was das?“ Als Antwort gibt’s höchstens ein Schulterzucken oder ein Fingerzeig auf die Schwester. „Es nervt! Immer ist irgendetwas leer, verschwunden, nicht an seinem Platz oder verloren!“, brüllt meistens der Erwachsene durchs Wohnzimmer. Helfen tut das natürlich genau nix…

Wenn man schon ein paar Jahre Kinder hat, dann ist man der festen Überzeugung: „Mich kann nix mehr erschüttern, ich bin mit allen Wassern gewaschen und mich kann nichts mehr aus der Bahn werfen.“ So vieles hat man erlebt und durchgemacht. Den Fliegergriff kann man heute noch auswendig, den Sekundenschlaf, in den man während dem Bilderbuch erzählen manchmal gefallen ist, vergisst man nie. Man hat Tee gekocht, Kinder gepflegt, hat sich an mitleidige Blicke von fremden Leuten gewöhnt, weil sich das Kindlein mal wieder irgendwo die Seele aus dem Leib gebrüllt hat. Man hat hundert Mal die gleichen Sachen erklärt,…

„Sag schön danke!“ „Wie heisst das Zauberwörtchen?“ „Wie sagt man?“ „Wie heisst das Wort mit B?“ Wir möchten doch alle so gerne höfliche Kinder haben, die brav mit dem Kopf nicken und ganz laut und deutlich: „DANKE SCHÖN“ sagen, wenn sie etwas bekommen haben. Die Realität sieht meist anders aus: Bei der Metzgerei in der Migros, wenn’s das „Wursträdli“  (keine Ahnung wie man dem auf hochdeutsch sagt…) gibt, hört man meistens gar nix, oder dann nur ein mürrisches Grunzen. Wenn das sorgfältig eingepackte Geburtstagsgeschenk des Nachbar-Kindes aufgerissen wurde, kommt eher die Frage: „Wo ist das nächste Geschenk?“  als ein „Danke…

K wie Kleiderfrage Jeden Morgen das gleiche Theater: „Ein roter Rock? Ein violetter Blümchen-Pulli? Und Socken? Und erst noch die mit den scheusslichen, wilden Mustern? Überhaupt ist es für Socken sowieso viel zu kalt. „Diese Gummistiefel? Mit dem Sommerröcklein? Haaalloooo!?!“ Dem Kind in diesem Moment begreiflich zu machen, dass man mit seiner Kleiderwahl überhaupt nicht einverstanden ist: Ein Ding der Unmöglichkeit. Und am Morgen gleich ein riesiges Geschrei zu haben, ist ja auch nicht gerade das aller tollste. Wie kann man dieses Kleiderproblem lösen? Nur die Kleider im Schrank lassen, die das Kind auch wirklich anziehen darf Also im Sommer…

Alle Jahre wieder: Weniger Süsses mampfen Mehr Sport treiben Weniger Schuhe und Handtaschen kaufen Besser Ordnung halten Keine Zettel mehr verlieren Die Buchhaltung pünktlich abgeben Weniger ins iPhone glotzen Im IKEA nicht immer so viel Geld ausgeben Sich mehr Zeit nehmen Besser zuhören Nicht so viel schimpfen Früher ins Bett gehen *ihrkenntdas Die ewigen Neujahrsvorsätze, die man ja dann eh nur 1,5 Tage einhalten kann, wenn überhaupt. Aber wir wären ja keine seriöse Elternseite, wenn wir euch nicht trotzdem am Ende des Jahres ein paar gute Vorsätze um die Ohren hauen würden. hihi Fein säuberlich, mit viel Liebe aufgelistet und…

Mit dem Frühling öffnen wir wieder Fenster und Balkontüren und lassen die milden Temperaturen und Vogelgezwitscher in die Wohnung. Unter Umständen kommt aber auch der Zigarettenrauch des auf dem Balkon unter uns rauchenden Nachbarn mit rein. Während ersteres ja äusserst angenehm ist, erfreut letzteres einige Nachbarn eher weniger. Lässt sich gegen Geruchsimmissionen, wie sie juristisch genannt werden, etwas machen?

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