Durchsuche: Spielsachen

Hach ja. Wenn man ein Kindlein hat, denkt man manchmal voller Vorfreude daran, wie toll es dann sein wird, wenn mal ein Geschwisterchen da ist: Wie schön die zwei zusammen spielen werden, ihre vielen Spielsachen teilen und immer schön fragen, wenn sie vom anderen was brauchen möchten. Man malt sich aus, wie man währenddessen gemütlich auf dem Sofa liegt und einen Latte Macchiato schlürft. Wer noch nicht grad an ein zweites Kind denken mag, der stellt sich vor, wie das Kindlein zum Beispiel mit dem Nachbarsmädchen einen tollen Spielnachmittag in seinem Zimmer verbringen wird. Und auch hier die romantische Vorstellung…

Kennt ihr das? Immer mal wieder aus dem Nichts, kommt dieser Satz. Kurz vor dem Einschlafen, auf dem Klo, während dem Mittagessen, beim Spaziergang. Und jedes Mal packt ihr dann all eure Argumente aus, die gegen ein tolles Pony sprechen. „Schatz. Wir haben viel zu wenig Platz, zu wenig Zeit, zu wenig Geld, öööhm zu wenig… Wir können kein Pony kaufen! Einfach, weil… Darum.“ Und am nächsten Tag geht die Fragerei von vorne los. Ok, wir sind zum Glück aus dem „Krieg-ich-einen-Hund-einen-Tiger-einen-Seelöwen-eine-Katze-oder-ein-Pony“-Alter raus und müssen uns mit anderen „Krieg ich bitte?“ Fragen herum schlagen. Für alle, die noch mittendrin sind,…

„Also, du wärst meine Schwester und ich wäre 12.“ „Nein. Ich bin die Mutter und heisse Jessica. Ich hätte blonde Haare und du hättest keine Brille.“ „Dann bin ich aber Julia und ich wäre 14. Ich würde aussehen wie Ariana Grande.“ „Du siehst aber überhaupt gar nicht aus wie Ariana Grande. „Doch nur zum spii-eee-len, du Nuss.“ „Wenn du aussehen würdest wie Ariana Grande, dann will ich aber nicht die Mutter sein. Dann bin ich die Tante und du bist die Mutter.“ „Dann bin ich halt die Mutter. Du könntest auch der Hund sein.“ „Ich will auch ein Hund sein.“…

„Und hier für den Kleinen noch einen Ballon, ein paar Malstifte, ein Überraschungs-Geschenkli, ein Globi-Flötli, eine herzige Spieluhr“. Uaaahh. Kennt ihr das? Wenn man mit Kindern unterwegs ist, dann wollen einem alle irgend einen Quatsch andrehen. Migrosmania Kleber, Happy Meal Plastikschrott, im Mittagsmenü hat’s ein Springseil, im Netz mit den Babybel liegt eine Fussball-Schiedsrichter Pfeife, in der Chips Packung liegt ein Winnie The Pooh. Spielzeug-Geschenke-Wahnsinn In der Nesquik Dose, im Schuhgeschäft, in der Apotheke, beim Zahnarzt, –  einfach üüüberall. Und die Dinge haben alle eines gemeinsam: Sie sind billig, hässlich, funktionieren nicht oder sind nach 3,4 Nano Sekunden bereits kaputt.…

Das haben sie kapiert, die Supermarkt-Einrichter und Ladenbesitzer. Nämlich dass man genau dort auf der Höhe wo die Kinder ihre Augen und/oder Hände haben, Dinge platziert, die vielleicht die Kinder toll finden, aber sehr selten wir Erwachsenen. Das sehr hässliche Barbiekleid zum Beispiel. Oder die Pokemon Karten. Die Slimys oder die allerschrecklichsten, völlig überteuerten Mini-Plüschtiere. Die Polizeiautos die am meisten Krach machen, die 100 Dezibel Spielhandys oder die 10 000 Schachtel Miniperlen für Prinzessinnen. Bei denen wissen wir jetzt schon, dass, falls in unserem Besitz, die Hälfte davon im Staubsauger landen wird, weil der Deckel nicht mehr richtig zu…

…Wenn du jetzt nicht sofort deinen Saustall aufräumst, dann!… – Ja, was dann? Spielsachen bei Ebay versteigern? Ohne Essen ins Bett? Selber aufräumen? Es gibt kein Patentrezept, damit Aufräumen mit Kindern immer klappt. Seien wir ehrlich: Wer tut das schliesslich schon gerne? Aber manchmal können ein paar kleine Tricks ganz hilfreich sein. Viel Spass beim Ausprobieren! CH-deutsch deutsch