Durchsuche: Spielen

Draussen wird es grau, nässer und kälter, die Motivation nach draussen zu gehen sinkt. Aber drinnen sind irgendwie auch alle Spiele schon gespielt, alle Burgen gebaut, die Kinder sind quengelig und gelangweilt. Am Liebsten würde man es ich ja an solchen Tagen gerne mit einer Decke, einem schönen Buch und einem heissen Kakao auf dem Sofa gemütlich machen und ein bisschen in der warmen Stube die Ruhe geniessen. Doch wer Kinder hat der weiss: Decke, gemütlich, lesen, Ruhe = Wunschdenken. Klappt nicht. Nö. Entweder gibt es Rambazamba im Kinderzimmer, mit Streit und Geschrei oder man hört mehrmals am Nachmittag: „Mamaaa,…

Hattet ihr als Kind auch diesen Traum? Den Traum vom eigenen Baumhaus? Ich hab mir das immer gewünscht und vorgestellt, wie toll das wäre so ein Häuschen zu haben. Einen Rückzugsort, zum Lesen, Musik hören, Quatschen, um sich mit Freunden zu treffen, oder als Bandenquartier. Die Bande haben wir glaub in der 4. Klasse gegründet – „Die Bande der wilden Sträucher“. Doch leider war unser Garten nicht für Baumhäuser geeignet und so blieb es leider nur ein Traum. Erst in der 6. Klasse gab es dann doch noch ein kleines bisschen „Häuschen-Feeling“, nämlich als unsere Nachbarn in ihrem Garten, in…

T wie telefonieren Gerade eben hat das Kind noch schön und ruhig gespielt, da kann man gut schnell weg schleichen und den wichtigen Telefonanruf erledigen. „Ha! Denkste.“ Kaum hast du die Nummer gewählt geht’s auch schon los: Das Kind muss natürlich ausgerechnet jetzt aufs Klo, hat Hunger, Durst, will die grosse Legokiste aus dem Keller (und nur die), fällt vom Stuhl, klemmt sich den Finger ein, leert die 3 Kilo Bügelperlen-Box aus, will sich umziehen, mit dir ein Buch anschauen, Popcorn machen, mit den Bauklötzen einen Turm bauen, braucht Hilfe bei den Hausaufgaben. Einfach genau die Dinge, die jetzt grad…

Habt ihr auch Spiele/Spielsachen die ihr üüüberhaupt nicht gerne mögt und wenn eure Kinderlein mit diesen angewatschelt kommen ihr so denkt: „Ïiiihhh nein, nicht schon wieder dieses lahme Würfelspiel!“ „Neeein, ich mag nicht verstecken spielen.“ „Biiittte nicht diese elenden Bügelperlen!“ „Zeichnen? Ein Pferd? Mit Sattel? Öööhhhm, also…“ Habt ihr auch manchmal ein Spiel einfach ganz unauffällig zuhinterst in den Schrank gelegt, so dass man es nicht grad auf den ersten Blick findet. Ja? Ich auch. :-) Und dann gibt es aber diese Spiele, diese Dinge die man als Eltern selber ganz gerne macht und sich sogar ein bisschen freut, wenn…

Als Eltern macht man ja so Einiges mit und man tut plötzlich Dinge, die ehm, sagen wir mal eher gewöhnungsbedürftig sind, aber man tut sie halt, weil man sie tun muss. Ihr wollt ein paar Beispiele? Voilà: Die äusserst künstliche, unglaublich süsse und bereits halb geschmolzene, rosarote Einhorn-Glacé essen. Das Kindlein, hat sie, (wie man ja vorher schon vermutet und ihm auch angekündet hat: „Die hast du sicher nicht gern, ich weiss es. Nimm lieber die kleine mit Schoggi“) natürlich nicht gern und drückt sie dir deshalb nach einem Schleck bereits in die Hände… Im Autoverlad-Tunnel in den Kofferraum kriechen, das Töpfchen…

Hach ja. Wenn man ein Kindlein hat, denkt man manchmal voller Vorfreude daran, wie toll es dann sein wird, wenn mal ein Geschwisterchen da ist: Wie schön die zwei zusammen spielen werden, ihre vielen Spielsachen teilen und immer schön fragen, wenn sie vom anderen was brauchen möchten. Man malt sich aus, wie man währenddessen gemütlich auf dem Sofa liegt und einen Latte Macchiato schlürft. Wer noch nicht grad an ein zweites Kind denken mag, der stellt sich vor, wie das Kindlein zum Beispiel mit dem Nachbarsmädchen einen tollen Spielnachmittag in seinem Zimmer verbringen wird. Und auch hier die romantische Vorstellung…

Im Land der Eltern gibt es nichts, was es nicht gibt: Wir haben voll schwenkbare Luxusbabywagen, automatische Milchmaschinen fürs Baby-Fläschchen, kleine Dampfkocher, Windeleimer mit Pfirsichduft, beheizbare Wickeltische, Kinder-Äpfel (so ganz kleine, teure) Töpfchen die während dem Pipimachen lustige Musik abspielen. Es gibt Zauberkissen, für jedes Problemchen ein Massageöl, (Hunde)leinen für wilde Kinder, Plüschbären die Gebärmuttergeräusche nachahmen. Der Markt ist riesig und für jedes noch so kleine Problemchen unseres Nachwuches gibt es irgend ein tolles Produkt. Nur etwas gibt es nicht: Die „So-schläft-mein-Kind-fröhlich-schnell-und-ohne-Geschrei-ein-und-durch-und-bleibt-dann-auch-noch-gleich-die-ganze-Nacht-in-seinem-Bett“ Maschine. Einmal das Kindlein dort reinstecken, am morgen wieder raus nehmen und das Ein- und Durchschlafen ist auf immer und…

Miriam weiss nicht mehr weiter. Ihr Nachbar beklagt sich, dass ihre beiden Kinder – ein- und vierjährig – zu laut sind. Da dieser Spätschicht arbeite, sollen die Kids morgens ruhig sein und auch am Tag so wenig Lärm wie möglich machen, sonst würde er sich beim Vermieter beschweren oder allenfalls gar juristisch gegen die Familie vorgehen. Was sagt das Gesetz zu Kinderlärm? Darf der Nachbar verlangen, dass die Kinder ruhig sind?
Unsere DAS Rechtsexpertinnen klären auf.

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