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„Ich habe einfach keine Kleider!“ Der Teenie steht in seinem Zimmer, fuchtelt wild mit den Händen, die Stimme ist laut. Mutti steht kopfschüttelnd daneben und zeigt mit dem Finger auf die Kleiderhaufen, die wie grosse Maulwurfshügel, kreuz und quer im Zimmer liegen und zieht fragend die Augenbrauen nach oben. „Keeeine Kleider? Jetzt bist du aber ein bisschen übergeschnappt? Dein Zimmer besteht ja fast nur noch aus Kleidern! Und überhaupt könntest du auch wieder mal aufräumen und die dreckigen Sachen in den Wäschekorb legen. Und die Aufgaben? Hast du die Aufgaben gemacht? Und was macht dieser leere Joghurtbecher hier auf dem…

Ein T-Shirt mit einem sehr, sehr hässlichen Totenkopf drauf. Ein doofes Einhorn Magazin, das fast 7 Stutz kostet. Ein Glitzerpony mit blauem Schweif. Ein schrottiges Feuerwehrauto, welches gaaaanz laut „Tatüüütataaaa“ macht. Schwarzer Nagellack. Eine Flasche Eistee, die etwa 12 Würfelzucker drin hat. Wenn die Kinderlein diese, oder vergleichbar ähnliche Dinge, bei euch in den Einkaufswagen legen ist der Zoff vorprogrammiert, Das Elternherz schreit: „Neeein! Um Himmelswillen! Nicht schon wieder so einen Blödsinn? Geldverschwendung! Totaaal ungesund! Kinderverblödung! So etwas kaufe ich nicht!“ Und während dem wir den Kopf schütteln, tieeeef Luft holen und zur Predigt „Warum-wir-solche-Sachen-doof-finden-und-sicherlich-nicht-bezahlen-werden“ ansetzen, sagen die Kinder nur:…

Geld haben, sich etwas leisten können, sich vielleicht auch mal etwas „Unvernünftiges“ kaufen, ohne dass die Eltern ständig die Augen verdrehen oder einen nervigen Spruch hervorkramen – das wär’s! Und genau das wünschen sich viele Kinder und Jugendliche. Also gibt es nur eins: Ein Ferienjob muss her! Wenn die Kids mit dieser Idee zu einem kommen, sind wir Eltern meistens Feuer und Flamme und zeigen das zum Beispiel mit diesen lustigen Sätzen: „Ein bisschen Arbeit hat noch nie jemandem geschadet“ „Dann lernst du schon ein bisschen den Ernst des Lebens kennen.“ „Super, dann liegst du nicht die ganzen Ferien faul…

Neulich irgendwo an einem Küchentisch: „Mein Kollege hat grad seine Lehre angefangen und der verdient im Fall mehr als 700 Stutz im Monat. Sein eigenes Geld. Der kann jetzt machen was er will. Oh ich freu mich sooo, wenn ich dann in zwei Jahren auch endlich so viel Kohle bekomme. Dann kann ich mir alles kaufen was ich will.“ Euphorisch wedelt der Teenager mit seinen Händen, ist ganz aus dem Häuschen und die Äuglein strahlen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Mutti das Wort übernimmt und zu einer kleinen Predigt ansetzt: „Du also, so läuft dann das nicht. Du kannst…

Also. Ich muss euch einmal etwas Tolles zeigen. Ihr kauft doch bestimmt auch regelmässig online ein, oder? Gemütlich am Wohnzimmertisch sitzen, Kaffee vor der Nase und nach Kinderkleidern suchen, Weihnachtsgeschenke in die virtuellen Shoppingkörbe packen, die Bikinis für nächsten Sommer durchklicken, Ferien buchen, dann noch schnell die Kontaktlinsen bestellen und noch schnell ein paar Songs auf iTunes runterladen. So. Und jetzt bin ich da über etwas ganz Tolles gestolpert. Ok, ganz neu ist die Sache ja nicht. In Deutschland und England wird diese Idee seit einiger Zeit sehr erfolgreich umgesetzt. Bei uns in der Schweiz nennt sich die Seite: Rabattcorner…