Durchsuche: ruhig bleiben

Herzig ist es, das kleine Kindlein. Wenn es so da liegt in seinem Strampler und am kleinen Finger nuckelt. Auffressen könnte man die Kleinen, wenn sie einen mit diesem wunderbaren Babylächeln angrinsen. Total aus dem Häuschen ist man dann, wenn sie das erste Wort sprechen und das erste Mal vom Tisch zum Sofa robben. Und dann plötzlich ziehen sie sich überall hoch, werden mobiler und aktiver und sind einfach total süsse Kleinkinder-Wonneproppen. Wir können mit ihnen schmusen, sie in die Arme nehmen, ihnen die Welt zeigen und sie finden einfach alles toll, was wir ihnen tagtäglich sagen, zeigen und von ihnen…

Zu Trinken einschenken, Jacke anziehen, Schuhe binden, Haare kämmen. Es gibt -zig Tätigkeiten, die viele Kinder eigentlich schon selber können, die aber trotzdem immer wieder von uns Eltern erledigt werden. Oft weil es halt schneller geht und grad praktischer ist. „Hilf mir, es selbst zu tun“, nach diesem Motto zu handeln, fällt im Alltag oft ziemlich schwer. Wie man Kinder zur Selbständigkeit erziehen und worauf man achten kann, seht ihr in diesem Video

Manchmal steht man so da, vor seinem lauten, schreienden, tobenden Kind und denkt: „Oh mein Gott. Was mach ich hier eigentlich? Und was tut mein Kind da? Und Leute, hört bitte auf so mitleidig zu gucken! Das nächste Mal geh ich wieder ohne Kind. Hilfe!“ Und dann geht man zu seinem Kind hin, packt es am Arm und zischt ihm ziemlich unfreundlich ein paar saftige Drohungen ins Öhrchen: „Jetzt hörst du sofort auf sonst, ist Mami ganz böse, darfst du heute Abend nicht TV gucken, gibt es kein Zvieri, kannst du daheim grad ins Bett!“ Oder man schmeisst noch ein…

Kennt ihr den auch?
Diesen Schrei, der einem durch den ganzen Körper schiesst, der den Herzschlag beschleunigt, das Blut in den Kopf schiessen lässt?
Der Schrei, der immer dann ertönt wenn das Kind etwas nicht bekommt, das es gerne haben möchte. Wenn es wütend und sauer ist, trotzt oder einen pubertären Anfall hat.
Ok. Ihr kennt ihn und wisst wovon ich rede.

„Kaum habe ich etwas gesagt oder eine Anweisung gegeben, kommt ein Kommentar, ein „Aber“ oder ein „Warum.“ Das nervt und bringt mich auf die Palme. Warum muss mein Kind immer das letzte Wort haben?“ So was bekomme ich von Eltern immer mal wieder zu hören. Warum ist das so und ist es wirklich so schlimm? Wie soll man am Besten darauf reagieren? CH-deutsch deutsch

Zeichnen kann er, die Farben kennt er auch, auf einem Bein hüpfen ist auch kein Problem, doch kaum steht das Kind beim Arzt im Sprechzimmer ist alles wie weggeblasen.
„Wo ist rot?“ – „Keine Ahnung.“
„Zeichne einen Baum“. Keine Reaktion
Und dann schliesslich die totale Verweigerung, Geschrei und Gebrüll. Die Jahreskontrolle beim Arzt wird zum Spiessrutenlauf.