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Manchmal, wenn man sich so in den virtuellen Wohnzimmern, Küchen, Backstuben, Nähateliers herumtreibt, könnte man glatt an einem Herzinfarkt sterben. 25 Guetzlisorten. Zusammen mit den Kids gebacken natürlich. Und hinter dem Posting auf Facebook, Instagram oder Pinterest grinst noch ein Smiley. Ein Smiley, Leute! Ein Smiley! Nach 25 Guetzlisorten backen, müsste ich wohl das Symbol eines Nervenzusammenbruchs posten. Man sieht 4 stöckige Regenbogen-Geburtstagstorten. Perfekt aufgeschnitten, so dass man alle sechs Farben sieht. Dazu wieder dieser elende Grinse-Smiley und der Text: „Uff. Geschafft. Nach 5 Stunden. Hat Spass gemacht.“ Da gibt es 3 Meter lange und 5 Meter grosse von handbemalte Adventskalender zu…

Was haben Eltern eigentlich früher gemacht? Wenn ihre Kinder einen wunden Po hatten und sie nicht wussten, was sie dagegen tun sollten. Oder wenn der elende Backenzahn einfach nicht durchbrechen wollte und deshalb wieder eine schlaflose Nacht verursacht hat. Wenn man nicht sicher war, ob man jetzt dieses Baumwolltüchlein kaufen soll, ob ein Breikocher sinnvoll ist oder wenn man einfach ein bisschen jammern wollte oder musste. Ja, da ging man halt zur Mütterberatung, am Mittwochnachmittag in ein kaltes, muffeliges Kirchgemeindehaus. Die Kinderkleider brachte man in die Kinderbörse, bei medizinischen Fragen machte man halt einen Termin beim Arzt und gejammert…