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Das Kind eingenickt über dem Teller mit Spaghetti. Der kleine Knirps mit Schaum auf dem Kopf in der Badewanne. Noémi mit rotem Trotzkopf im Sandkasten. Viele Eltern posten ganz stolz und unbekümmert Fotos und Bilder von ihren Sprösslingen ganz munter in die Online Welt hinaus. Na und? Sagen die Einen – Total daneben! Die Anderen.
Hier eine Einschätzung und ein paar Gedanken vom Elternplaneten.

Wer in ein Restaurant geht, im Zug sitzt, zu Besuch geht, mit anderen Worten: Wer sich im Real Life bewegt, der weiss, an welche Regeln er sich halten soll: Dass man den nassen Hund nicht auf den Sitz legt, nicht an die Scheiben spuckt, dass man die Gastgeber grüsst, nicht Anderen ins Wort fällt, keine Beleidigungen und Schimpfwörter sagt, die dreckigen Stiefel draussen lässt, nicht mit dem Wein gurgelt, solche Sachen halt. Man weiss das, weil es immer schon so war, weil man es schon von klein auf gelernt hat, weil es sich so gehört, weil wir ja alle anständig…

Hmm. Wenn man bloggt, so wie ich, dann denkt man manchmal so: „Soll ich das jetzt so schreiben oder kommt das vielleicht arrogant rüber, eingebildet, total daneben. Klingt das aufgesetzt, vielleicht doch zu zynisch, ist das lustig, interessant, können sich die Leute damit identifizieren? Sollen sie das überhaupt?“ Mögt ihr das, was ich da schreibe überhaupt oder möchtet ihr lieber Testergebnisse zu pädagogisch wertvollem Spielzeug bekommen? Soll ich euch meine Waschküche zeigen? Wollt ihr meine biologischen Waschnüsse sehen (*ichhabgarkeine), wollt ihr aufwändige Rezepte lesen oder soll ich euch doch lieber die neue Sicherheitskampagne des Bundesamtes für Verkehr vorstellen? Wie pädagogisch…