Durchsuche: Bett

Im Land der Eltern gibt es nichts, was es nicht gibt: Wir haben voll schwenkbare Luxusbabywagen, automatische Milchmaschinen fürs Baby-Fläschchen, kleine Dampfkocher, Windeleimer mit Pfirsichduft, beheizbare Wickeltische, Kinder-Äpfel (so ganz kleine, teure) Töpfchen die während dem Pipimachen lustige Musik abspielen. Es gibt Zauberkissen, für jedes Problemchen ein Massageöl, (Hunde)leinen für wilde Kinder, Plüschbären die Gebärmuttergeräusche nachahmen. Der Markt ist riesig und für jedes noch so kleine Problemchen unseres Nachwuches gibt es irgend ein tolles Produkt. Nur etwas gibt es nicht: Die „So-schläft-mein-Kind-fröhlich-schnell-und-ohne-Geschrei-ein-und-durch-und-bleibt-dann-auch-noch-gleich-die-ganze-Nacht-in-seinem-Bett“ Maschine. Einmal das Kindlein dort reinstecken, am morgen wieder raus nehmen und das Ein- und Durchschlafen ist auf immer und…

Wenn Kinder älter werden, dann gibt es ganz viele Dinge von denen man sich (auch als Eltern) verabschieden muss. Es ist eigentlich ein ständiges Abschied nehmen. Wir sagen Tschüss: Den herzigen Babykleidchen, den allerkleinsten Windeln, irgendwann dem Schoppen, dem kleinen Schlafsack mit den Häsli, dem kleinen Käppli mit dem Winnie Puuh Bär, dem Nuggi, dem Wickeltisch, dem Türgitter, dem Windeleimer, dem kleinen Auto zum herum stossen, dem Kinderwagen, dem lustigen Musikapfel, dem Bobbycar, den Vorhängen mit den Pinguinen. Hach. Das sind alles Dinge, von denen uns der Abschied etwas schwerer fällt, weil wir merken: Hey, die süsse Baby/Kleinkinderzeit ist langsam…

Als erstes ist es wichtig den Tagesablauf mal zu durchleuchten. Wenn das Kind am Mittag noch einen Mittagsschlaf macht, dann sollte man darauf achten, dass dieser nicht zu lange dauert und es danach eine Wachphase von mindestens fünf bis sechs Stunden hat, sonst ist es einfach zu wenig müde. Achtet auch darauf, dass ihr den Abend immer etwa gleich strukturiert, Zeiten einhaltet und besprecht das mit euren Kindern. Ihr könnt das „Abendritual“ dann auch auf ein Blatt Papier aufschreiben und mit Zeichnungen und Bilder ergänzen, so dass es das KInd auch versteht. Formuliert positiv. Also „im Bett“ bleiben anstatt „nicht…

„Mami, ich hab noch Durst! Ich muss nochmals auf die Toilette! Ich will noch eine Geschichte!“ Wenn’s dunkel wird, werden unzählige Kinderzimmer zur Nahkampfzone. Die Kleinen sind einfach nicht ins Bett zu kriegen und wenn sie denn mal drin sind, kommen sie garantiert immer und immer wieder raus. An Ruhe und Erholung am Abend ist nicht zu denken.