„Mein Taschengeld reicht einfach nicht!“

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Soll man den Kindern Taschengeld geben?
Wenn ja, wie viel und ab welchem Alter?
Wofür sollen sie dieses Geld benutzen dürfen?
Soll man als Eltern bei Kaufentscheidungen mitreden oder sie einfach machen lassen?
Ein paar Antworten zu diesen Fragen, habe ich euch ja in dieser Rubrik schon bereits beantwortet.

Wer sich fürs Taschengeld oder auch den Jugendlohn entscheidet, der wird wahrscheinlich immer mal wieder den verzweifelten Satz hören:
„Maaaamaaaaa! Mein Taschengeld reicht einfach nicht! Ich habe viiiiieeeel zu wenig! (Alle Anderen haben mehr als ich!“)
Vor allem mit zunehmendem Alter, ist es für Kinder oft schwierig, den zahlreichen Verlockungen, denen sie online und offline ausgesetzt sind, zu widerstehen. Ständig wird ihnen von irgendwoher vorgegaukelt, was denn im Moment das A und O und totaaal angesagt ist. Der Druck steigt, die Wünsche werden grösser, doch der Blick aufs Konto oder ins Portemonnaie lassen derweil nix Gutes erahnen.

„Schon wieder keine Kohle mehr, alles weg, tschüss, nix mehr da!“

Bibis Duschgel, Hoodies des Lieblings-YouTubers, Kosmetikartikel, neue Sneakers, das alles kostet Geld und zwar meistens mehr, als die Kids zur Verfügung haben.
Wer sein Taschengeld jede Woche ausbezahlt bekommt, der muss ausserdem ziemlich lange sparen, damit er mal auf einen grünen Zweig kommt und sich was Grösseres leisten kann.

Als Eltern ist man oft auch hin und her gerissen:
„Soll man jetzt halt trotzdem mal ein bisschen Geld vorstrecken?“

Und was soll man am Besten tun, wenn das Taschengeld einfach nicht reicht und es deshalb immer wieder zu Streit und Diskussionen kommt?

1. Klare Abmachungen treffen

Wie viel Taschengeld sollen die Kids bekommen, wann wird es jeweils ausbezahlt und wofür genau ist es gedacht?
Müssen Sie zum Beispiel die Süssigkeiten oder die Glacé im Schwimmbad selber von ihrem Taschengeld bezahlen oder übernehmen das die Eltern?
Diskutiert solche Fragen vorgängig, damit es nachher deswegen nicht immer Streit gibt.

2. Ein Budget erstellen

Wenn die Kinder einen „Monatsbetrag“ bekommen oder schon etwas mehr Taschengeld verwalten müssen, lohnt es sich, zusammen ein kleines Budget zu machen.
Welche Ausgaben gibt es so ungefähr pro Monat?
Was zahlen die Eltern, welchen Teil zahlen die Kinder mit ihrem Taschengeld?
Diese Diskussionen sind wichtig und helfen den Kindern schon früh, den Wert des Geldes zu erkennen und vernünftig damit umzugehen.

3. Die Ausgaben überprüfen

Wenn die Kinder ständig das Gefühl haben, sie kämen zu kurz, sie hätten einfach zu wenig Geld und sich vielleicht auch gar nicht so recht erinnern können, wofür sie denn ihre Kohle so ausgegeben haben, dann kann es hilfreich sein, wenn ihr das regelmässig zusammen überprüft.
Die Kinder können zum Beispiel in eine Kartonschachtel oder in eine Tüte alle Kassenbelege rein schmeissen und dann könnt ihr einmal im Monat zusammenzählen, wofür das Geld denn tatsächlich ausgegeben wurde. Es geht nämlich ganz oft schneller weg als man denkt und manchmal weiss man eben gar nicht mehr genau, wofür und warum man es ausgegeben hat.
(Geht uns Erwachsenen ja oft nicht anders…)

4. Ein Wunschbuch machen/einen Wunschzettel erstellen

Kinder und Jugendliche werden tagtäglich mit so vielen tollen Produkten konfrontiert, die sie eigentlich alle gerne besitzen möchten. Das ist aber leider nicht immer möglich und der Frust ist dann oft dementsprechend gross. Ein Wunschbuch oder ein Wunschzettel kann die verschiedenen Wünsche etwas besser kanalisieren und auch sammeln. Immer dann, wenn sich die Kinder etwas ganz dringend kaufen möchten, können sie es zuerst einmal in ihr Wunschbuch, auf ihren Wunschzettel oder in eine Wunschlisten-App schreiben.
Das ist so ein bisschen ähnlich, wie wenn man online Kleider einkauft und sie erst einmal ein paar Tage in den Warenkorb legt. Nach ein paar Tagen, kommt dann nämlich oft die Vernunft zurück und man merkt, dass man sie eigentlich doch nicht sofort braucht oder dass man sie sich schlichtweg nicht leisten kann.
Oder man übergibt die Liste dann vor dem Geburtstag oder vor Weihnachten Oma, Opa, Gotte, Götti oder den Eltern…

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Dieser Post ist eine bezahlte Zusammenarbeit mit MoneyFit von PostFinance und ist ein Teil der Serie „Umgang mit Geld.“

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