„Alle haben mehr als ich!…“

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Egal ob wir online oder offline unterwegs sind – es passiert JEDEN Tag.
ZACK! Der hat ein schöneres Auto, mehr Lohn, ein grösseres Haus mehr Sneakers. Sie hat tollere Kleider, teureres Make-Up, weniger Falten, mehr Taschen.
Wo man hinschaut, es gibt immer jemanden, der irgend etwas mehr, besser, schöner, grösser, hat als man selber.
Schon wir Erwachsenen haben manchmal Mühe damit umzugehen, werden neidisch und eifersüchtig. Wer viel in Sozialen Netzwerken unterwegs ist, dem fällt dieses „“Ich habe mehr als ihr“-Getue wahrscheinlich noch mehr auf. Ganz unauffällig werden dort regelmässig die neuen, weissen Küchen, die begehbaren Kleiderschränke (Buhuhuuhh, ich möchte auch so einen…), die üppigen Vorgärten, die tollen Autos, die riesigen (und immer bestens aufgeräumten) Kinderzimmer, vorgestellt.
Logisch dass man da manchmal die Krise bekommt oder zumindest denkt:
„Oh Mann! Ich will auch einen Pool im Garten, einen Hot Tub auf dem Balkon, ein schickes Auto in der Garage und ein Schminkzimmer für mich alleine.“

Wir Erwachsenen können die Flut an Bildern, denen wir tagtäglich begegnen und die uns suggerieren „Schau, was ich alles habe, so was brauchst du auch, damit du etwas wert bist!“, trotzdem einigermassen gut einordnen und wir wissen auch:

Zum Glücklich sein braucht es nicht nur Kohle, geile Schuhe und einen teuren Wagen.

Für unsere Kids ist das aber gar nicht sooo einfach. Die Verlockungen sind gross und die vielen jungen Influencer zeigen den Teenies jeden Tag in ihren Videos und Stories was total angesagt ist und was „man“ unbedingt kaufen sollte.
Kaum ein Teenie, der deshalb nicht mit Markenschuhen oder Markenklamotten zur Schule kommt und seine Outfits, Uhren, Taschen, die neuen Smartphones, teuren Schals und Kleider dann (wie seine Vorbilder auch) regelmässig auf Snapchat oder Instagram postet.

Das wiederum setzt alle anderen Freunde und Follower auch wieder unter Druck, genau diese tollen Dinge auch zu besitzen.
Und so haben viele Jugendliche schnell mal das Gefühl:

„Alle haben viel mehr als ich!“

Ein Teufelskreis.
Denn wer sich benachteiligt fühlt der gerät unter Druck, weil er auch dazu gehören will und hat das Gefühl, er müsse das alles auch besitzen (und danach auf seinem Profil posten).

Ganz oft erlebt man die eigenen Kids dann als sehr undankbar, weil sie eben plötzlich ständig nur noch fordern und fordern.

„Wir sind wir, mir egal was die Anderen machen, kaufen oder sagen!“

Der Standartsatz, den man gerne mal ins Kinderzimmer brüllt, der aber das Problem nicht wirklich löst.
Aber was soll man sonst tun?
Wie kann man Kindern und Jugendlichen einen angemessenen Umgang mit Geld beibringen?
Wie kann man sie in der heutigen Konsumgesellschaft vernünftig begleiten?

1. Offen über Geld reden

Auch wenn wir Erwachsenen uns selber manchmal schwer tun: Ehrlichkeit und Offenheit auch in finanziellen Fragen sind ganz wichtig.
Die Kinder sollen wissen, wie viel Geld pro Monat für zusätzliche Ausgaben zur Verfügung steht. Erst dann nämlich können sie verstehen, was alles drin liegt und was nicht.

2. Sich für die Wünsche der Kinder interessieren

Manchmal ist es schwer nachvollziehbar, warum sich die 13-Jährige jetzt genau diesen 33 Franken teuren Lippenstift wünscht oder warum der 14-Jährige genau diese 40 Franken teure Wollmütze kaufen will.
Ein Gespräch kann helfen, das alles etwas besser nachzuvollziehen und dann auch gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

3. Lösungen und Alternativen suchen

Vielleicht gibt es genau dieses Shirt ja auch in einem Secondhand-Laden?
Vielleicht im Ausverkauf oder in einer ähnlichen Form von einer anderen Marke?
Vielleicht könnte man sich dieses teure Teil ja zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünschen?
Warum nicht einen Wochenjob suchen, damit man sich eben solche „unvernünftigen, teuren“ Wünsche mit etwas zusätzlich verdientem Geld erfüllen kann?

4. Das Geld eigenständig verwalten lassen

Jugendlohn ist das Stichwort. 
Zusammen ein Budget machen und die Verantwortung dann an den Nachwuchs abgeben. Das Geld hat grad sofort einen anderen Wert, wenn man selber darüber verfügen muss und es stellt sich plötzlich die Frage:
„Liegt das diesen Monat noch drin? Kann ich mir das leisten?“

 

 

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Dieser Post ist eine bezahlte Zusammenarbeit mit MoneyFit von PostFinance und ist ein Teil der Serie „Umgang mit Geld.“

Die weiteren Beiträge aus dieser Serie sind:

„Waas? Ich muss euch etwas von meinem Lehrlingslohn abgeben?“

Ein Ferienjob muss her!

Brauchen Kinder Taschengeld?

Teenies im Shopping-Rausch

 „Was kostet eigentlich?..“ – Mit Kindern über Geld reden

„Nein mein Kind, DAS kaufst du nicht!“

YouTube, Snapchat, Instagram und Co. – Wenn Soziale Medien das Konsumverhalten verändern

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