Monatsarchive: November, 2017

Ein bisschen Wehmut schwingt meistens schon mit, wenn das Kind das erste Mal in den Kindergarten marschiert. (Bei uns in der Schweiz ist das so zwischen 4 und 5 Jahren). Für viele Eltern ist dieser Ablösungsschritt gar nicht so einfach. Man muss sich wieder ein bisschen neu orientieren, den Tag etwas anders einteilen und man wird sich bewusst: Mein Kind wird gross und grösser und selbstständiger Ein Wechselbad der Gefühle und doch überwiegt meistens die Freude für diesen neuen Lebensabschnitt. Ein Abenteuer beginnt, das Kind betritt eine neue Welt, knüpft neue Freundschaften, geht hinaus ins Leben. Doch dieser Schritt passiert…

Im Zimmer ein Chaos, nach dem Duschen liegt mal wieder alles im Badezimmer herum, die Spuren in der Küche des „Ich-streich-mir-ein-Sandwich“ Abenteuers sieht man schon von weitem. Der Papierkorb quillt über und an der WC Rolle hängt noch ein letztes, einsames Papierchen… Wer Kinder hat, dem kommen diese Beispiele wahrscheinlich bekannt vor. Vielleicht hat sich der Eine oder Andere von euch auch schon gedacht: „Mann, ich freu mich schon, wenn sie dann ausgezogen sind und ihren eigenen Haushalt führen müssen.“ (Dann sehen sie endlich mal, was das alles zu tun gibt…) Vielleicht habt ihr aus lauter Frust auch schon laut…

1. Akt Es ist 21:15. In den europäischen Kinder- und Teeniezimmern ist alles wie immer. Die Kids liegen auf dem Bett, sitzen am Pult und tun so, als würden sie noch ein bisschen für die Schule lernen… Die Eltern sitzen gemütlich auf den Sofas, denken sich: „Oh wie schööön, alles ruhig. Die Kinderlein sind im Zimmer und lernen noch ein bisschen für die Schule und bald, bald schlafen alle friedlich und ruhig.“ Nichts deutet auf das Drama hin, welches in einigen Minuten seinen Lauf nehmen wird. Es ist 21:35. Immer noch alles ruhig. „Das muss eine wirklich schwierige, grosse Prüfung…

Wart ihr auch schon mit „Vor- oder ganz pubertären Kids“ einkaufen? Dann kennt ihr diese Szene sehr wahrscheinlich ganz gut: Treusorgende Mutter: (TM) „Hosen. Du brauchst Hosen. Mit diesen zerrissenen kannst du also wirklich nicht mehr in die Schule. Da muss ich mich ja schämen.“ Teenager: „Alle tragen diese Hosen. Das verstehst du nicht. Ok. Diese Trainerhosen sind toll.“ TM: „Trainerhosen? Du hast aber schon 11 Paar.“ Teenager: „Ja und?“ TM: „Also Trainerhosen zahl ich dir nicht. Die kannst du dir selber kaufen.“ Teenager: „Warum zahlst du mir Hosen aber keine Trainerhosen?“ TM: „Weil du Hosen BRAUCHST und Trainerhosen hast…