„Mamaaaa! Kannst du mir ein bisschen Geld leihen?“

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Endlich das erste Taschengeld!
Für die Kinder eine tolle Sache, denn damit dürfen sie sich nämlich regelmässig ihre kleinen und grösseren Wünsche erfüllen, ohne dass die Erwachsenen ständig ihren Senf dazu geben.
Ab welchem Alter und wie viel Taschengeld Sinn macht, das habe ich euch hier schon mal ein bisschen erläutert. 

Eigenes Geld zu besitzen, ist supi und bringt auch eine gewisse Unabhängigkeit mit sich. Doch im Alltag gibt es trotzdem immer wieder Streit und Diskussionen. Dann nämlich, wenn die Kids ihr Taschengeld mal wieder nicht dabei haben, oder ihr Objekt der Begierde teurer ist, als es ihre finanziellen Verhältnisse zulassen…
Die handvoll Münzen, welche sie dabei haben reicht nie und nimmer für den Lippenstift, die Trainerhose, das Cap oder die Turnschuhe.
Deshalb stellen sie dann oft immer wieder die gleiche Frage:

„Mamaaaa! Kannst du mir ein bisschen Geld leihen?“

Natürlich will man ja eigentlich nicht den Spielverderber spielen und denkt sich:

„Was ist denn schon dabei, wenn man halt schnell das Portemonnaie zückt und den fehlenden Betrag vorschiesst?“

Und schliesslich möchte man hier und jetzt im Laden keine „Kinder-Teenager-Motz-du-bist-voll-fies-und-gemein“ Szene über sich ergehen lassen.
Ich hab das früher auch immer mal wieder gemacht und gedacht:
„Ach ja, macht ja nix. Die Kids können mir das Geld ja dann später zurück geben. Ich schreib’s mir auf, damit ich’s nicht vergesse…“

Und was ist passiert?

Ich hab’s mir natürlich nicht aufgeschrieben und vergessen hab ich’s dann sowieso. Mit der Zeit wussten die Kids:

„Super! Mama ist ein kleines, wandelndes Geld-Leih-Institut.
Und ein vergessliches noch dazu…“

Seit wir den Jugendlohn eingeführt haben, gibt es jetzt aber auch Regeln, was das Leihen oder „Vorschiessen“ von Geld anbelangt.

1. Es können nur die Dinge gekauft werden, für die man genügend Geld dabei hat.
2. Vor der Shoppingtour wird abgeklärt, wie viel Geld noch zur Verfügung steht, resp. auf dem Konto ist.

Regel Nummer 3 haben wir geändert und zwar von:
Falls man die Bankkarte vergessen hat, kann man auch nichts einkaufen, auf:
3. Falls man die Bankkarte vergessen hat, zahlen wir die Sachen, aber nur, wenn genügend Geld auf dem Konto ist, und der Betrag sofort aufs Elternkonto überwiesen werden kann.
(App sei Dank!)

Einen vernünftigen Umgang mit Geld und die dazu gehörige Eigenverantwortung können die Kinder nur lernen, wenn wir ihnen nicht ständig alle Steine aus dem Weg räumen.
Das führt zwar immer mal wieder zu Konflikten und Streit, bewahrt die Kinder aber auch davor, dass sie nicht ständig nur „auf Pump“ leben und sich nicht immer Dinge kaufen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können.

 

In Zusammenarbeit mit PostFinance

MoneyFit von PostFinance vermittelt Jugendlichen ab 9 bis 20 Jahren interaktiv, modern und auf attraktive Art, wie sie ihre Finanzen im Griff haben. Dank MoneyFit erlernen junge Leute bereits früh einen selbstständigen und kompetenten Umgang mit Geld. Sämtliche Lernangebote werden von unabhängigen Lehrmittelautoren entwickelt und sind frei von Produktwerbung und Branding.
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Dieser Post ist eine bezahlte Zusammenarbeit mit MoneyFit von PostFinance und ist ein Teil der Serie „Umgang mit Geld.“

Die weiteren Beiträge aus dieser Serie sind:

„Waas? Ich muss euch etwas von meinem Lehrlingslohn abgeben?“

Ein Ferienjob muss her!

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 „Was kostet eigentlich?..“ – Mit Kindern über Geld reden

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