Familienproblemchen…

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In jeder Familie gibt es so einige Mysterien:
Der offene WC Deckel
Die verschwundenen Ladekabel
Das letzte Papierchen an der Klo-Rolle
Das verschwundene Handtuch aus der Dusche
Die verwurstelte und völlig zerdrückte Tube Mayonnaise im Kühlschrank
Die ewig leere Powerbank, die man in irgend einem Rucksack findet.
Das letzte Mini-Schlückchen Milch im Tetrapack.

Und immer wieder stellt sich die Frage:
„Wer was das?“

Als Antwort gibt’s höchstens ein Schulterzucken oder ein Fingerzeig auf die Schwester.
„Es nervt!
Immer ist irgendetwas leer, verschwunden, nicht an seinem Platz oder verloren!“
, brüllt meistens der Erwachsene durchs Wohnzimmer.
Helfen tut das natürlich genau nix und das macht macht Mutti und Vati meist noch wütender.
„Ist es denn sooo schwierig meine Powerbank NACH der Benutzung wieder einzustecken, die Klo-Rolle zu wechseln, das Handtuch nach dem Duschen einfach wieder aufzuhängen, damit man nach dem Duschen nicht nackt durch die Wohnung rennen, und sich oben ein neues holen muss?“

Diese Fragen kennt ihr wahrscheinlich alle bestens. Sie unterscheiden sich nämlich von Familie zu Familie nicht wesentlich.
Es ist und bleibt ein Mysterium:
Niemand war’s, niemand hat was gesehen oder gehört.

Und wären diese Probleme nicht schon nervig genug, kommt dann manchmal noch ein neues dazu:

DAS SOCKEN PROBLEM

Da ist einmal die Tatsache dass Socken immer irgendwie verschwinden, das kennt ihr bestimmt auch:
Man schmeisst 23 Paar in den Wäschekorb, beim Einräumen in den Schrank fehlen 11 Stück.
Manchmal gibt es aber noch eine weitere Dimension:
Die Socken verschwinden nicht nur, sondern um die, die noch übrig bleiben entbrennt ein Streit.
KIND 1
„Die sind mir. Ich weiss ganz genau, dass ich die vor genau 2 Woche, 13 Tagen und 11 Stunden im Sportgeschäft gekauft habe.“

KIND 2
„Häää?! Die hab ICH gekauft und zwar vor 3 Wochen 9 Tagen und 7 Stunden. Die gehören definitiv mir. Das weiss ich ganz genau. Meine hatten hier oben so ein Dings, die erkenne ich auf 100 Meter.“

Je älter die Kinder werden, umso weniger kann man den rechtmässgien Besitzer ausfindig machen, denn die Socken sehen alle ungefähr gleich aus.
Nix mehr mit Blüemli, Prinzessinnen oder Rüschchen – Es dominieren schwarz, weiss, grau, und vor allem:
Socken mit NIKE und Adidas Logos.
Und wenn sich der Papa plötzlich auch noch genau solche Socken kauft, dann bricht aber das volle Chaos aus…

Da stellt sich natürlich jetzt die Frage:

Was tun um Mord, Totschlag und Sockenraub zu verhindern?

Falls ihr jetzt, in naher oder ferner Zukunft mit ähnlichen Problemen konfrontiert werdet, hab ich mir da mal ganz spontan ein paar mögliche Lösungen überlegt:

a.) Eine morgendliche Sockenkontrolle
b.) Jeder ist seines „eigenen Sockens Schmied“, sprich: Jeder wäscht ab jetzt seine Socken einfach selber
c.) Jeder geht barfuss
d.) Jeder strickt die Socken selber und stickt dann seine Initialen drauf
e.) Die Socken werden gechipt, registriert und per App verwaltet  (Gibt’s eigentlich schon eine „Wem gehört dieser Socken?“ – App?)
f.) Ein regelmässiger DNA Test – Welcher Schweiss klebt an welcher Socke
g.) Jeder kriegt ein Sockensäcklein und legt VOR dem Waschen seine herzallerliebsten Söcklein dort hinein und kümmert sich nach dem Waschgang liebevoll um seine Fusswärmerchen und ist dafür besorgt, dass sie alle gemeinsam im richtigen Schrank laden.
(Tolle Idee eigentlich, aber mit chaotischen Teenies doch sehr unrealistisch)
h.) Mutti fährt so lange in die Karibik, bis das Sockenproblem ein für alle mal gelöst ist und eine realistische Sockenlösung auf dem Tisch liegt.