Ein Ferienjob muss her!

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Geld haben, sich etwas leisten können, sich vielleicht auch mal etwas „Unvernünftiges“ kaufen, ohne dass die Eltern ständig die Augen verdrehen oder einen nervigen Spruch hervorkramen – das wär’s!
Und genau das wünschen sich viele Kinder und Jugendliche.
Also gibt es nur eins:

Ein Ferienjob muss her!

Wenn die Kids mit dieser Idee zu einem kommen, sind wir Eltern meistens Feuer und Flamme und zeigen das zum Beispiel mit diesen lustigen Sätzen:

„Ein bisschen Arbeit hat noch nie jemandem geschadet“

„Dann lernst du schon ein bisschen den Ernst des Lebens kennen.“

„Super, dann liegst du nicht die ganzen Ferien faul im Zimmer und drückst nur am Handy herum.“

„Als ich in deinem Alter war… Da hab ich schon bei der Post, im Dorflädeli, in der Bäckerei, beim Schulhausputz, im Altersheim, in der Fabrik, in der Papeterie, im Restaurant Rössli und in der Migros gearbeitet.“
Wir schwelgen dann meistens in unseren Erinnerungen, schmücken diese dann noch ein bisschen aus, damit die Kinderlein auch ja das Gefühl haben, wie fleissig wir in jungen Jahren bereits waren…

Also, ein Ferienjob muss her. Doch wie findet man den?
(…und am Besten noch einen, bei dem man nicht so viel arbeiten muss, dafür umso mehr verdienen kann…)
Und:

Wie alt muss man eigentlich sein, um einen Ferienjob zu machen?

Das Schweizerische Gesetz legt fest, dass Jugendliche zwischen dem 13. und 15. Geburtstag für leichtere Arbeiten eingesetzt werden dürfen, also für Ferienjobs, Schnupperlehren oder kleinere Erledigungen.
Es dürfen jedoch maximal acht Stunden pro Tag (jeweils zwischen 6 und 18 Uhr), 40 Stunden pro Woche und höchstens die halbe Dauer der Schulferien gearbeitet werden. Die Arbeiten dürfen keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit, die Sicherheit sowie die physische und psychische Entwicklung der Jugendlichen haben und ihren Schulbesuch und ihre Schulleistungen nicht beeinträchtigen.
Das Arbeitsrecht sieht zudem vor, dass Jugendliche weder für gefährliche Arbeiten noch für Jobs in Bars oder Discos angestellt werden dürfen.
Für Ferienjobs benötigen Minderjährige eine ausdrückliche oder eine stillschweigende Zustimmung ihrer Eltern.

Wie und wo findet man den passenden Ferienjob?

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Ferienjobs sind begehrt, deshalb ist die Auswahl meistens auch nicht riesig.
Wenn die Kids also den Wunsch äussern, (oder IHR als Eltern, sie vielleicht dafür motivieren könnt) einen Job zu suchen, dann ist es empfehlenswert mindestens 2 bis 3 Monate vor Ferienbeginn damit zu beginnen.
Ein guter Zeitpunkt für die Suche ist zum Beispiel auch kurz vor dem Ende des Schuljahres, weil dann oft auch die Langzeit-Ferienjobs wieder neu vergeben werden.
(z.B in Altersheimen, Putzjobs in Firmen oder Schulhäusern, Jobs zum Kinderhüten in Fitnesszentren).

Kids und Jugendliche brauchen dabei oft ein bisschen Unterstützung und Motivation. Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch mal in einer ruhigen Minute zusammen setzt und folgende Fragen diskutiert:
„Was interessiert dich? Was kannst du dir vorstellen? Was überhaupt nicht und warum? In welcher Woche hast du überhaupt Zeit? Wer von deinen Freunden hat schon einen Job und wie ist er/sie dazu gekommen? Wie könntest du vorgehen? Wo kannst du dich selber mal vorstellen?“
Solche Fragen und Gegenfragen sind wichtig, damit die Jugendlichen selber angeregt werden, sich um eine Arbeit zu bemühen.
„Hilf mir es selbst zu tun“ ist dabei ein gutes Motto. Der Job wird in den wenigsten Fällen an der Türe klingeln und sagen:
„Hey, ich bin dein neuer Ferienjob, möchtest du mich gerne haben?“

Unterstützt und ermutigt sie, auch wenn es vielleicht nicht grad auf Anhieb klappt oder alle Stellen beim ersten Anlauf schon besetzt sind. Überlegt euch gemeinsam verschiedene Möglichkeiten wie und wo sich vorstellen könnten.
Das kann zum Beispiel in einem Inserat sein, in dem man auf seine Fähigkeiten verweist und aufzählt welche Arbeiten man sich vorstellen könnte.
Dieses können die Jugendlichen zum Beispiel bei Online Job-Börsen aufgeben oder im Wohnort, an verschiedenen Stellen aufhängen.
Grossverteiler, Warenhäuser, Industriebetriebe, aber auch viele kleine und mittelgrosse Unternehmen haben einen unterschiedlichen Bedarf an Ferienjobbern, deshalb kann es auch hilfreich sein, wenn man da direkt einmal anruft oder gleich mal vorbei schaut. Das ist sympathisch und man bleibt dann auch eher in Erinnerung.
Gute Adressen sind auch Gemeindeverwaltungen, Spitäler, Alterssiedlungen, Veloshop, Restaurants, Schwimmbäder, Gärtnerei, Landwirtschaftsbetriebe oder Schulhäuser. Die Jugendlichen sollen sich am besten gleich beim Schulhausabwart erkundigen, denn während der Ferien werden die Schulhäuser jeweils gründlich gereinigt und dabei sind Schüler/innen häufig willkommen. Aber auch diese Jobs sind sehr begehrt und werden oft längerfristig vergeben.
Für die Arbeit im Service (Café oder Restaurant) und fürs Zeitung austragen gilt übrigens ein Mindestalter von 16 Jahren.
Erzählt ausserdem vielen Verwandten, Bekannten und Freunden von der Arbeitssuche eures Nachwuches, denn Mund zu Mund Propaganda funktioniert immer noch am Besten.

Als Eltern muss man den Kids immer wieder ein bisschen Mut machen. Für viele ist es das erste Mal, dass sie sich bei „fremden“ Leuten vorstellen müssen und ist für viele etwas unangenehm und braucht ziemlich Überwindung.

Nützliche Links und Adressen für die Ferienjobsuche

jobs4teens.ch
jugend-job-boerse-bern.ch
gratis-inserate.ch
jobboersebernwest.ch (für die Stadt Bern)
ferienjob.ch
mini-jobs.ch
anibis.ch
semestra.ch/jobs (Jobs für Studenten)
stagecrew.ch (ab 18 Jahren)

Was kann man bei einem Ferienjob verdienen?

Für Ferienjobs gibt es keine gesetzlich geregelten Mindestlöhne. Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt allerding eine Abstufung nach Alter.

14-Jährige:  9 bis 10 Franken pro Stunde
16-Jährige: 12 bis 15 Franken pro Stunde
20-Jährige:  ab 20 Franken pro Stunde

Diese Angaben sind nicht verbindlich und der Lohn variiert von Job zu Job sehr stark. Am besten vereinbart man vorher mal einen Schnupper-Termin, damit sich die Kids dann auch wirklich vorstellen können, was sie bei ihrem zukünftigen Ferienjob für ihr Geld machen müssen. ;-)

 

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Dieser Post ist eine bezahlte Zusammenarbeit mit MoneyFit von PostFinance und ist ein Teil der Serie „Umgang mit Geld“