Waaas schon wieder ein Jahr vorbei?

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Reibt ihr euch auch manchmal verwundert die Augen und fragt euch, wo um Himmels willen denn die Zeit geblieben ist?
Gerade eben haben wir uns doch noch ein schönes 2016 gewünscht und jetzt – schwuppdiwupp- ist es schon fast wieder vorbei.
Und wieder haben wir es nicht geschafft, die Sachen zu erledigen, die wir uns Ende 2015 vorgenommen haben.

Da waren doch noch ein paar Dinge, lasst mich mal überlegen…

Den sehr unaufgeräumten Keller aufräumen

Da wären zum Beispiel die Kinderspielsachen, mit denen seit Jahren niemand mehr spielt:
Irgend jemand sollte die endlich mal in eine Kinderbörse bringen oder im Internet verscherbeln.
Oder die 73 VHS Kassettten, die fröhlich im Regal stehen, viel Platz wegnehmen und die eh niemand mehr anschaut.
Ach ja: Und den Videorecorder, von dem man immer gedacht hat: „Den brauchen wir bestimmt mal noch…“ endlich entsorgen.
„Nein, kein Mensch wird jemals wieder einen unscharfen Film auf einer VHS Kassette anschauen“.
Die alten Mäntel, Jacken und Hosen, die einem noch vor der Schwangerschaft gepasst haben, in den Kleidersack legen. Nach 10 Jahren der hoffnungsvollen Aufbewahrung kann man endgültig sagen:
„Sorry, da passt du leider nie mehr rein…“

Das Glasdach über dem Hauseingang vom Grünbelag reinigen

Sehr anstrengend.
Man müsste nämlich:
1. Die grosse lange Leiter aus dem sehr unaufgeräumten Keller holen.
2. Sich vor der Putzerei umziehen und alte Kleider anziehen.
3. Sich mit Moosvertilger oder noch besser einem Kärcher-Putzding bewaffnen.
4. Auf das halb durchsichtige Glas knien und das schnucklige Moos mit kräftigen Armbewegungen vom Dach schrubben.

Den Tee-Schrank entrümpeln

Eine wahre Fundgrube, dieses Schränklein.
Teesorten, die man zum Beispiel extra fürs Abnehmen gekauft hat, die aber so scheusslich schmecken, dass man nur gerade einen Beutel davon benutzt hat.
Und es hat noch weitere Perlen: Stilltee, Darmtee, Tee aus dem Jahr 2001 oder Kinder-Bronchialtee. Der aus der Apotheke, der sauteuer war und den man sich nie getraut hat wegzuschmeissen, obwohl die Kleinen den jedes Mal ausgespuckt haben, wenn man den in den Schoppen schmuggeln wollte.
Den Tee-Schrank entrümplen, eine anspruchsvolle Arbeit, die einem immer dann in den Sinn kommt, wenn man einen Tee trinken will. Doch da muss man ja eben den Tee trinken, sonst wird er kalt.
Und so verschiebt man es halt aufs nächste Jahr.

Das Gutschein-Couvert sichten

Wie beim Tee, findet man auch bei den Gutscheinen, einiges aus längst vergangenen Tagen.
Gutscheine mit Restbeträgen zum Beispiel. Von diesen Babygeschäften, die kein Rückgeld geben, auch wenn man einen sauteuren Kinderwagen kauft:
„Ehm, nein es tut mir leid, wir können leider kein Bargeld zurück geben, wir können ihnen nur einen neuen Gutschein ausstellen.“
Und der liegt dann eben immer noch im Couvert, zusammen mit alten CD-Gutscheinen (wer kauft heute noch CD’s? Eben.) Oder von Kleidergeschäften, die es schon längst nicht mehr gibt oder selbstgebastelter Gutscheine in Kraxelschrift der Kids.

Den Eingangsschrank aufräumen

Dabei die vielen Handtaschen zählen und merken, dass es eigentlich zu viele sind und man gar keine mehr brauchen würde. Das aber, wäre so deprimierend, dass man das ganze Jahr nicht mehr froh würde, denn:
Ein Jahr ohne neue Handtasche wäre ein trauriges Jahr.

Das Ladegerät-Kabel-Chaos entwirren

Oh ja, da findet man noch sehr alte Ladegeräte, von Handys, die es gar nicht mehr gibt. Von alten Zahnbürsten, dich schon lange das Zeitliche gesegnet haben, von vielen
Ehm, nein, DAS kann der Mann machen….

Das sind so einige Dinge, die man immer wieder vor sich hinschiebt, um sich dann kurz vor dem Ende des Jahres gut zuzureden und zu sagen:
„So. DAS alles wirst du im nächsten Jahr ganz bestimmt erledigen und durchziehen.“

Und wenn man dann alles streberhaft erledigt hast, dann bleibt noch ein grosser, lustiger Vorsatz übrig:

Früher ins Bett gehen