„Schatz! Woooo hast du Mamis Sachen versteckt?“

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Kinder sind süss und lustig und haben immer eine ganze Menge toller Ideen:

Eine grüne Arielle an die Kinderzimmer Wand malen

Sich die Haare schneiden

Eine ganze Tube dicke, weisse Fettcréme am Boden verteilen

Die ganze Seife ins Lavabo drücken

Sich mit Zahnpasta schminken

Mit wasserfestem Filzstift der Puppe neue Augenbrauen malen

Mit Shampoo, Parfüm, Bepanthen Salbe, Tee und Lavendelblüten ein Experiment starten und den Becher mit der Wundermischung 3 Wochen im Kinderzimmer in den Plastiktresor stellen.
Und:

SACHEN  VERSTECKEN

Sachen verstecken ist überhaupt das Allertollste. Ein Spass ist das vor allem dann, wenn die Kleinen noch so klein sind und noch nicht wirklich gut sprechen können oder schlicht und einfach vergessen haben, WO sie die Fernbedienung, den Flaschenöffner, den Hausschlüssel oder das iPhönchen von Mutti hingelegt haben.
Kennt ihr das?
Wenn ihr euch dann stundenlang den Kopf zerbrecht und euren Kindlein mit ganz einfachen Sätzen versucht das grosse Geheimnis zu entlocken:

“Schaatzilein, woo-ooo hast du denn den Schlüssel hingelegt. Den Schlüüü-ssel.“

„Weisst du das kleine Ding, mit dem man die Türe aufschliessen kann. Die Tüü-üüre.“

„Den Schlüüssel, mein Schatz.“

„Schlüüüssel.“

„Woo-oo ist er?”

Und dann steht der kleine Mensch vor dir, greift mit seinen Patschhändchen deine Haare und zieht daran oder er macht sich kichernd aus dem Staub. Du rennst ihm dann hinterher, in der Hoffnung, er zeige dir schnurstracks den Weg zum verlorenen Gegenstand, – aber er will nur spielen.
Und so läuft das dann tagelang weiter: Erklären, zeichnen, nachfragen, vormachen, manchmal sogar mit Pantomime.
Ok, einen Schlüssel pantomimisch darzustellen ist nicht ganz einfach…
Du gibst dir die grösste Mühe, fragst noch in zahlreichen Facebook-Gruppen nach, bist schon kurz davor bei Astro TV anzurufen und die hellsichtige Brunhilde mit dem Lockenkopf und dem Blumenhemd zu bitten, mal in ihre Glaskugel zu schauen:
Das Ding ist und bleibt verschwunden.

Und dann eines Tages, du hast schon längst einen Reserveschlüssel machen lassen, einen neuen Flaschenöffner gekauft, eine Ersatzfernbedienung besorgt oder dir von Oma Ersatzpantoffeln stricken lassen, findest du das verlorene Ding wieder:
In der Legokiste, hinter der letzten Windel, im Schrank bei den Feuchttüchlein, zwischen den Unterhosen, im Anhänger des Bobbycars, in der Verkleidungs-Kiste oder in einem der unzähligen Mini-Rucksäcke, zusammen mit ein paar zerdrückten Darvidas, drei Schneckenhäuschen inkl. einer sehr vertrockneten Schnecke und deinem Lieblingslippenstift.

Und während dem du dich unglaublich darüber freust, kommt dir in den Sinn dass du dein Portemonnaie schon länger nicht mehr gesehen hast…