Die 20 unnötigsten Eltern-Kommentare

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Ganz zuhinterst in der Elternbibliothek unseres Elternhirns steht ein Buch. Ein bisschen versteckt, damit es nicht so auffällt, aber es steht da. Und manchmal, wenn wir miese Laune haben, unsere Kids uns wieder mal zur Weissglut treiben, wenn sie nicht hören wollen, wegrennen, über das Essen motzen, die Schwester schlagen oder uns ganz frech, mit eingestützten Armen ins Gesicht sagen: „Nö. Das mach ich nicht. Vergiss es“, dann schlagen wir dieses Buch auf und zitieren daraus. Wir wissen eigentlich, dass wir es genau so gut auch lassen könnten, weil diese Zitate eh nix bringen. Weil sie demotivierend sind und beleidigend. Weil sie das Kind als Person kritisieren und nicht sein Verhalten.
Das Buch ist voller hämischer, ironischer „Wenn-Sätze“, unnötiger Fragestellungen und auf jeder Seite hat es unzählige Drohungen.
Ich schlag’s mal für euch auf, ok?

1.  „Wenn du dich so benimmst, dann hast du bald keine Freunde mehr und niemand will mehr mit dir spielen.“

2.  „Wenn du jetzt nicht kommst, dann lass ich dich halt hier stehen, dann kannst zu Fuss nach Hause gehen.“

3.  „Das war ja klar, dass du wieder dein Zeugs vergessen hast. Kannst du eigentlich auch mal dein Hirn einschalten?“

4.  „Die armen Kinderlein in Afrika wären froh, wenn sie deinen Brokkoli essen dürften.“

5.  „Das soll schön sein? Das kann ja deine kleine Schwester besser.“

6.  „Dass du dich in diesem Saustall wohl fühlst. Ich könnte das nicht.“

7.  „Wenn ich das dem Papa erzähle, dann wird der aber morgen nicht mit dir auf die Eisbahn gehen.“

8.  „Das kann doch jetzt wirklich nicht sooo schwer sein!“

9.  „Mit dir hat man aber auch echt immer wieder nur Ärger!“

10. „Kannst du eigentlich auch einfach mal ruhig sein?“

11. „Musst du dich eigentlich immer so daneben benehmen?“

12. „Ach so, das Fräulein kann also auch Danke sagen, wenn es will.“

13. „Auch schon da?“

14. „Das ist wieder mal typisch!“

15. „Ha! Hab ich’s dir nicht gesagt. Hättest du nur auf mich gehört.“

16. „So lange du die Füsse unter meinem Tisch hast, machst du gefälligst was ich sage.“

17. „Das war jetzt aber auch wieder eine MEISTER-Leistung von dir!“

18. „Du bist doch kein Baby mehr!“

19. „Du wirst schon noch sehen, was du davon hast.“

20. „Du bist heute wieder mal unmöglich!“

In der Hoffnung, dass die Kids dann wissen, WAS genau wir eigentlich von ihnen möchten, zitieren wir immer mal wieder ein paar Sätze aus dem Buch. Aber es passiert meistens genau das Gegenteil. Die Kids werden noch störrischer, trotzen und hat man Teenies, dann verdrehen die Augen und knallen hochdramatisch die Kinderzimmertüren zu.
Ziel nicht erreicht.

Deshalb:
Stellt das Buch weg. Ganz weit weg.
Am besten ausser Reichweite.