So macht Zähne putzen Spass!

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Ihr müsst nur ans Zähne putzen denken und euch läuft der Schweiss schon über die Stirn.
Jeden Abend das gleiche Theater: Vati mit Zahnbürste bewaffnet, rennt dem schreienden, heulenden Kind hinter her.
Mutti brüllt aus der Küche:
„Jetzt hör aber mal auf mit dem Geschrei. Wer nicht Zähne putzt, muss zum Zahnarzt, bekommt Löcher und schwarze Zähne. Diese faulen dann und fallen aus und du findest nie eine Frau oder einen Mann.“
Dem Kind ist das schnurz.
Zähne putzen ist doof und basta.
Ihr wollt ein paar Tipps, damit das nicht jeden Abend ausartet? Ok, hier sind sie:

Gewisses Verständnis zeigen

(Zumindest innerlich. Zähne putzen ist ja auch nicht wirklich das aller Spannendste und Tollste, das es gibt).

Eine elektrische Zahnbürste kaufen

Meistens klappt das Zähne putzen besser, wenn Kinder mit einer elektrischen Zahnbürste putzen können.

Aus dem Zähne putzen ein kleines Event/Ritual machen.

Lasst euch dabei etwas einfallen, „verkauft“ euren Kids das Zähne putzen möglichst gut.
Ihr könnt zum Beispiel:

Einen fliegenden Teppich-Service anbieten:
Decke auf den Boden legen, die Kinder drauf sitzen lassen, mit einer „Flugbegleiter-Stimme“ den Abflug ankünden und ins Badezimmer „fliegen“.

Der verrückte Zahnarztstuhl:
Ihr nehmt das Kind auf den Schoss und dann geht es los. Ihr seid der Zahnarztstuhl, euer Kind muss diesen vor dem Zähne putzen richtig einstellen. Auf die Nase drücken = der Stuhl geht nach hinten. Am Ohr ziehen = der Stuhl geht nach links oder rechts. Auf den Mund drücken = der Stuhl wackelt ganz doll auf und ab.

Die laute Zahnbürste
Die Zahnbürste mit lautem Krach, ähnlich einer Motorsäge, aufziehen und dann einschalten. Egal ob elektrisch oder nicht. Das laute Geräusch ist entscheidend.
Seid da etwas kreativ :-)

Lieder singen/Lieblingsmusik einschalten/Geschichten erfinden

Jeden Tag geht die Geschichte weiter

Zahnteufelchen jagen

Im Mund die kleinen Teufelchen suchen und sie dann mit Wasser runter spülen.
Mit einer Piepsstimme rufen:
„Neeein, wir wollen noch ein bisschen in deinem Mund bleiben. Biiitte, putz uns nicht weg.“
Die gefundenen Zahnteufelchen mit dann im Waschbecken runter spülen.

Die super Zahnputz-App „Meine Zähne“ benutzen

Diese liebevoll gestaltete App, mit herzallerliebsten Zeichnungen von Christian Heuser, ist Zahnputz-Uhr und Zahnputz-Trainer in einem.
Sie zeigt den Kindern nicht nur wie lange sie die verschiedenen Zähne putzen müssen, sondern auch noch gleich wie.

Ihr könnt selber verschiedene Einstellungen vornehmen:


Zahnputztechnik
Reihenfolge
Zahnbürsten-Hand
Timing
Eigene Musik
(wollt ihr die voreingestellte oder selber einen Song aus eurem Smartphone) auswählen

 

Die Kinder können selber ihren Zahnputz-Freund auswählen:



 

 

 

 

 

In der kostenlosen Version  gibt es nur eine Figur (die Lisa).
Die Lenja, den Linus und oder das Alien kann man für je 1 Franken (oder alle zusammen für 2 Schweizer Franken/ 1.Euro 99)  dazu kaufen.

Die App „Meine Zähne“ gibt’s als iPhone/iPad Version zum runter laden.
Für Android leider noch nicht erhältlich.

Und wollt ihr das alles noch ganz anschaulich als Video, dann klickt einfach hier.

 

 

 

Ps. Ja. Wenn’s hart auf hart kommt und alles nix hilft, dann man darf durchaus auch mal den Kinderlein ein paar grauslige Google-Bilder von hässlichen, nicht geputzten Zähnen zeigen…

  • Eve

    Vielen Dank für den Tipp mit dem verrückten Zahnarztstuhl. Funktioniert bei uns seit 3 Wochen wunderbar! Wir hatten schon viel ausprobiert: Lieder singen, Zahnmonster jagen usw. aber so motiviert wie mit dem Zahnarztstuhl war unser nun bald 4 jähriger Sohn noch nie. Macht auch mir nun wieder Spass, mit ihm die Zähne zu putzen.

    Einziger Nachteil, er ist dann danach oft wieder aufgedreht. Ich muss schauen, dass ich es früh genug mache, damit er wieder ruhiger ist, bis er ins Bett muss.