„Jetzt schieeess doch endlich auf das Tooor!“

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„Jetzt nimm ihn doch endlich.“
„Abspielen, spieeeel, looooos!“
„Warum wartest du, spiiieeeel dooooch!“
„Nein, dieser Schiedsrichter, das war ein Foul!“
„Jetzt steh hier nicht rum, rüber da, schieeeesss doch endlich, du musst laufen, laufen!“
„Was träumst du denn?“
„Du musst auf den Ball achten, achte auf den Baaall.“
„Rüber, du musst nach links laufen.“
„Nach reeechts.“
„Nach liiiinks.“
„Tor, schiess auf das Tor.“
„Hopp, laufen, du musst laufen!“
„Nicht warten, rennen, renn doch endlich!“
„Vorne, vorne steht niemand. Warum steht vorne niemand?“
„Verteidigen. Ihr müsst verteeeeidigen.“

liebe Grüsse vom Schülerturnier

ps. Morgen sind alle Eltern heiser

  • Andrea Mordasini, Bern

    Oje, diese schreienden und besserwisserischen Soccer Moms und Soccer Dads mag ich nicht besonders und versuche, nicht so eine zu werden ;). Gerade letzten Sonntag hatte mein fussballbegeisterter Sohn das erste grosse Turnier, dass er mit seiner Mannschaft haushoch gewann. Mannomann, was war und bin ich stolz und habe diese Freude natürlich auch gezeigt. Aber, ich finde es einen grossen Unterschied, ob sich die Eltern mit und für ihre kleinen Sportler freuen, sie im positiven anfeuern und mit ihnen zusammen ein Tor, einen Sieg bejubeln oder eben sie vor der ganzen Mannschaft und dem ganzen Publikum verbal zur Schnecke machen. Das zweite geht meiner Meinung nach einfach gar nicht, ist unfair und beleidigend dem Kind gegenüber und verunsichert dieses nur. Ebenfalls Mühe habe ich, wenn Eltern andere Kinder, den Trainer oder gar den Schiri anblaffen und kritisieren. Zum Glück war die Sorte „Soccer Mom/Dad“ an besagtem Turnier nicht anwesend – alle, aber wirklich alle haben sich einfach gefreut mit den Kindern und diese Freude natürlich auch gezeigt. So sollte es doch einfach immer sein :)!