USA 2014 – Viva Las Vegas!

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Hotel New York New York mit FreiheitsstatueWer schon mal in Las Vegas war, der hat wohl mehr als einmal den Kopf geschüttelt. Las Vegas, die grösste Stadt in Nevada ist einfach crazy, laut, überdreht, ein bisschen heruntergekommen und surreal.
Wenn man das erste Mal durch Las Vegas fährt, weiss man fast gar nicht wohin man schauen soll. Riesige Hotelkomplexe, moderne und auch solche, die die besten Jahre schon lange hinter sich haben, Achterbahnen, schräge Gestalten, Lichter, Schilder, Eiffeltürme, Wasserspiele und unzählige Casinos. Ein Disney-Land für Erwachsene, faszinierend aber auch ein bisschen erschreckend.
Las Vegas ist nicht unbedingt die kinderfreundlichste Stadt. Kindermuseen, Spezialangebote für Kids und Familien sucht man hier vergebens. Auch die Poollandschaften in den Hotels bieten keine Kinderbecken oder Wasserspiele an, sondern nur Whirlpools, Bars und knackige Girls, die dann die Drinks servieren.
Trotzdem: Las Vegas bietet so viel Spektakel, dass auch Kinder (ich würd mal sagen so ab 6 Jahren) durchaus auch ihren Spass haben. Vielleicht solltet ihr den Kids vorher noch rasch erklären wer Elvis war. Der Typ taucht nämlich an jeder Strassenecke auf… :-)

Empfehlung 24
Wasserspiel vor dem Bellagio Hotel
Von 15 Uhr bis Mitternacht gibt es vor dem legendären Hotel eine ca. 5-10 Minute Wasserfontänen Show. Insgesamt sind etwa 15-30 Stücke im Repertoire. Man kann also immer und immer wieder hin gehen und sich das anschauen und sieht selten die gleiche Choreographie. Am schönsten ist es natürlich am Abend, wenn es dunkel ist. Kurz vor Mitternacht, gibt’s das Wasserspiel zur amerikanischen Nationalhymne. Sehr bewegend und eindrücklich.
Das Video dazu findet ihr hier.
Wer sich das Spektakel gerne während dem Essen oder zu einem Kaffee anschauen möchte. der reserviert sich am Besten einen Tisch im Restaurant Olives. (Rechts vom Bellagio. Man sieht direkt auf das Wasserspiel).

Empfehlung 25
Vulkan-Show vor dem Mirage Hotel
Am Tag sieht der Vulkan recht friedlich aus. Wenn es dunkel wird, gibt es aber ein dumpfes Grollen und das Ding spuckt Feuer, bis zu 40 Meter hoch in die Luft. Alle 15 Minuten startet die Show und geht bis um Mitternacht.
Der Ausbruch ist recht laut und für ganz kleine Kids kann er recht furchteinflössend sein.

Empfehlung 26
Stratosphere Tower
356 m ist er hoch und ist Amerikas höchster freistehender Turm. Von der Plattform oder vom rotierenden Restaurant „Top of the World“ kann man die tolle Aussicht über Las Vegas geniessen. Ganz Verrückte können auch mit einem Bungee-Seil über die Plattform hinaus springen oder wer’s mag, der kann auch gerne eine Fahrt auf dem Kettenkarussell buchen. *nurübermeineLeiche

Hotel VenetianEindrücklich sind natürlich auch die verschiedenen „Motto- und Länderhotels“, wie zum Beispiel das „Luxor“, „Circus Circus“, „Paris“, „New York, New York“ oder das „Venetian“. Zum Teil sind sie aber recht heruntergekommen und wirken oft auch ein bisschen schmuddelig, aber zum mal vorbeischauen unbedingt zu empfehlen.
Eindrücklich fand ich den „Venedig-Nachbau“, mit Brücken und „echten“ Gondolieren. Und die singen sogar! Schrecklich falsch und laut. Schaut man oben an die Decke hat man echt fast das Gefühl, man sei tatsächlich unter einem richtigen Himmel. Nur eben, das Wasser riecht wie immer nach Chlor…

 

 

Da ich selber nicht drauf war, kann ich es nicht als Empfehlung bezeichnen, möchte es aber trotzdem hier erwähnen:
Ende März diesen Jahres wurde der „Las Vegas High Roller“ eröffnet. Mit einer Höhe von über 167 Metern, ist es das zur Zeit grösste Riesenrad der Welt. In einer Gondel haben 40 Personen Platz und eine Umdrehung dauert ca. eine halbe Stunde. Die Fahrt ist allerdings nicht gerade billig. Tagsüber kostet der Spass 25, in der Nacht 35 Dollar pro Person.

Wichtig zu wissen:
Mobile Werbeplakate mit "Girls-Werbung"Las Vegas ist so anders als Amerika. Hier darf man viele Dinge tun, die im restlichen Land verboten oder zumindest sehr verpönt sind. Las Vegas gilt deshalb auch als „Sündenmeile“. Hier macht man Party, schmeisst sein Geld zum Fenster raus und fährt dann wieder zurück in sein „normales Leben“. Da für die nackten Damen auf keinen Plakatwänden geworben werden darf, hat man sich in Las Vegas halt etwas Spezielles ausgedacht: Weil „mobile Plakatwände“ nicht verboten sind, fahren einfach Tag und Nacht Autos, mit den „Werbeplakaten“ der Girls, durch die Strassen. Hin und her und hin und her.
 

 

 
In allen Casinos ist rauchen erlaubt. Die Spielhallen sind allerdings alle so gut belüftet, dass man vom Rauch wirklich nix merkt. Und ich bin da sonst sehr heikel.
Die Frauen (vor allem die, welche in Hotelbars, Casinos oder am Pool arbeiten) tragen alle sehr kurze Röcke und hohe Schuhe. Es scheint, als ob das helfen würde, den Konsum von Alkohol und Glücksspiel anzukurbeln.
Im Casino sind alle Drinks gratis. Wenn man also ein paar Minuten spielt, kommt plötzlich eine langhaarige Blondine mit kurzem Rock um die Ecke und ihr könnt jeden Drink bestellen, den ihr haben möchtet.
Kinder dürfen nicht in Casinos rein. Da die meisten Hotels ein Casino besitzen, ist es aber erlaubt mit Kindern durchs Casino zu gehen. Allerdings dürfen sie nur auf dem Teppich gehen und nicht im Casino stehen bleiben…

Fazit: Las Vegas ist eindrücklich, verrückt und irgendwie ist man dann doch froh, nach ein paar Tagen die Stadt wieder verlassen zu können. Am besten Richtung Hoover Dam, Lake Mead oder Richtung Grand Canyon.

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