Der Tod eines Kindes

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Todkind_Blattx200x150Ja. Manchmal ärgern wir uns über unsere Kids, sind genervt, brüllen sie an, sind ungerecht, laut, fordernd, ungeduldig, streng, uneinsichtig und manchmal auch froh, wenn sie am Abend im Bett sind oder mal bei der Oma übernachten.
Manchmal vergessen wir im ganzen Erziehungsalltagstress aber auch ein bisschen, wie toll sie eigentlich sind. Aufgestellt, neugierig, fröhlich, wissbegierig, erfinderisch, lustig, hilfsbereit und wie sehr wir sie eigentlich lieben.
 

 
Und deshalb ist es manchmal gut, wenn wir kurz innehalten und wenn uns Geschichten von anderen Menschen, die ihre Kinder auf unglaublich traurige und tragische Weise verloren haben, daran erinnern, wie gut wir es haben, dass unsere Kids noch bei uns sind.
Das ist mir heute morgen mal wieder passiert. Ich bin über diesen Artikel in der „DIE WELT“ gestolpert: „Bitte verzeih mir. dein liebender Sohn.“
Ja, es gibt Dinge, die bei unseren Kindern ähnlich sind, wie bei diesem Jungen. Ich habe einige Situationen wiedererkannt und ich hab mich gefragt: Könnte das bei uns auch passieren? Würde mein Kind so etwas vielleicht auch machen? Sich das Leben nehmen?
Wie kann ich mein Kind stärken, es begleiten, damit es andere Lösungen und Möglickeiten bei Problemen sieht? Wie können wir unsere Ansprüche und Vorstellungen so einfliessen lassen, dass ein Kind nicht daran verzweifelt? Müssen wir sie einfach ein bisschen runter schrauben? Mehr zuhören? Oder vielleicht einfach besser zuhören? Unsere elektronischen Geräte, inkl. Putz-Utensilien einfach immer mal wieder ganz weg legen, uns zu unseren Kindern hin setzen, da sein und nur zu hören. Nichts anderes tun. Reicht das?
Wie viel Motivation, Lob und Verständnis braucht es, damit so etwas nicht passiert? Können wir alles richtig machen und ein Kind sieht trotzdem keinen anderen Ausweg als sich umzubringen?
Diese Fragen finde ich sehr quälend.
Und wenn man jeweils über solche Artikel stolpert, findet man meistens in den Online Medien gleich grad den nächsten Link zu einer nächsten, nicht weniger tragischen Geschichte. Wie zum Beispiel die Geschichte von Sarah, die an Leukämie gestorben ist und die Geschichte von Marina, 7 Jahre, auch sie starb an Krebs.

Natürlich soll und darf man manchmal über seine Kinderlein ein bisschen schimpfen, jammern, sich auch aufregen und denken: „Oho. Warum ist das eigentlich nur bei mir sooo schlimm? Warum sind nur meine sooolche Nervensägen?“
Wer den Elternplaneten kennt, der weiss, dass genau das, in der Elternplanet Facebook Community Platz hat, und dass wir dort auch immer mal wieder ein bisschen jammern und Beispiele aus dem Alltag erzählen.

Manchmal können aber genau solch berührende Schicksale auch wieder ein Grund sein, den „Schimpfmodus“ auszuschalten, unsere Kinder in den Arm zu nehmen und sich etwas weniger über schlechte Launen, herumliegende Kleider, Hausaufgaben-Zoff, Schimpfwörter, nicht angezogene Strumpfhosen, Trotzanfälle und Geschwisterstreit aufzuregen.
Vielleicht lehren uns solche tragischen Schicksale auch, wieder ein bisschen dankbarer zu sein. Dankbar, dass unsere Kids da sind, und wir mit ihnen unser Leben teilen dürfen. Denn wir wissen leider nie, wie lange sie noch bei uns sind.

 

  • Nathalie Emmanuelle

    Danke liebe Kathrin für Deine Worte und Deinen Denkanstoss..auch ich habe so gefühlt,als ich diese traurige Geschichte gelesen habe..wir sollten öfter unsere ** materiellen Sachen** auf die Seite legen und das Geniessen,wo wir haben…sich auch dies bewusst machen..allen viel Kraft, die solch ein trauriges Schicksal erleben mussten

  • Denise Breiler

    Du sprichst mir aus dem Herzen….. Nur schade, das es einem immer erst dann bewusst wird, wenn man sowas liest oder hört…… ;-/ Aber ich gelobe Besserung!!! Denn unsere Kinder sind alle Engel, die uns brauchen!