„Hallo Mami, nur ganz kurz…“

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„Du, das Mami geht jetzt.“
„Das Mami ist traurig, wenn du das Mami haust.“
„Das Mami fände es toll, wenn du jetzt isst.“
„Das Mami findet es nicht gut, wenn du dem Bub mit der Schaufel auf den Kopf haust.“
„Das Mami fände es jetzt gut, wenn du schlafen würdest.“
„Das Mami mag es nicht, wenn ihr streitet.“
„Das Mami ist jetzt müde.“
„Das Mami wäre froh, wenn du jetzt aufräumen würdest.“

Aha.

Das Mami soll doch aufhören in der 3. Person zu sprechen. Das klingt unverbindlich, das kann ein Kind nicht ernst nehmen.
Das Mami soll doch klare Anweisungen geben. Also sagen, was einen stört und was man von den Kids erwartet. „Ich möchte, dass du jetzt isst. Ich will, dass du jetzt aufräumst. Geh jetzt bitte die Zähne putzen.“
Das Mami ist ja nicht nur ein Mami, sondern auch eine eine eigenständige Person: Deshalb soll das Mami doch bitte in der ICH-Form sprechen.

Nix für ungut. Ich wollt’s nur mal rasch gesagt haben.

 

 

 

 

 

 

  • Babys muss man ja auch noch keine Anweisungen geben.:-)
    Kleinkinder verstehen es, wenn man es ihnen von Anfang an so sagt: Ich möchte, ich gehe jetzt schnell, ich mache dir jetzt, ich. Dann merken sie: Aha, die Person die da vor mir steht ist gemeint.

  • Michèle

    Ab einem gewissen Alter bin ich einverstanden. Jedoch verstehen Babys/Kleinkinder noch nicht, was ich oder Du bedeutet. Daher die 3. Person. Es versteht zwar „Brings am Mami“ aber wenn man sagt:“Brings mir“ versteht es nicht was es soll….. Das Verständnis kommt erst mit einem gewissen Alter. Und bis dahin hat man es leider schon so intus, dass viele einfach so weiterfahren statt es anzupassen ;-)

  • Anita Müglich

    Toller Artikel. Erst noch in den Sommerferien hab ich mich über das selbe Thema aufgeregt. Eine Mutter zweier Mädchen, ca 6 und 8 Jahre alt sprach ständig in der 3. Person von sich – furchtbar.