Die Geschichte vom Mädchen mit dem Gips…

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Gips Nr. 1Es war einmal ein lustiges Mädchen, das etwas unvorsichtig die Treppe im Haus hinunter ging. Es stürzte dabei so schwer und unglücklich, dass es sich 4 Mittelfussknochen brach. Es musste deshalb zum Zauberer im weissen Kittel und dort erst mal 2,5 Stunden warten. Es bekam dann einen grossen, dicken Gipsverband und musste nun vier Wochen mit diesem Ungetüm durch die Welt humpeln. Die Mama das lustigen Mädchens musste genau so lang, das Krücken-Girl in die Schule fahren und wieder abholen. Das war mit Verlaub, ziemlich anstrengend.
 

Der Zauberer im weissen Kittel hatte laut und deutlich gesagt, dass der Gipsverband nach vier Wochen weg käme. Die Mutter des lustigen Mädchens, hat das Mädchen mit dem grossen, dicken Gipsverband gut auf diesen Moment vorbereitet. Sie hatte ihm erklärt, dass die Muskeln des verletzen Beines sich zurück bilden würden und dass das Bein dann ganz dünn und ohne viel Kraft sein werde. Sie hat ihm auch erklärt, dass es wichtig sei, danach das Bein zu belasten und nicht wie die letzten vier Wochen, weiterhin nur auf einem Bein herum zu hüpfen. Sie haben zusammen auch immer mal wieder ein paar Kraftübungen fürs Gipsbein gemacht, damit das dann nicht ganz so schlotterig sein würde.
Am Tag des fröhlichen „Gipsentfernens“ rief sie den Schulkameraden noch laut zu: „So, heute seht ihr das lustige Mädchen das letzte Mal mit Gips.
An alles hat die Mama des lustigen Mädchens gedacht, weil sie weiss, wie wichtig es ist, Kids auf solche Situationen vorzubereiten.
Der Fuss mit den 4 Gebrochenen Knochen, nach 4 WochenNur leider hat sie eines vergessen:
Dass der Zauberer mit dem weissen Kittel vielleicht auf das Röntgenbild und dann auf das Bein mit dem entfernten Gips starren und sagen könnte: „Hmm. Es ist schon ein bisschen zusammen gewachsen. Aber noch nicht genug. Wir müssen noch ein neues, kleines Gipslein machen.“
Uups.
 

 
Gips Nr. 2Das lustige Mädchen war danach gar nicht mehr lustig. Weil es nie und nimmer damit gerechnet hat. Weil die Mama es nicht darauf vorbereitet hat. Weil es zwar immer wieder gehört hat, dass es nachher den Fuss wieder benutzen sollte, nicht aber, dass es vielleicht noch nicht vorbei sein würde. Dass es noch einmal zwei Wochen mit einem kleinen Gipslein braucht und es dazu auch noch einen Spezialschuh benötigt, damit es wenigstens ein bisschen auf den Fuss auftreten darf.
 

 
Die Tränen flossen in Strömen. Die Mama des lustigen Mädchens hat sich geschworen, bei einem nächsten Mal, das alles noch besser vorzubereiten und zu überlegen, dass vielleicht nicht alles nach Plan laufen könnte. Und das Mädchen auf alle Eventualitäten, auch die negativen, vorzubereiten.

Wenigstens hatten sie violetten Gipsverband. Immerhin etwas.

 

  • Vreni Py

    Ja unser Körper ist ja an und für sich ein Wunder mit all seinen ,manchmal auch unvorhersehbaren ,Reaktionen.Das Zusammenheilen von Knochen kann bei den Kindern manchmal unterschiedlich lang dauern,so wie ein Schnupfen nicht bei allen Kinder gleich lange andauert.Das lustige Mädchen wurde von seinem Mami sehr gut vorbereitet,darüber sind die Frauen im blauen Kittel und weissen Hosen sehr froh und wir sind auch glücklich,dass wir wenigstens das Traurigsein mit ein bisschen Farbe aufhalten können.wir führen nebst violett auch noch pink,blau und rot sowie schwarz (eher für männliche Teenager ) alles gute und gute Besserung wünscht eine Frau mit blauem Anzug und weisser Hose.

  • Claudia

    Oh nein! Drücke euch die Daumen, dass es schnelle 14 Tage sind! Ich ging jeweils bei den Brüchen meiner Kinder immer vom „schlimmeren“ aus und plante auf 6 Wochen Gips. So waren jeweils alle positiv überrascht, wenn er nach 4 Wochen weg konnte und man schon mit dem „laufen“ wieder üben konnte! Aber jeder Tag mit Gips ist lang, gell.. ! lg

  • Sarah

    gute Besserung… und dass nun alles „nach Plan“ läuft ;-) 

  • Anja

    Oh weh, die arme Maus. Ich drücke euch fest die Daumen, dass die Zeit für euch ganz ganz schnell um geht!!!