„Mama hol mal die Brust hervor!“

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Ich leg vorsichtshalber den Velohelm schon mal bereit. Nicht weil ich einen besonders tollen habe, sondern viel mehr weil ich gleich ein Thema ansprechen werde, bei dem immer mal wieder gerne mit Steinen geworfen wird. Also seid ihr bereit?
Seit das TIME Magazine einen Artikel zum Thema „Langzeitstillen“ zusammen mit einem kontroversen Titelbild veröffentlicht hat, wird im Netz heftigst diskutiert. Eine hübsche blonde Frau, vor ihr ein kleiner Stuhl, darauf steht keck ihr fast vierjähriger Sohn und saugt, als wär’s die selbstverständlichste Sache der Welt, an ihrer Brust. Nicht nur das Bild ist gewöhnungsbedürftig, sondern vor allem der Titel: „Are You Mom Enough?“ (Bist du Mutter genug?) nervt gewaltig.
Darf man überhaupt über das Stillverhalten einer Mutter urteilen? Den Kopf schütteln oder gar darüber bloggen? Man darf. Ich darf.  Ganz besonders, wenn die Mutter auf dem Titelbild des TIME Magazines ist und es ja auch ein bisschen darum geht zu provozieren und neue Abonnenten zu finden.
Hmm. Ganz ehrlich? Ein Kind, das rennen, springen, Pommes essen, Fussball spielen, sprechen kann, in dem Alter wahrscheinlich schon ein iPhone bedient, selber bestimmt was es anziehen will, Piraten Geburtstagsparties macht, vielleicht schon ein Loch im Zahn hat, Spongebob guckt und mit Trotzanfällen, sein eigenes ICH entdeckt, holt sich seine Milch nicht aus dem Kühlschrank, sondern aus der Brust seiner Mum?
Jetzt mal ehrlich, würdet ihr eurem Kind auch den Trip Trap hinstellen, damit es an eure Brüste ran kann?

Stillen (wenn’s dann endlich mal klapp) ist ok. Ich habe auch gestillt und zwar beide Kinder. Das erste, nach WHO Empfehlung sogar ausschliesslich ganze sechs Monate. „Es ist das allerbeste und das Kind wird dann auch gut gegen Allergien geschützt sein.“ Ich muss ja jetzt nicht erwähnen, welches Kind jetzt mit den Allergien kämpft und sogar einen Notfall „Epi-Pen“ im Schulsack hat…

Es gibt beim Stillen durchaus schöne Momente. Wenn das schmatzende, kleine Baby, an deinen Monsterbrüsten hängt und diese genüsslich leer trinkt, dazu schmatzt und du dann nicht mehr das Gefühl hast, zu explodieren. Unglaublich süss, wenn es dann total erschöpft und satt einpennt und du dann weisst, dass es jetzt bestimmt ein paar Stündchen ruhig sein wird. Genau diese Momente hat auch die Stillberaterin beschrieben, so stand es in den Büchern und Heftchen und überall gab’s Bilder mit schwelgenden Mamis und ihren Stillkissen mit Blumen oder Elefantenmotiven.
Nicht gesagt hat sie aber:
Dass es vielleicht nicht genau so klappen könnte wie in den Heftchen. Dass deine Brüste vor dem Milcheinschuss kurz vor dem Explodieren sind, dass es sein kann, dass du die überaus, wunderbare sättigende Vormilch vielleicht nur mit Mühe und Not rausdrücken kannst, dass dein Kind immer nur mit dem Kopf hin- und her wackelt und nicht trinken will, dass es die ersten zwanzig Sekunden unglaublich weh tut und du dich ständig fragst: „Warum tu ich mir das an?“ Dass deine Brustwarzen reissen, die Brüste entzünden, dass sie auslaufen, so bald irgendwo ein Kind schreit, dass es unglaublich unersättliche Babies gibt, die einfach nicht genug bekommen können und du dann einfach zu wenig Milch hast, dass das Milch abpumpen um fünf Uhr morgens (weil du dann auf den Zug springen musst), nicht grad unbedingt das höchste der Gefühle ist, dass deine Gefriertruhe voller Toni-Joghurt Gläser und eingefrorender Milch sein wird, dass BH’s mit Stilleinlagen unter dem T-Shirt einfach nur Scheisse aussehen und dass du mit dem Stillen, die Rechte an deinen Brüsten eigentlich völlig aus den Händen gibst.

Dieses „Du musst stillen. Und zwar bis zum 6. Monat“ wurde mir so eingetrichtert, dass es mir nicht im Traum in den Sinn gekommen ist, vorher damit aufzuhören. Sie hat mir nicht gesagt, dass es auch ok ist, wenn man nicht stillt, dass jeder das mit sich selber ausmachen muss. Es war so in etwa: Stillen=Mutter Theresa, Nicht stillen=ab in die Hölle.

Ok, beim ersten Kind glaubt man ja auch noch alles, was einem andere erzählen, beim zweiten nimmt man es dann etwas gelassener. Und deshalb hab ich dann auch ohne schlechtes Gewissen, dem unersättlichen Stillbaby einfach noch einen Schoppen nachgefuttert. Einfach weil ich nicht mehr konnte und das Kind ständig Hunger hatte.
Ok, das beantwortet jetzt nicht die Frage nach dem TIME Bild: Warum lassen Frauen ihre Kinder bis ins hohe Kinderalter an ihre Brüste ran?
Der Psychologe sagt: „Ablösungsschwierigkeiten der Mutter zum Kind“. Der Stillexperte jubelt: „Prima, das beste fürs Kind.“ Der Mann denkt: „So hoffentlich ist das bald vorbei…“
Die Kinder sind uns nie so nah, wie wenn sie in unseren Bäuchen sind. Der Ablösungsprozess beginnt aber schon ganz früh, nämlich mit der Geburt. Und von da an heisst es: Immer ein Stückchen loszulassen. Das tut weh. Und manchmal denkt man so: „Halt. Stop. Das geht doch alles viel zu schnell.“ Trotzdem fand ich persönlich diese Ablösungsschritte wunderbar, toll, bereichernd. Ein Kind auf dem Trip Trap an meiner Brust hängend, das wär für mich unvorstellbar gewesen. Für MICH. (Ja, ja der ganze Artikel ist meine persönliche Sicht der Dinge). Weil man als Mama eh schon immer ein bisschen aufpassen muss, dass man sich nicht selber aufgibt, dass man nicht alles dem Kind unterordnet und ab und zu auch mal wieder Dinge tut, die man ohne Kind auch getan hat.

Ich denke jede Mama muss immer wieder ihre Grenzen neu setzen. Wie viel Nähe tut mir und meinem Kind gut? Wie viel Freiraum brauchen wir selber und wie viel unsere Kinder? Oft sind wir den Kindern sehr nah. Wir kommentieren, lamentieren, nörgeln, erklären, sagen, reden, erwarten, zeigen, machen den ganzen Tag. Manchmal einfach zu viel Gerede, Geschnatter, Anweisungen und Hilfe.
Loszulassen ist nicht leicht und braucht etwas Übung: Stillen bis ins hohe Trip Trap Alter ist für mich deshalb nicht gerade der beste Weg dazu, das zu üben. Mit dem Kleinkind (also so ab einem Jahr) ständig nur in Babysprache zu reden, es ausschliesslich nur zu füttern, es immer und ständig nur rumzutragen, es bis fast zum Kindergarten noch auf den Wickeltisch zu legen, aber auch nicht.
Es geht nicht nur ums Stillen. Es geht darum, die Kinder nicht zu stark an uns zu binden, sondern sie zu stärken. Ihnen Freiräume zu lassen, ihnen zu helfen, ganz viele Dinge selbst zu tun. Den Spruch von den Wurzeln und den Flügeln kennt ihr ja alle.

So und jetzt? Ist das Thema geklärt? Nein.
Auch gut.

 

  • gattona

    Ganz wichtig ist, dass nie etwas mit zwang passiert, weder sollte eine mutter zum stillen überredet werden noch zum abstillen, wichtig ist mir, dass das kind entscheiden darf, wann es sich abstillt, wann es aus dem elternbett auszieht, wann es sauber werden will, zu den allergien bei den haustieren, bei dem futter, was es heute gibt, mit dem mist drin, wundere ich mich nciht, was die allergieprävention betrifft, es geht eben nciht um ausschliessliches stillen in den ersten 6 monaten, sondern das kind sollte bei der einführung eines neuen lebensmittels noch muttermilch zusätzlich bekommen, und das geschieht, wenn man wie die who empfiehlt ca 6 monate (je nach baby aber auch mal 5 1/2) voll stillt und mit entsprechender beikost ins 2 lebensjahr und darüber hinaus, wenn mutter und kind dies wünschen. niemand sagt, diese kinder bekommen keine allergien, aber die allergieneigung ist viel geringer, mir geht es darum, dass keine von vornherein abgestillte frau diskriminiert wird, aber auch keine langzeitstillende frau. frauen haben schon immer lange gestillt, die quellenangaben gibt es in der literatur von renz-polster zum beispiel, es gibt unheimlich viele forschungen darüber, das habe ich bei meiner facharbeit über das ammenstillen gesehen, wurde ein kind, dessen mutter nciht stillen wollte oder konnte, nciht von einer anderen frau gestillt, überlebte es früher selten

  • Andrea Mordasini, Bern

    Ich bin selber Mutter zweier Kinder im Alter von 5 und 3.5 und habe sie „nur“ jeweils 3 Monate lang stillen können – es ging leider nicht länger. Ich hätte sie sehr gerne länger gestillt, doch ich hätte mir nie vorstellen können, sie noch im jetzigen Alter stillen zu wollen. Ob es dabei eher die Mütter sind, die nicht loslassen können oder umgekehrt – ich weiss es nicht. Mütter, die LZS befürworten, sollen dies ohne Anfeindungen tun, andere sollen es eben lassen dürfen. Ich erziehe meine Kinder auch so beziehungs- und bedürfnisorientiert und begleite sie mit viel Liebe, Nähe, Wärme, Geborgenheit, Zuneigung und Sicherheit durchs Leben zu selbstsicheren und respektvollen Mitmenschen. Das ist doch das Allerwichtigste, egal ob bzw wie lange die Kinder gestillt werden/wurden. Mit etwas mehr Toleranz und Leben und leben lassen auf allen Seiten wäre das Leben, und speziell jenes von uns Müttern, viel friedlicher ;)!

  • Doreen

    Wie soll mir jemand Fremdes denn unterstützend helfen wenn mir die Hebamme und der Arzt im Krankenhaus nach langem probieren gesagt haben, dass ich nicht stillen kann… Sehr witzig… Soll mir irgendwer die Brust ausquetschen damit was rauskommt?

    Nene… Mit dir zu reden/diskutieren ist recht sinnlos denn du hast überhaupt kein einziges Argument auf Lager… Du scheinst dich enorm angegriffen zu fühlen nur weil jemand anderes nicht stillt oder nicht so lange wie du bzw. weil es jemand einfach nur nicht richtig findet. Menschen die sich derart angegriffen fühlen, scheinen selbst nicht recht überzeugt von ihren Ansichten zu sein und gehen deshalb sofort in die Luft, aus Angst vor Konfrontationen.

    Ich enthalte mich deshalb jetzt :D

    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und hoffe sehr, dass deine Kinder das auch später noch gut finden…

  • Mädels. Jetzt mal ruhig hier.
    Stillfreunden kann man das Nicht-Stillen nicht schmackhaft machen und umgekehrt. Das ist ein Fass ohne Boden. Es geht auch nicht darum hier irgendjemanden zu bekehren oder auf seine Seite zu ziehen. Das ist ein persönlicher Blogartikel zu einem kontroversen Thema. Austauschen, Feedback geben ist ok. Bekehren (auf die eine oder andere Seite) funktioniert nicht.
    Es ist immer wieder erstaunlich, dass dieses Thema immer solche Gehässigkeiten mit sich bringt.
    Also seid nett zueinander, sonst gibt’s Ärger. :-)

  • baumgaca

    Noch kurz was anderes. Wieviele Stillberaterinen oder IBCLC´s hast du kontaktiert wegen deinem fehlenden Milcheinschuß? Es gibt nämlich Fachfrauen die einen wunderbar unterstützen können, oder war der Wunsch zu stillen doch nicht so groß dass einem diese Ausrede ich hatte keine Milch gerade gelegen kommt…..
    Ich hatte bei meinem großen Sohn auch riesige Stillschwierigkeit. er hatte eine Saugverwirrung, meine Brust hat geblutet, dass sogar ein Tumor ausgeschlossen werden musste. Ich habe 3 JAhre mit einer Brust gestillt und jetzt beim kleinen stille ich auch nur mit einer Brust…..also du siehst wenn man will geht alles!

  • baumgaca

    Von wegen nicht Fehlinformiert, gerade die Urvölker stillen lange……..den das von der Natur vorgesehene natürliche Abstillalter liegt zwischen 3-7 Jahren….
    Es hat keinen Sinn jemanden wie dir so etwas zu erklären……….leb du in deiner Welt ich in meiner…..jedenfalls ist mein Sohn stolz drauf so lange gestillt worden zu sein und schämt sich nicht!!!!
    Leute gibts……

  • Doreen

    Wenn du es komisch findest, dass ein Kind an Plastik nuckelt dann stell ich mir grade die Frage wie oder ob dein Kind aus einer Tasse trinkt, mit Kinderbesteck isst oder andere Dinge aus Plastik in den Mund nimmt (z.B. Spielzeug). Also das Argument ist, in meinen Augen, sehr weit hergeholt :)

    Dass man seinem Kind Kuhmilch geben muss oder gibt ist wahrlich nicht besonders schön aber welche Alternative hat man denn? Leihmütter gibts ja kaum oder gar nicht mehr – so wie früher.
    Warum trinken Erwachsene überhaupt Kuhmilch? Man müsste doch dann sagen : man muss ein Leben lang gestillt werden.

    Woher weißt du denn, dass zu Urzeiten Mütter lange gestillt haben? Also aus welchen Quellen beziehst du deine Informationen?

    Wann man ein Kind abstillen sollte oder nicht ist glaube eine Frage die überhaupt keiner beantworten kann weil es dazu gar keine richtigen zuverlässigen Langzeitstudien gibt. Das wäre auch gar nicht so einfach möglich durch den stetigen Wandel der Zeit und Technik.
    Vor 30 Jahren gab es bei weitem noch nicht so viele Allergien wie heute.

    Wie erklärt man die Allergien bei Haustieren die stetig zunehmen? Die werden ja immerhin definitiv so lange gestillt bis die Tiermutter nicht mehr will. Ist die Hundemutter, die ihre Welpen nach 12 Wochen abstillt auch keine gute Mutter oder hat sie einfach keine Empfehlungen irgendwelcher Institute gelesen? (ein bisschen Sarkasmus muss auch mal sein :P)

    Für mich, in meinen Augen und nach meiner eigenen persönlichen Meinung, sollte oder kann man mit dem Stillen aufhören wenn das Lebewesen selbstständig essen und sich darüber vollkommen versorgen kann. Das ist bei jedem Lebewesen anders.
    Mein Sohn fing erst mit 8 Monaten an, Interesse am Essen zu zeigen. Meine Tochter fand Essen mit 4 Monaten schon wahnsinnig interessant.
    Wenn also mein Kind essen WILL, wieso muss ich es dann mehr oder weniger dazu zwingen, weiterhin von mir abhängig zu sein. Ja es ist eine Abhängigkeit denn Milch aus der Brust gibt es nun mal nur von der Mama. Kindern ist das auch sehr wohl bewusst und manche Kinder weigern sich nach einer gewissen Zeit auch. Was macht man dann als Langzeitstillerin? Es zwingen?

    Wie macht man es wenn das Kind im Kindergarten ist? Kommt man dann 3 mal vorbei um die Brust auszupacken? Pumpt man da ab? Da wären wir wieder beim Thema Plastik im Mund….

    Ich finde das Thema sehr interessant. Bis vor einem Jahr wusste ich nicht einmal, dass es sowas gibt. Ich sah im TV wie eine Mutter ihre 7 und 5 Jahre alten Töchter noch stillte. Ich fand es nun mal eklig, was soll ich dagegen machen, mir erging es so.

    Mich interessieren auch keine Angaben von irgendwelchen Menschen wie lange ich mein Kind stillen soll, wann es aufs Töpfchen geht und ob oder wie lange es einen Schnuller hat.
    Das sind Themen wo einem wirklich viel Spielraum gelassen wird.
    Ein Kind braucht z.B. keinen Schnuller. Gibts in der Natur ja auch nicht. Trotzdem bekommt nahezu jedes Kind (oder sehr sehr viele) einen Schnuller.
    Ein Kind lernt von allein aufs Töpfchen oder eben Klo zu gehen. Wieso muss man es dann schon mit 1 Jahr drauf setzen und es fast dazu zwingen?

    Jeder geht seinen eignen Weg und macht was er will aber man darf sich nicht angegriffen fühlen wenn andere das komisch finden oder anders sehen.

  • Gattona

    Doch, die Natur hat das so vorgesehen, das normale Abstillalter liegt zwischen ca 1,5 und 4-5 Jahre. Für Dich ist es normaler die Muttermilch eines Tieres zu füttern, statt die Milch der eigenen Mutter, das finde ich schon sehr komisch.
    Auch schon in Urzeiten haben Mütter sehr lange gestillt (ja auch, wenn das Nahrungsangebot sehr gut war).
    Ich sage auch nicht, mir wird speiübel, wenn einem Kind Plastik in den Mund geschoben wird, um daran zu nuckeln.
    Ich hatte auch keinen Milcheinschuss (den gibt es nämlich gar nicht).
    Nicht umsonst empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation das normale Stillen bis 2 Jahre und darüber hinaus.
    Und es ist eine Tatsache, dass gestillte Kinder im Vergleich weniger Allergien haben, es wurde nie gesagt, dass sie gar keine haben.

  • Doreen

    Wir reden hier nicht von einem Jahr stillen sondern um das Stillen über dieses Jahr oder eben über 2 Jahre! 1 Jahr zu stillen ist doch völlig normal!

    Bitte erzähle mir nichts von Fehlinformationen! Ich konnte nicht stillen, ich hatte keinen Milcheinschuss.

    Ich weiß nicht warum du dich so angegriffen fühlst. Ich habe nichts GEGEN das Stillen gesagt sondern darüber, dass mir übel wird wenn ich überlege, dass jemand sein Kind im 4. Lebensjahr noch stillt.
    Da wäre mir auch mit 10 Jahren schon übel geworden.

    Die Natur hat das so nicht vorgesehen und ich finde es nicht sinnvoll irgendwas zu machen nur weil man irgendeiner komischen Überzeugung ist. Denn wenn man es aus dieser Perspektive sieht, dann könnte man auch sagen „Gewalt ist Okay“ nur weil man meint es sei so richtig…

    Auch an Orten wo die Menschen noch keinen oder kaum techn. Fortschritt haben und wie zu Urzeiten leben wird man keine Mutter sehen die ihr Kind so lange stillt.

    Du kannst es ja gerne so machen aber wie gesagt, ich wäre nicht gern an der Stelle deines Kindes. Ich würde mich später sehr dafür schämen.

  • baumgaca

    @Doreen
    Das ist das typische Schreiben von Müttern die gerne gestillt hätten und „nicht konnten“. Jede Mutter kann stillen, außer sie haben schwerwiegende Erkrankungen….das Mutter nicht stillen konnten hat oft was mit mangelnder Information oder Fehlinformation zu tun.
    Das lange Stillen ist die natürlichste Ernährungsform, oder warum heißt ein Kind Säugling bis zum ersten Lebensjahr und nicht Breiling? Das mit den Nahrungsmitteln und das Kinder und der kindliche Organismus lernen muss die Nährstoffe zu verstoffwechseln etc…muss man sich so einreden damit man ein gutes Gefühl hat wenn man nicht gestillt hat….
    Ich habe nichts gegen Mütter die nicht stillen, ich wehre mich aber gegen so massive Angriffe wenn man es tut, von wegen man möchte sich übergeben………

  • Doreen

    Ich muss ehrlich sagen, wenn ich das Bild sehen wird mir schlecht und ich bekomme Gänsehaut.
    Wenn meine Mutter mir erzählen würde, ich habe mit 4 noch an ihrer Brust gehangen würde ich mich glaube direkt übergeben…

    Das klingt hart aber so fühle ich mich dabei.

    Meinen Sohn konnte ich nicht stillen, ich hatte keine Milch. Meine Tochter habe ich 3 Monate gestillt bzw. die ersten 2 Wochen an der Brust und dann musste ich abpumpen weil sie sich weigerte an der Brust zu trinken. Das war immer ein riesiger Kampf.

    Klar, Muttermilch ist das Beste und gesündeste aber irgendwann reicht es doch auch mal… Die Natur hat es so eingerichtet, dass Baby (auch Tierbabys) nur eine sehr begrenzte Zeit Milch trinken und dann langsam lernen selbst zu essen. es gehört zur Entwicklung dazu und ich finde es wichtig. Es ist eben nun mal wichtig, dass ein Mensch lernt sich AUSSCHLIEßLICH über andere Nahrungsquellen zu versorgen. Der Körper muss lernen, wichtige Inhaltsstoffe aus Früchten, Gemüse und Getreide zu ziehen und nicht alles fertig in der Milch zu bekommen.

    Ich finde es unverantwortlich ein Kind so lange zu stillen und zu dem sieht es auch wirklich komisch aus.

    Dass nicht gestillte Kinder häufiger Allergien haben liegt wohl an der Fedrtigmilch bzw. dessen Inhalt. Wenn ich sehe, dass dort künstliche, krebserregende Vitamine zugesetzt sind (genau wie in Fruchtsäften für Babys!) dann brauch ich mich nicht wundern. Mich kotzt es auch an und am liebsten würde ich die Industrie deswegen verklagen weil es bereits wissenschaftlich bewiesen ist, dass sowas extrem schädlich ist.
    Ich bin/war leider drauf angewiesen.
    Ein Beweis ist es allerdings nicht! Ich und meine Schwester wurden gestillt. Wir haben unzählige Allergien. Meine Kinder haben „noch“ keine Allergien obwohl sie kaum oder gar nicht gestillt wurden.

    Wie dem auch sei, es muss jeder selbst wissen aber man sollte auch daran denken, was das Kind später einmal davon hält und wie man es selbst finden würde. Was andere Kinder davon halten und wie man vielleicht deswegen irgendwann einmal geärgert wird…

  • gattona

    Also, die WHO sagt ganz genau, 6 Monate voll stillen und bis zum 2. Lebensjahr und darüber hinaus, wenn Mutter und Kind dies wünschen. Davon mal abgesehen, ich arbeite voll, mein Kind geht in die Krippe, ich stille trotz seiner 3 Jahre immer noch. Und ja, ich habe ein sehr selbständiges Kind. Mein Mann freut sich, dass es uns so gut geht. Und die Allergieprophylaxe: tja, bei jedem neuen Lebensmittel, was eingeführt wird, sollte noch gestillt werden. Und es heisst korrekt, gestillte Kinder haben weniger Allergien, nicht keine ALlergien.

  • baumgaca

    Mein Mann ist auch 100% fürs Stillen und steht absolut dahinter. Er ist sehr stolz darauf dass ich unsere Kinder gerne und lange stille!!
    Nicht für jeden Mann ist die Brust der Frau ein Sexualobjekt, sondern auch die gesündeste und physiologischste Nahrungsquelle für ein Kind.

  • LZS-lerin mit LZS-ling

    @Iceboy
    Zitat: „Feste Bindung ist ja nichts schlechtes, aber hast du schon mal an deinen Partner gedacht, wie es ihm damit geht (und ich meine jetzt nicht das was er sagt, sondern wie es ihm wirklich damit geht)“

    Ich kann dir versichern dass mein Mann 100% hinter uns steht, auch vor und neben und über und unter uns. Er ist absolut PRO Stillen.

    Was sollte er denn auch dagegen haben? Ich verwehre ihm doch die Brust nicht nur weil ich stille? Und mal abgesehen davon, eine Brust ist nicht für den Mann geschaffen um daran rumzufummeln, sondern um damit ein Baby zu ernähren.

    Für seine Tochter würde er sein Leben geben, da ist es ja wohl ein Leichtes die Brust der Ehefrau zu teilen ;)

  • Enna Mason

    @ Nicole Danke, deinem Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen, dass unterschreibe ich so.

  • nicole

    Ohalätz! Wieso muss sich eigentlich jede mutter rechtfertigen? Ob wir “ mom enough“ sind, scheinen immer alle andern besser zu wissen als wir selber. Warum darf nicht jede von uns für sich selber entscheiden, was für sie und ihre kinder das beste ist? Unsicher genug sind wir alle um uns immer wieder links und rechts mit andern zu vergleichen. Und ein schlechtes gewissen haben wir doch alle von zeit zu zeit, wenn uns mal wieder irgendwer einreden will, wie es wirklich am besten gemacht wird… Hört doch einfach mit stillen auf, wenn es für EUCH stimmt, ob nach zwei tagen, zwei wochen, monaten oder jahren. Alle wege sind richtig.

  • Hallo Enna
    Wenn man zwischen Haushalt, Kindern und Arbeit einen Blogartikel schreibt, kann es manchmal durchaus passieren, dass man auch einen Fehler macht. Freundliche Blogleser weisen einem dann darauf hin und man korrigiert ihn dann und gut ist’s. Das Thema ist für mich jetzt auch erledigt.

  • Enna Mason

    Der Blog-Beitrag muss ja auch nicht journalistisch recherchiert sein, aber wenn man sich im Beitrag auf einen Artikel bezieht, sollte man dessen Ursprung richtig angeben und Inhalte daraus nicht verfälschen.

  • Wenn ein Blogartikel seine Leser ein bisschen in die Nase sticht, zum Nachdenken und Antworten bringt, manchmal zum schmunzeln, zum Lachen anregt und vielleicht sogar ein bisschen ärgert, dann ist das Ziel erreicht.
    Ein Blog ist kein journalistisch, recherchierter Artikel. Ein Blog ist eine Kolumne, ein Kommentar, ein Tagebuch. Persönlich gefärbt, oft sehr pointiert.
    „Der Herausgeber oder Blogger steht, anders als etwa bei Netzzeitungen, als wesentlicher Autor über dem Inhalt, und häufig sind die Beiträge aus der Ich-Perspektive geschrieben. Das Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen.“ (Wikipedia)
    Wer fachliche Studien mag, der liest Fachzeitschriften, wer persönliche Meinungen von ganz normalen Menschen mag, der liest Blogs.
    Schön, dass ihr alle hier seid!

  • iceboy

    @LZS-lerin
    Das mit der Psyche war eine Frage!
    Feste Bindung ist ja nichts schlechtes, aber hast du schon mal an deinen Partner gedacht, wie es ihm damit geht (und ich meine jetzt nicht das was er sagt, sondern wie es ihm wirklich damit geht), aber ich habe ja nichts negatives über feste Beziehungen gesagt, oder?
    Deine zweite Frage verstehe ich leider überhaupt nicht.

  • LZS-lerin mit LZS-ling

    @Iceboy
    Vielleicht kannst DU es mir ja erklären; was ist schlecht an einer festen Bindung?
    Und wie stellst du dir das Definieren des Übermutterdaseins denn vor, im Falle eines nicht stillen wollendes Kindes? Also… BOY, das ist de facto unmöglich.
    Und wie wirkt sich LZS auf die Psyche aus? Bitte nicht auf irgendwelche ominösen Studien verweisen, das tun sie nämlich alle :)

  • baumgaca

    Ich bin so eine Trip Trap Mutter und stell dir vor ich habe keine Probleme mein Kind loszulassen…er ist das selbständigste Kind im Kindergarten , Super selbstbewußt, nie krank und damit meine ich NIE! Er wird jetzt 5 Jahre ich habe ihn gestillt bis er 3 Jahre alt war und es war unsere gemeinsame Entscheidung aufzuhören…..!
    Eine Stillbeziehung ist eine Beziehung die nur von beiden Seiten getragen und gewollt werden kann, ein Kind was nicht an der Brust saugen will, tut es auch nicht! Also ist deine Aussage mit unnatürlicher Bindung und die blöden egoistischen Mütter die ihre Kinder nicht loslassen können für mich nicht aussagekräftig und schlichweg falsch!
    Es muss nicht jeder so lange stillen, aber Mutter die es tun dermaßen zu deformieren finde ich ……nicht in Ordnung!
    Es tut mir leid dass du mit der Allergieprophylaxe deines Kindes so Pech hattest, aber es kommen halt im Alter von 2-2,5 Jahre noch mal ganz viele Immunglobuline mit der Muttermilch mit…..das hat vielleicht gefehlt……aber Stillen ist halt keine Gewähr…….

  • Ja, der Ton macht die Musik. Und hier herrscht immer ein lustig, freundlich, frischer, netter, humorvoller Ton. Manchmal mit einem Augenzwinkern, manchmal etwas zynisch. Wer das nicht mag, liest gerne andere Blogs.

  • Iceboy

    Danke Kathrin für den Artikel. Meiner Meinung nach ist das Langzeit Stillen eine unnatürliche Beziehung zwischen Mutter und Kind, weil die Übermutter ihr Dasein durch das Kind definiert und es ist dieses so dass möglichst lange an sich binden muß. Je fester desto besser. Aber ist das insbesondere für die Psyche des Kindes gut? Sind wir schlechte Eltern wenn unser Kind bei uns im Bett auf dem Bauch schläft, nicht gestillt wird und wir auch noch Wegwerfwindeln verwenden?

  • Enna Mason

    Der Ton passt nicht ganz? Weil ich von schlechter Recherche spreche? Bei den beiden genannten falschen Angaben ja wohl zutreffend oder wollen sie das bestreiten? (Das Time Magazin ist etwas völlig anderes als die Times, mit der Sie es verwechselt haben. Im unteren Teil Ihres Textes habe ich übrigens eben noch immer eine „TIMES“ gelesen. Und was die Altersangabe des Jungen betrifft, die in ihrem ursprünglichen Text nunmal falsch war, können sie sich wohl kaum auf die Autokorrektur berufen.) Ich habe bewusst nur diese beiden falschen Angaben auf eine sachliche Art und Weise kommentiert, da ich mich gerade nicht in der Lage sah die Grundaussagen Ihres Textes sachlich zu kommentieren. Dazu fühlte ich mich als stillende Mutter einer 16 Monate alten Tochter emotional zu betroffen. Aber danke fürs veröffentlichen meines Kommentars. Nun vielleicht hier doch noch eine Anregung zum Nachdenken an Sie und ihre Leser: Warum sollte ich meiner Tochter, die bereits laufen, springen, Pommes essen kann, artfremde Kuhmilch aus dem Kühlschranl servieren, wenn ich ihr ebenso gut die arteigene Milch geben kann, die von der Natur dafür vorgesehen hat (über das natürliche Abstillalter beim Menschen referiere ich jetzt mal nicht. Beim Lesen des TIME-Artikels und vor der Verfassung ihres Textes haben Sie hierzu doch sicher recherchiert?) Bitte nicht falsch verstehen, auch meine Tochter bekommt neben der Muttermilch Kuhmilch und Kuhmilchprodukte, ich habe also nichts dagegen, dass man seinem Kind Kuhmilch gibt. Ebensowenig bin ich der Meinung, dass alle Mütter über das erste Lebensjahr hinaus Stillen sollten (die WHO empfiehlt bis zum zweiten Lebensjahr und darüber hinaus, wenn von Mutter und Kind gewollt. Und ja, diese Empfehlung gilt überall auf der Welt). Ich bin also keine radikale versessene Langzeitstillerin und respektiere es auch, wenn eine Mutter sich gegen das Stillen und für Formula entscheidet, so lange dies nicht aus für mich „niederen Motiven“ wie z.B. Sucht nach Nikotin geschieht. Ich danke schonmal im Vorraus fürs veröffentlichen.

  • Der Titel ist genau so formuliert, weil er zum Bild des Magazins passt. Der Artikel ist weder pro noch kontra. Es ist ein persönlicher Blog Artikel zu einem kontroversen Thema. Nicht mehr und nicht weniger.

  • @ LZS-Lerin:
    Weil sich bei diesem Thema IMMER, JEDER angegriffen fühlt und weil wir modernen Mütter, aus Mangel an brauchbaren Richtlinien, Idealen und Mutterbildern total auf uns selbst gestellt sind, herauszufinden wie man eine „gute“ Mutter ist. Das macht unsicher und man sieht sich und seine „Muttermethode“ immer irgendwo angegriffen, auch wenn es gar nicht so gemeint sein sollte.

  • LZS-lerin mit LZS-ling

    Merkt eigentlich jemand dass der Titel äußerst kritisch formuliert ist und keineswegs PRO ATTACHMENT PARENTING ist??? ICH fühle mich angegriffen, wieso IHR auch?

  • LZS-lerin mit LZS-ling

    @Kathrin
    Ja, im Spitzfindigsein bin ich toll ;)
    Natürlich ist es spitzfindig. Und natürlich ist Bindung etwas tolles. Deswegen ist es ja so ärgerlich dass es ständig von irgendwelchen Antilangzeitstillern als eine unerwünschte Nebenwirkung des Langzeitstillens dargestellt wird.

  • Also ich kann die Aufregung verstehen, die der Zeitartikel ja auch provozieren wollte, um mehr Leser zu gewinnen. Natürlich ist frau auch Mutter genug, wenn sie nicht so lange stillt, ich denke die Titelblattmama, denkt auch nicht so. Für mich, viele andere und überhaupt die meisten Menschen in der nichtwestlichen Welt, ist es aber immernoch ein einfacher, natürlicher und schöner Weg dem Kind nahe zu sein, es zu trösten, zu schmusen, leicht zum Schlafen zu bringen. Ich arbeite deshalb trotzdem schon länger wieder, mein Kind löst sich leicht von mir (schmeißt mich sogar raus, wenn der Babysitter da ist und hat bei diesen Abschieden noch nie geweint) und ich muss(te) mir keine Gedanken um Schnuller, Fläschchen, Brei, Pumpen, ständige Infekte, Ernährung im Krankheitsfall etc… machen. Ich kenne übrigens viele von selbst abgestillte Kinder, die heute dermassen unabhängig sind, dass andere Eltern oft neidisch werden. Und auf nem Tripptrapp hab ich mein Kind die ganzen dreieinhalb Jahre noch nie gestillt, (wär mir auch viel zu unbequem!) die meisten denken immer, es kuschelt auf meinem Arm oder schläft ;).

  • Kathrin Buholzer

    @LZS-lerin
    Das ist jetzt doch sehr spitzfindig. Binden, sich binden, sich aneinander binden, was auch immer und dann aber Stück für Stück auch wieder los lassen.

  • LZS-lerin mit LZS-ling

    @Kathrin Buholzer
    „Also wenn stillen nicht DIE Mutter-Kind Bindung ist, dann weiss ich auch nicht.
    Im übrigen ist das ja auch überhaupt nichts schlechtes. Im Gegenteil. Alles übrige steht im Artikel.
    *undimmerschönfreundlichbleiben*

    BINDEN oder negativ formuliertes an-sich-binden…
    ich glaube der nicht gerade feine Unterschied ist klar :)

    Ich bin ausnahmslos IMMER freundlich!

  • Freundinnen und Freunde!
    Wenn wir es schaffen bei dem äusserst delikaten Thema friedlich, ruhig und gelassen zu diskutieren, dann geb ich einen aus! *aberausderFlasche :-)

  • laran

    Am Thema „Stillen“ scheiden sich wirklich die Geister… Ich durfte/konnte stillen und habs genossen. Ich hab 6 Monaten voll – und 3 weiteren so je nach Bedarf – gestillt. Als ich mir dann nach dem Abstillen eine Packung Milchpulver gekauft habe (für so Abendschoppen usw) bin ich fast aus den Latschen gekippt, als ich 1. merke WIE VIEL diese Milch kostet und 2. das da drauf steht: “ Stillen ist das Beste für Ihr Kind…“ Das muss ja ein Schlag ins Gesicht sein für jede Mutter die nicht stillen KANN…
    Und noch zum Thema „Bindung“. Ich habs enormst genossen meinem Kind beim „Schöppele“ in die Augen zu sehen. Ein weiterer sehr inniger Moment nebem dem Stillen.

  • Kathrin Buholzer

    Ich denke, dass die beim Times Magazine ganz gute Überschriften-Texter haben. Da hat sich jemand einen ganz besonders kontroversen Titel ausgedacht und damit voll ins Schwarze getroffen. Das war sicher nicht zufällig sondern ganz genau gewollt.

  • Kathrin Buholzer

    Hallo Enna
    sie wurden nicht veröffentlich, weil der Ton nicht ganz hier her passt.
    Bedankt hab ich mich auf FB für die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser. Die Autokorrektur macht aus Time immer Times.
    Danke fürs Aufmerksam sein.

  • Enna Mason

    Wenn auch meine sachliche Kritik bezüglich falscher Angaben zum schlecht recherchierten Text nicht veröffentlicht wurde (sowas nenne ich Zensur…), so wurden die Angaben doch korrigiert. Respekt.

  • Also ich habe das Stillen immer als super Ausrede genutzt um nebenher zu lesen, fernzusehen oder einfach zu pennen!!

    Zum Thema Bindung: Darüber wird ja immer gerne viel lamentiert. Auch arbeitenden Müttern (wie mir) wird ja gerne vorgeworfen, dass sie keine „innige“ Bindung zu ihren Kindern haben. Ganz ehrlich, aus allem was ich bisher an Babyliteratur verschlungen habe (viel!), ist für mich deutlich, dass Körperkontakt in den frühen Monaten das nonplusultra ist, und das geht auch gut mit Flasche.
    Ganz ehrlich, ich denke doch dass eine glückliche Mutter ihrem Kind viel mehr Liebe geben kann. Das ist wiederum gut für die Bindung. Seine Kinder ernst nehmen, schmusen, wertvolle Zeit miteinander verbringen. DAS ist wichtig für eine stabile Bindung. Der Rest ist schmückendes Beiwerk.

  • LZS-lerin mit LZS-ling

    @Paebels, was wirst du denn nebenher tun wenn du Flasche fütterst? Also ich würde mal behaupten ich kann während des Stillens mehr „nebenher“ machen da ich nur mein Kind halten muss und nicht mein Kind UND eine Flasche.

  • Kathrin Buholzer

    @LZS-lerin
    Also wenn stillen nicht DIE Mutter-Kind Bindung ist, dann weiss ich auch nicht.
    Im übrigen ist das ja auch überhaupt nichts schlechtes. Im Gegenteil. Alles übrige steht im Artikel.
    *undimmerschönfreundlichbleiben

  • @Marie
    Danke für deine Ergänzung. Hab das mit dem Titel noch rein genommen. Muss dir Recht geben, das nervt wirklich sehr. :-)

  • LZS-lerin mit LZS-ling

    WIE zum Henker bindet man ein Kind durch stillen an sich? Wickelt man 3x die „Monsterbrüste“, wie sie es so schön nennen, um das Kind und macht einen Doppelknoten rein? Also wenn ein Kind an Milchgefäß und Sauger „gebunden“ wird, dann doch lieber an Mama und Brust als an eine Plastikflasche und einen Gummipöppel.
    Und übrigens, herzlichen Glückwunsch zu der Erkenntnis dass man zum Stillen nicht verpflichtet ist :)

  • Ich finde es geht hierbei gar nicht um “Stillen – ja oder nein – Langzeitstiller ja oder nein”
    Es geht hier (für mich jedenfalls) um die unsägliche, diskriminierende und beleidigende Headline “Are you Mom enough?”, also “Bist du Mutter genug?” Denn nicht (langzeit)stillenden Müttern wird damit, gar nicht mal so indirekt, vorgeworfen nicht genug Mutter zu sein.
    Das empfinde ich als den eigentlichen Aufreger, denn mir persönlich ist es pupsegal wer wann wie viel stillt. Natürlich ist Muttermilch ne tolle Sache, aber wir leben ZUM GLÜCK in einer Region in der auch “Ersatzmilch” höchsten Standards entspricht, und wir nicht Gefahr laufen, dass unsere Kinder ohne Nestschutz an eigentlich harmlosen Krankheiten und verschmutzen Wasser sterben.
    Von daher ist es doch total egal. Ich habe meine Kids beide gestillt bis sie so 14 Monate alt waren, wobei mein Sohn wahrscheinlich auch noch stillen wollen würde bis er 18 ist. (Gefühlt jedenfalls). Aber Mama will wieder Altbierbowle trinken und rauchen und ihre Brüste wieder für sich und ihren Ehemann haben (JA, so siehts aus!).
    Wie gesagt der Punkt ist, dieses Cover, bzw. die Headline (das Foto schockt mich jetzt null) verletzt alle Mütter die nicht stillen konnten, beleidigt Mütter die nicht stillen wollen und behauptet stillende Mütter seien automatisch gute Mütter.
    Wenns mal so einfach wäre!

  • Paebels

    Danke für den Artikel. Ich stille meinen fünfwochenalten Sohn. Aber ich muss sagen, es ist nicht so eine romantische Sache wie es oft dargestellt wird. Ich finde es vor allem langweilig, weil man nebenher nicht viel machen kann. Bin leider(?) keine Mutter die darin voll aufgeht.

  • Sandra

    es ist definitiv ein kontroverses thema und wie bei vielem (nur hier in der schweiz, wohlbemerkt) muss sich frau immer rechtfertigen, ob sie stillt oder eben nicht, ob sie arbeitet oder eben nicht und die rechtfertigung gilt immer anderen frauen gegenüber?! klar gehört alles, was du geschrieben hast, dazu… man kann das stillen aber einfach nur zulassen und in ruhe geniessen und um all die positiven aspekte froh sein, nämlich einfach andoggen, wenn es weint, in der nacht bei dir stillen und weiter „pfusen“ und diese relativ kurze zeit ins verhältnis zum restlichen leben setzen, wo man all die dinge wieder tun kann…. und das muss ja nicht bis fünf sein…

  • danke :-) kann ich unterschreiben so, Du kannst den Velohelm wieder hinlegen.