Tipps von A-Z / K wie Kleiderfrage

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Kleiderfrage

Jeden Morgen das gleiche Theater:
„Ein roter Rock? Ein violetter Blümchen-Pulli? Und Socken? Und erst noch die mit den scheusslichen, wilden Mustern? Und überhaupt ist es für Socken sowieso viel zu kalt.“
Dem Kind in dem Moment begreiflich zu machen, dass man mit seiner Kleiderwahl überhaupt nicht einverstanden ist:
Ein Ding der Unmöglichkeit.
Und am Morgen gleich ein riesiges Geschrei zu haben, ist ja auch nicht gerade das aller tollste.

Wie kann man dieses Kleiderproblem lösen?

1. Nur die Kleider im Schrank lassen, die das Kind auch wirklich anziehen darf.
Also im Sommer die Sommersachen im Winter die Wintersachen. Halt je nachdem wie streng man das unterscheiden will.
Ausmisten ist auch immer hilfreich. Braucht es wirklich so viele Kleider im Schrank?

2. Die Kleider am Abend vorher schon bereit legen. Am besten kurz die Wetterprognose checken und dem Kind schon sagen, dass es dann evt. regnet und es dann noch eine Jacke braucht oder die Gummistiefel anziehen soll. Das kann man vorher zusammen in Ruhe zusammen besprechen.
Ihr könnt auch gut zwei verschiedene Vielleicht macht man zwei verschiedene Kleiderhaufen, dann können die Kinderlein am morgen einen von beiden auswählen.

3. Seine eigenen Vorstellungen überdenken. Muss wirklich immer alles zusammenpassen? Warum kann man nicht einen roter Rock und den violetter Blümchenpulli zusammen kombinieren? Wir Eltern haben immer ganz bestimmte Vorstellungen, wie das genau sein muss. Die decken sich meistens überhaupt bis gar nicht mit denjenigen der Kinder.
Ihr könnt jetzt:
Darauf beharren. Die Kinder dürfen nur das anziehen, was die Eltern auch für gut befinden.
Vorprogrammiert sind dabei meistens: Geschrei und Ärger.

b.) Ihr lockert eure Kleidervorschriften etwas, seid grosszügiger, gelassener und lasst die Kinder halt auch mal mit zwei verschieden farbigen Socken in die Schule ziehen. (Ist ja auch nicht grad so schlimm und lebensgefährlich). Wir Erwachsenen tragen ja schliesslich auch nicht immer nur die Kleiderkombinationen die den Kindern gefallen.

4. Eine Verkleidungskiste machen
Kinder lieben es, die unmöglichsten Sachen zu kombinieren. Lasst sie das tun und ausprobieren, in dem ihr ihnen eine grosse Kiste mit vielen verschiedenen Kleidern uns Stoffen zur Verfügung stellt. Das können Kleider von euch sein, aber auch ältere Lieblingskleider der Kinder, die man vielleicht auf Grund der zu kleinen Grösse, ein bisschen anders nutzen muss. Lasst sie immer wieder damit spielen, sie sollen alle möglichen Kombinationen ausprobieren dürfen.

5. Die „Sonntagskleider“ abschaffen
Braucht es wirklich Kleider, die man nur zu bestimmten Anlässen tragen darf?
Lohnt sich das wirklich ein Kleidungsstück zu kaufen, das man dann nur ein oder zwei Mal überhaupt tragen kann, bis es dann schon wieder zu klein ist? Das ist eine Frage, die jeder für sich selber beantworten muss. Die „schönsten Kleider“ dann aber am Besten so wegräumen, dass die Kinderlein sie nicht ständig vor Augen haben und sie für den Kindergarten anziehen möchten.
Vielleicht lieber die „Schmutz-Dreckskleidung“ einführen. Also Kleider die speziell für Geburtstagspartys im Wald, Spielplatzbesuchen, Projektwochen, Malnachmittage geeignet sind.

5. Räumt das Kind trotz Regeln und Abmachungen immer und immer wieder den gesamten Schrank aus und das mehrmals am Tag, dann schliesst ihn ab. Mit Schlüssel, Schnur oder was immer euch zur Verfügung steht oder räumt die Kleider einfach in eine Kiste und versorgt sie dann irgendwo, wo das Kind nicht hin kommt.
Das erspart euch eine Menge Ärger, Streit und Nerven und ihr müsst dann auch nicht immer schimpfen. Mit der Zeit, könnt ihr die Kleider dann auch wieder in den Schrank zurück legen.