Tipps von A-Z / G wie Grüssen

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Sag schön Hallo der Tante Miriam!“ Schön wär’s! Doch klappen tut es selten. Wie beim „Bitte und Danke sagen“ bringt einem Überredungskunst oder das Kind an der Hand zur betreffenden Person schleppen nichts. Meistens klappt’s mit drohen: „Wenn du jetzt nicht sofort Hallo sagst, dann darfst du nicht mitkommen.“ Aber drohen ist nie eine gute Lösung. Das Kind lernt dabei, dass er immer erst dann hören muss, wenn gedroht oder auf 1,2,3 gezählt wird.

Vorher kurz zum Kind runterknien ihm z.B ins Ohr flüstern: „Wenn jetzt denn grad die Tante Miriam reinkommt und dir Hallo sagt, was könntest du dann machen?“.

Wenn eurem Kind das „Hallo-Sagen“ grundsätzlich schwer fällt, dann versucht doch mal einen „Hallo-Tag“ einzuführen. Zum Beispiel wenn ihr auf dem Weg zum Einkaufen sind, alle Leute laut und deutlich zu grüssen. Jedes Mal wenns geklappt hat, gibts einen Glitzerstein, eine Rosine oder einen Hallo-Bär (Gummibärli).

 

  • Andrea Mordasini, Bern

    Mir persönlich sind gutes Benehmen, Anstand und Respekt vor Mitmenschen sehr wichtig und Werte, die ich meinen Kindern durch Vormachen und Vorleben weitergebe. Ich bin der Meinung, dass die Kinder so uns Eltern und unsere Werte nachahmen und kopieren. Manchmal braucht es ja nach Ort und Situation einen kleinen „Anschubser“ zum Beispiel beim Danke sagen. Ich versuche allerdings „seisch no merci“, „wie seit me?“, „seisch no hallo?“ etwas im Rahmen zu halten, da diese Aufforderungen gerade für scheuere und zurückhaltender Kinder stressig sein können. Und: Küsschen geben müssen meine Kinder nie, egal bei wem! Küssen und geküsst werden, ist etwas sehr Intimes und Persönliches – wenn das ein Kind nicht will, hat man dessen Nein ohne wenn und aber zu akzeptieren! Sprüche wie: „Wed mir kes Müntschi gisch, bini de ouso sehr truurig“ machen mich enorm wütend und ein Kind völlig unsicher :(. Wichtig ist beim Grüssen, sich bedanken und entschuldigen, dass wir Eltern und Erwachsene im allgemeinen geduldig sind – jedes Kind „lernt“ diese Verhaltensregel und deren „Anwendungen“ – die einen etwas früher, die anderen etwas später :). Und mit der entsprechenden „Vorbereitung“, zum Beispiel VOR dem Betreten der Bäckerei, wos noch ein Guetsli gibt, klappts meistens sehr gut ;).

  • Unbedingt. Und dann mal Feedback geben, wie’s geklappt hat. :-)

  • Bettina

    Hallo liebe Kathrin
    Muss ich mir merken. Versuche ich mal.

    Liebe Grüsse,
    Bettina