Immer so ein bisschen perfektes Chaos

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Ok. Etwas zu lang nach dem Fitness noch Kaffee getrunken und gequatscht. Aber nach 70 Minuten Bauch, Rumpftraining nach Herrn Pilates, ist ein Latte Macciato wohl das Mindeste. Stimmst?
Dann hopp, hopp ab zum Einkaufen. Auch nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung. Gut, ich geb’s zu: ich hasse es. Weil ich mir nie einen Plan mache und dann so viel überlegen muss und immer wieder umkehren. Vom Milchgestell zum Reis, dann über das Schoggiregal zu den Clementinen, dann wieder zurück zu den Kohlenhydraten. Ein Stress. Selber Schuld, denkt ihr jetzt, stimmst?
 
Und ihr habt ja auch Recht.
Also. Mit Blick aufs iPhone stresse ich durch den Laden. Klar, den Halbrahm hab ich vergessen, also nochmals zurück zum Milchgestell. Dann husch, husch zahlen. Und natürlich bin ich IMMER dort, wo die Münzklauberinnen sind. Das sind die, die genüsslich dem „Fröilein“ an der Kasse sagen: „Warten Sie ich hab’s dann ganz genau.“ Damit meinen sie: „IchsuchjetztganzlangsamausmeinemPortemonnaieallekleinenFrankenundRappenstückeheraus“.

Blick auf die Uhr: Noch 30 Minuten, dann sind die Kids zu Hause. „Ach das reicht locker“, wenn die Münzklauberin endlich mal ihre Siebensachen einpacken würden. Gut.
Wie immer wenn man keinen Zettel hat, kauft man mehr als man eigentlich im Sinn hatte. Schleppt dann, die Einkaufstüten, die schneiden einem ins Fleisch, wenn sie so übervoll sind, mit Ach und Krach ins Auto. Blick auf die Uhr: noch 20 Minuten.
 

 
Zu Hause schnell die Sporttasche in den Keller schmeissen. Man kann ja schlecht, den Kids sagen, dass sie ihre Sachen wegräumen sollen und selber… Ihr wisst schon.
Und NEIN. Ich kann mich schlecht auf das Wesentliche konzentrieren. Das Wasser aufsetzen und dann vor dem Fleisch panieren noch rasch das Foto für den Blog bearbeiten. Das muss jetzt sein. Blick auf die Uhr: noch 10 Minuten, das Chaos vom morgen noch rasch beseitigen, Tisch decken. Und ja, die Mail muss ich auch noch rasch…
iPhone ans Ohr geklemmt noch schnell den Zahnarzttermin abmachen, dazu die Erbsli in die Pfanne hauen. Multitasking par Excellence.

Fast pünktlich steht das Essen auf dem Tisch. So zehn Minuten mehr Zeit, wären auch prima gewesen. Aber es hat gereicht. Nachher gönn ich mir aber ein Schoggistängeli.

 

  • Dönis

    hach wieder mal herrlich geschrieben =) geht mir auch oft so…

  • Natalie

    Musste herzhaft lachen!!! :-)))) einfach immer toll deine berichte ;-) mir wirds dann wohl ab nächsten sommer auch so gehn, wenn mein sohn in den ersten kindsgi kommt…ausser…man plant jede minute ein ;-)

  • Claudia

    Hiii…. das könnte von mir sein ;-)). Genau so gehts bei mir jeden Tag. Auch wenn ich keinen fixen Termin habe, der Morgen vergeht im Nu und ich komme in den Stress.. weil auch 1000 kleine Sachen kosten Zeit! E schöne Nomi. lg Claudia